Wie erhält man ein Bild, das aussieht als wäre es vor 50 Jahren gemacht worden?

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Wenn man sich diese Bilder von dem Fotografen Chuck Miller anschaut, glaubt man die sind mindestens 50 Jahre alt. Doch weit gefehlt! Die Aufnahmen sind gerade mal vor einem Monat entstanden.

Wie kommt es dann zu diesem Look?

Chuck Miller ist kein Photoshopkünstler wie man nun vermuten könnte. Das Geheimnis: Er nimmt seine Bilder mit einer Rolle Super-XX 120 Government Surplus Film auf, die seit Mai 1959 abgelaufen ist. Bei eBay gelang es ihm eine solche Rolle für 10 Dollar zu beschaffen.

Er wollte herausfinden, wie lange Filmmaterial nach dem Ablaufdatum noch nutzbar bleibt und welche Veränderungen auftreten. Ein Trick von Fotografen der alten Schule ist es das Filmmaterial in einer Gefriertruhe aufzubewahren. Dadurch kann eine längere Haltbarkeitsdauer erzielt werden, die weit über dem angegebenen Datum liegt.

Miller fragte einen Filmexperten, was passieren wird, wenn er die Rolle verwenden würde und bekam eine Antwort von Kodak:

„Jeder Film, der so lange den Umwelteinflüssen ausgesetzt wird, weist einen hohen Grauschleier auf. Das liegt daran, dass der Papierträger nicht für einen so langen Haltbarkeitszeitraum konzipiert wurde, weshalb es zu Streulicht kommt. Wenn Sie den Film trotzdem benutzen wollen, schießen Sie das Foto in der halben Belichtungszeit.“

Und das tat er. Die „abgelaufenen“ Bilder von Chuck Miller versetzen uns in eine andere Zeit und sind gefüllt mit so viel Leben und Geschichte.

Auf seinem Blog gibt es einen direkten Bildervergleich zwischen dem alten Film und aktueller Technik zum selben Motiv. [Casey Chan/Helene Gunin]

[via TimesUnion]

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