FAQ: Sechs Display-Spezifikationen und ihre Bedeutung

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Um Display- und Videotechnik herum gibt es sehr viele Missverständnisse und Fehlinformationen. Dr. Raymond Soneira von DisplayMate klärt darüber auf, was Refresh-Raten sind, Interlacing von Progressive unterscheidet und weshalb Bewegungskompensation so wichtig ist.

Auf der DisplayMate-Website gibt es darüber hin aus noch viele weitere Analysen und Erklärungen zu dem Themenbereich Displays und Videos.

1. Framerate:

Die Framerate bezieht sich auf die Menge der Bilder oder Frames, die pro Sekunde übertragen werden. Im Englischen wird sie deshalb auch fps – „frames per second“ abgekürzt. Alle kommerziellen Sender in den USA laufen mit 60 Halbbildern pro Sekunde. In Deutschland und vielen anderen Ländern sind es hingegen 50 Halbbilder pro Sekunde.

In manchen Computerspielen lässt sich die Framerate jedoch erhöhen – auf 85, 100, oder 120 fps bzw. Hz. Das macht bei den alten Röhrenmonitoren Sinn, die unterschiedliche Frameraten umsetzen können. Alle üblichen Flachbildschirme jedoch laufen mit einer festen Framerate – üblicherweise 60 Hz. Es gibt auch High-End-Displays, die mit 120 Hz, 240 Hz oder gar darüber hinaus laufen. Es ist sehr wichtig, dass das Display genau mit der Framerate betrieben wird, auf die es ausgelegt wird. Oder zumindest mit einem Multiplikator davon – also bei einem 60 Hz-Display zb. mit 120 Hz. Wenn man in ein Display eine „krumme“ Framerate einspeist, wandelt es sie auf seine eigentliche Framerate um. Das Ergebnis sind jedoch Überlagerungen – frame tearing genannt. Auch andere Bild-Artefakte sind möglich.

2. Refresh Rate

Die Refresh-Rate bezieht sich auf die Häufigkeit, mit der ein Display seinen Bildschirminhalt pro Sekunde aktualisiert. Dieser Wert ist vom Hersteller vorgegeben und liegt meist bei 60 Hz wie oben beschrieben. Während Röhrenmonitore mit 60 Hz betrieben ein auffälliges Flackern zeigen, erzeugen praktisch alle heute vertriebenen Flachbildschirme mit 60 Hz kein sichtbares Flackern. Das liegt an der Konstruktion der Flachbildschirme. Ihre aktive Transistormatrix behält das Bild zwischen den Aktualisierungen. Außerdem arbeiten viele Röhrenmonitore mit Interlacing (siehe unten), während praktisch alle Displays intern mit nicht mit Interlacing sondern mit progressivem Bildmaterial arbeiten. Egal, ob sie mit Interlaced-Video betrieben werden oder nicht.

3. Interlacing

Alle Fernsehsendungen werden derzeit mit Interlaced Scanning übertragen: Das Fernsehsignal ist in Zeilen aufgeteilt. Zuerst werden in einem Frame die ungeraden Zeilen übertragen, danach im nächsten Frame alle geraden Zeilen. Dieser Wechsel geschieht in den USA jede 60stel Sekunde – in Deutschland zum Beispiel alle 50stel Sekunde. Dieses Verfahren benötigt nur halbsoviel Bandbreite im Gegensatz zu einer Vollbildübertragung.

Traditionelle Röhrenmonitore können im Halbbildverfahren (Interlaced) betrieben werden. Dabei werden Zuerst die geraden dann die ungeraden Zeilen angezeigt. Bei Flachbildschirmen ist das nicht so. Hier wird das Bild von oben nach unten in einem Rutsch dargestellt – progressiv linear.

Das bedeutet, dass alles Videomaterial, das in ein Flachdisplay eingespeist wird, zuerst von deinterlaced in progressives Bildmaterial umgewandelt werden muss. Diese Videosignale werden auch als „i“ und „p“ bezeichnet. Wenn HD- Fernsehen übertragen wird, ist es zunächst 1080i und wird dann auf 1080p umgewandelt. Eine einfache Lösung, das zu bewerkstelligen, ist der sogenannte Frame-Buffer. Ein Zwischenspeicher, der die beiden Halbbilder speichert und dann kombiniert an das Display zur Darstellung weitergibt.

Das Problem dabei ist, dass die geraden und ungeraden Linien nacheinander übertragen werden – und sich um ein 60stel einer Sekunde voneinander unterscheiden. Bei einfachen Frame-Buffern passiert nun folgendes: Die geraden Zeilen zeigen ein leicht anderes Bild als die ungeraden. Kombiniert man beides, entsteht bei sich schnell bewegenden Bildobjekten ein verzerrtes Bild. Ein geschossener Fußball sieht zum Beispiel so aus, als sei jemand mit einem Kamm durchs Bild gefahren. Doch dieses Problem kann mit einer Bewegungskompensation behoben werden.

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  1. fps – “frames per image”
    mach ja auch Sinn es so abzukürzen.
    Die alternative form „frames per second“ wäre ja auch zu offensichtlich.

    1. Gleicher Absatz: Mir wäre auch neu, dass wir hier in Deutschalnd 50 Bilder pro Sekunde bekommen. Meines Wissens nach sind 24 fps der Standard. Denn fps sind zufälligerweise nicht das gleiche wie Hertz.

  2. ich sehe immer vermehrt idioten die im youtube möchtegern profissionell sein wollen aber voll den shit interlaced video machen, das ist voll nichtmehr zeitgemäß, die raffens nicht das heute alles in progressiv gemacht werden sollte. interlaced klick ich immer sofort weg das bekommt man augenprobleme und sieht kakke aus.

  3. @BIESNAKER

    du solltest dir auch mal VOR dem „Submit“ durchlesen, was du im Begriff bist von dir zu geben.

    Zum Artikel: finde ich ganz gut, aber er wirft viele Fragen auf, die nciht beantwortet werden.

    1. der meinung bin ich auch

      eine empfehlung auf welche werte man im groben achten sollte währe interessant

      und dieser „kamm“ effect plagt mich bei meiner alten video kamera sehr nur bin ichz bis jetzt noch zu keiner lösung gekommen da softwarelösungen ein unscharfes bild liefern und die kamera es nicht besser kann auf grund ihres alters

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