Amerikanischer Provider bittet Jailbreak-Tetherer zur Kasse

iphone-att[1]

Wer in den USA Kunde des früheren iPhone-Monopolisten AT&T ist und über die Jailbreak-App MyWi kostenlos die Tethering-Funktion nutzt, wurde in den letzten Tagen von seinem Provider kontaktiert. AT&T schickte seinen Kunden in der ersten Stufe eine SMS, in der sie aufgefordert wurden, doch bitte für die Tethering-Funktion zu bezahlen.

AT&T Free Msg: Did you know tethering your Smartphone to a computer requires a tethering plan? Pls call 888-860-6789 for details or visit att.com/dataplans.

Darauf folgten E-Mails von AT&T, in denen allen tethernden Kunden damit gedroht wurde, dass der Tethering-Tarif automatisch aktiviert wird, falls sie weiterhin schwarztethern.

If we don’t hear from you, we’ll plan to automatically enroll you into DataPro 4GB afterMarch 27, 2011. The new plan – whether you sign up on your own or we automatically enroll you – will replace your current smartphone data plan, including if you are on an unlimited data plan.

If you discontinue tethering, no changes to your current plan will be required.

Die eigentliche Frage ist, wie AT&T die tethernde Kundschaft enttarnen konnte. Was ist da eure Theorie? [Klaus Deja / Kyle VanHemert]

[via ZDNet]

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  1. Ich denke, dass User mit erhöhtem Traffic überprüft wurden, dann wurden halt die Packet überprüft und geguckt, welche Links und so geöffnet wurden und dann vielleicht welcher Browser genutzt wurde und so. Nur so ne Theorie ;)

  2. Ist doch ganz logisch… Ein PC identifziert sich immer anders als ein Smartphone… Und das sieht man in jedem Datenpaket…

    Wenn das iPhone als proxy fungieren würde, würden sich alle seiten erstmal als mobile seite öffnen… tun sie aber nicht…

    1. Tethering Programme sind Proxy’s. Keine HTTP-Proxy’s aber transparente IP-Proxy’s. Nein, AT&T wird wohl nur den HTTP-Header Useragent auswerten. Damit finden sie zwar nicht jeden der tethert, aber alle die einen Web-Browser verwenden, der nicht anonym unterwegs ist.

  3. Hmmm… die müssten ja direkt die Pakete prüfen und dort in dem Header nach dem Browser schauen. Anders kann man nicht differenzieren. Ich denke die Vermutung von Nico ist richtig! Andere Möglichkeiten wirds nicht geben.
    Aber ich finde es schon irgendwie Assi von at&t. Ka wie das in USA läuft, aber hier in DE ist es ja so, dass nach einer bestimmten Höhe des Traffics automatisch gedrosselt wird und wer halt Spaß dran hat mit Modem-Geschwindigkeiten zu surfen, soll das eben machen dürfen. Schließlich hat derjenige ja für bezahlt…

        1. Aus deiner Antwort schließe ich, dass du noch nie versucht hast, aus nem Mobilfunkvertrag rauszukommen.
          Und wohin wollen denn mehrere Millionen wechseln? Zu nem Anbieter, der Tethering ohne Zusatzoptionen zulässt? Zumindest in D gibts da nämlich keinen mehr…

        2. Im Vertrag von T-Mobile steht AUSDRÜCKLICH drin das Tethering verboten ist…
          Und du kannst davon ausgehen, dass es auch bei AT&T verboten ist.. was gibts da noch zu diskutieren? Wenn man sowas macht, wo ich mich nicht ausschließe, dann muss man mit sowas rechnen…
          Und die Reaktion ist noch ziemlich nett von AT&T, bei T-Mobile steht sowas ähnliches wie „Werden separat in Rechnung gestellt“, dass heißt die dürfen auch pro MB oder KB abrechnen.. da hast du dann spaß…

        3. T-Mobile hats aufgegeben, Tethering ist bei allen aktuellen iPhone Tarifen bereits inklusive, ich muss leider noch bis Juni warten bis ich wechseln kann :P

  4. ja man seiht tethering an den größeren datenpaketen die gesendet/empfangen werden… das is für den provider ziemlich einfach zu identifizieren ;)
    vodafone berechnet beim tethering bei einigen kunden zusätzlichen traffic :D ohne wenn uns aber. und das wird richtig teuer…

  5. Sehr interessant. Ich kenne die Rechtslage in den USA nicht, aber hier würden sie sich auf recht dünnes Eis wagen.

    Um Tethering herauszufinden müssen sie nicht nur die Adressierung der Pakete verarbeiten, sondern die Inhalte analysieren. Das ist hier ohne richterliche Anordnung definitiv ein Verstoß gegen den Datenschutz (und evtl. Briefgeheimnis).

    Und einseitig einen anderen Vertrag aufdrücken geht hier auch nicht. Wenn sich Vertragsbedingungen ändern, dann kann ich dem widersprechen und habe im Zweifelsfall ein Sonderkündigungsrecht. Ganz neue Verträge von einer Seite aufgedrückt wären einfach unwirksam, solange ich nicht zustimme.

    1. Ich glaub du weist nicht ganz, was du für Verträge unterschreibst…

      Les dir deine Verträge mal ganz genau durch…
      Facebook / Amazon schicken alle Daten in die USA und analysieren sie dort auch..
      Illegales Runterladen kann man trotz deinem vermeintlichen Briefgeheimnis verfolgt werden…

      ALso da spinnst dir was zusammen…

  6. Die Frage wie sie da gemacht haben ist ganz einfach zu beantworten: DPI, ausgeschrieben Deep Packet Inspection.
    Früher oder später wird wohl jeder der benachrichtigten die getetherte Verbindung zum Surfen genutzt haben, und da Browser bei jeder Anfrage an einen Webserver Informationen über Browser un Betriebssystem mitschicken, konnten so ganz einfach diejenigen ausfindig gemacht werden, die ihre Datenverbindung mit einem PC nutzen.

  7. Die SIM Karte liest ja das Gerät und übermittelt Marke , Model plus IMEI
    ( SerienNr. ) es könnte sein das diese Read funktion erweiter wurde und jegliche aktivitäten der Hardware scannt und übermittelt. Big Brother style. Könnte möglich sein.

  8. Wir Schweizer habens doch schön: Auf unseren iPhones sind alle Funktionen frei und auch völlig legal nutzbar. Inlusive Tethering. =)

  9. Gut dass in Dtschl eine E-mail nicht reicht, sonder man immer einen Brief bekommt, falls sie sowas wirklich machen wollten.
    Naja mit sowas hab ich sowieso keine Probleme.

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