Sky Crane: Der verrückte Mars-Landeplan der NASA

marsrover

Die NASA plant ein mobiles Weltraumlabor in der Größe eines Mini Coopers auf der Marsoberfläche zu landen. Der Rover heißt Curiosity und ist mit zahlreichen Messinstrumenten wie Lasern und einem Massenspektrometer ausgerüstet. So weit, so gut. Absolut verrückt klingt die Art und Weise, wie das Gerät gelandet werden soll: Von einem fliegenden Kran aus.

Der Rover Curiosity ist nicht nur mit Messinstrumenten sondern auch mit einem mehrere Millionen Dollar teuren Bohrer ausgerüstet, mit dem tiefe Bodenproben von der Marsoberfläche genommen werden können. Unter anderem will man herauskriegen, ob es auf dem Mars Bedingungen gibt, unter denen Bakterien dort leben können oder konnten.

Doch dazu muss die gesamte Apparatur erst einmal sicher auf den Mars befördert werden und darf nicht bei der Landung in einen millionenteuren Schrotthaufen verwandelt werden.

Die Nasa-Wissenschaftler und Ingenieure haben sich schon seit 2003 den Kopf darüber zerbrochen, wie sie dieses Gefährt, das fast eine Tonne wiegt, ordentlich auf den Mars landen können. Es gibt drei Kategorien von Gefahren:

Zum einen ist die schiere Größe des Gefährts ein Problem. Die Curiosity ist deutlich schwerer als alle bisher erfolgreich gelandeten Mars-Rover. Zum anderen ist da der Landeplatz. Zwar wissen die NASA-Leute genau, wo ihr Rover landen soll, doch das bedeutet nicht, dass sie jeden Stein und jeden Minikrater in der Umgebung kennen. Und es soll ja am Ende nicht an einem einzelnen Stein liegen, dass die Mission scheitert und Curiosity einen Kopfstand macht. Die dritte Gefahr ist das Landeverfahren selbst. Normalerweise landen die Geräte zusammen mit einer Plattform, aus der sie dann herausfahren. Und diese Plattform muss ziemlich gerade in der Landschaft zum stehen kommen, wenn der Rover beim Herausfahren nicht einfach umkippen soll.

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Alle bisherigen Landeverfahren können nicht garantieren, dass Curiosity sicher auf dem Mars landen wird. Es gab auch die Überlegung, das Gerät mit einer Plattform zu landen, die über lange Stützbeine verfügt. Das Verfahren wurde bei den Apollo-Mondmissionen und dem Surveyor in den 60er Jahren immerhin erfolgreich angewendet. Alles was der Rover dann machen müsste, ist loszufahren, wenn diese Plattform steht. Aber das Gebiet, in dem der Rover landen soll, ist ziemlich hügelig und das ist den Wissenschaftlern dann doch ein zu gefährlicher Landeplatz für dieses Manöver.

„Man reist Millionen und Abermillionen von Kilometern durchs All um auf den Mars zu kommen. Der Rover ist startbereit und alles was dazu notwendig ist, ist ein erfolgreiches Verlassen der Plattform“, erklärte Chefingenieur Tom Rivellini des Mars Laboratorys. „Und dieses letzte Manöver ist genau so gefährtlich wie die ganze vorhergehende Reise.“

Die zweite Generation der Mars Exploration Rover und Mars Pathfinder Missionen nutzten Feststoffraketentriebwerke kurz vor der Landung und Airbags, um den Aufschlag zu mildern. Leider funktioniert die Technik bei der Curiosity nicht. „Wir haben versucht Airbags um das gesamte Gerät zu bauen, was sich in der Vergangenheit als sehr erfolgreich gezeigt hatte“, sagte Rivellini, „aber der neue Rover ist einfach viel zu groß“. Also keine Landebeine und keine Airbags. Aber wie bringt man das millionenteure Gerät dann sicher auf den Mars?

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    1. kann ich nur zustimmen. zum thema denke ich mir nur, zum glueck ist die nasa nicht dafuer verantwortlich wie flugzeuge landen. ich verstehe das aufgrund der abmessungen und des gewichtes der plan sicherlich nicht schlecht erscheint, aber warum kann die nasa nicht einfach mal was normal landen lassen?

  1. „Weltraumschrott von der Erde vernichtet Leben auf dem Mars.“

    Treibstoff Überreste des sogenannten „Sky Crane“ von der NASA haben beim zerschellen auf der Oberfläche eine Kolonie eventuell unbekannter…..

    Wie bekannt wurde ist von den Lebenwesen bei einem Feuer…

    Erneute Ergebnisse können schätzungsweise frühestens..

  2. Hilfe! Die Erdbewohner kommen mit fliegenden Untertassen auf unseren Planeten.

    Die Scheibe sieht einfach aus wie eine fliegende Untertasse, die wir von Marsmännchen aus Filmen kennen ;-)

  3. Wirklich interessant die Meldung.

    Aber ein Hovercraft gleitet auf einem Luftkissen über den Boden. Da wäre kein Platz drunter für einen Rover… geschweige denn den auch noch abzuseilen.

    Der name Skycrane bezieht sich wohl eher auf den Sikorsky S-64 Skycrane … einfach mal bei Wikipedia reinschauen… der transportier Lasten genau wie das Landemodul des Rovers

  4. na ob das so hinhaut… wir werden sehen..
    aber WENN, dann seh ich es nicht ein für Sonderausstattungen wie Navi, etc. im Auto nen viehischen aufpreis zu bezahlen. das is doch uralt verglichen mit DEM da.

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