Verratet Ihr Euer Facebook-Passwort für einen Job?

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Hättet Ihr Euch vorstellen können, dass man Euch bei einem Bewerbungsgespräch vor fünf Jahren nach Eurem Handy gefragt hätte, um sich mal eben Eure SMS anzusehen? Oder dass Euer neuer Boss vor zwanzig Jahren nach Hause gekommen wäre, um sich mal anzusehen, welche Post Ihr so bekommt? Die Justizvollzugsbehörde von Maryland, USA, tut eigentlich nichts anderes: Sie verlangt Bewerbern ihre Social-Media-Kontodaten ab, um sich mal umzusehen.

Jedenfalls ist es Robert Collins so ergangen, als er sich kürzlich dort bewarb. Während er im Vorstellungsgespräch saß, ließ sich sein Gegenüber seinen Facebook-Zugang geben, um sich in aller Ruhe einzuloggen und zu gucken, was Collins dort so treibt. Unglaublich! [Kat Hannaford / Tim Kaufmann]

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    1. Und wegen dem Erstellungsdatum welches dann 2 Wochen zurückliegt wird Niemand sturtzig?

      Ich bin froh, keinen Facebook Account zu haben.

  1. Da müssen wir schon auf der Hut sein.

    Manche Firmen machen ja übertrieben ausführliche Psycho-Tests bei der Einstellung der Mitarbeiter, die sie aber 1) weder datenschutzrechtlich ordentlich behandeln, 2) nicht im vollen Ergebnis dem Bewerber zur Verfügung stellen und 3) auch nicht aus ihren Unterlagen löschen, wenn der nicht zur Auswahl gekommen ist. So geschehen bei einem Bekannten von mir, der sich bei AWD in Österreich bewerben wollte und der deshalb die Bewerbung vor dem Test abgebochen hat, weil ihm die Sache zu steil wurde.

    Wer einen neuen Pass oder Personalausweis will, muss ja auch schon länger wie ein Verbrecher seine Fingerabdrücke abliefern… ohne dass er je ‚was verbochen hätte.

    Ich denke da wäre wieder ‚mal eine große Demo angesagt, damit die Politiker und Wirtschaftsbosse merken, dass es nicht OK ist die Hände die „Privates“ der Bürger zu stecken … ;-)

    1. Oh ja, eine Demo – die Politiker zittern bestimmt schon vor Angst.

      Mal ehrlich, wenn mir IRGENDEINE Firma mit dubiosen Auswahlverfahren kommt dann wird erstmal der Rechtsanwalt angerufen. Diverse Tests in Bewerbungsverfahren sind rechtswidrig (alles was in die Richtung politische / sexuelle / religiöse Meinung geht z.B.). Allein die Fragestellung ist schon gegen das Gesetz.
      Die wenigsten Firmen halten sich daran, ob aus Unwissenheit oder weil es sie brennend interessiert wen man fi*** und was man wohl denkt wer da oben im Himmel sitzt.

      Fakt ist dass man einer Firma die das ganze zu locker nimmt recht schnell ans Bein pinkeln kann – nur die Strafen müssten höher ausfallen, was sind schon ein paar hundert Euro für ein Unternehmen.

  2. Wirklich schräg wird es eines Tages, wenn sich der Bewerber gefragt wird, warum er denn nicht bei facebook o.a. ist. „Sie sind ein Einzelgänger?“ „Sind sie etwa nicht teamfähig?“ etc. Wie man es macht… Ich denke nicht, dass es bei facebook etc. ein klares ja oder nein gibt auf die Frage, ob man dort einen Account haben sollte.

    Trotzdem halte ich es für äußerst fragwürdig sich von einem Bewerber das Passwort zu facebook geben zu lassen. Wo ist dann der Unterschied zu einer Befragung der Familie und Freunde?

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