Goodyear und Zeppelin bauen gemeinsam Luftschiffe

goodyearblimp

Es gibt Meldungen, die passen so gar nicht in mein Weltbild. Dazu gehört die über die Firma Goodyear, die nach 100 Jahren ihre nicht steifen Luftschiffe einmottet und sich mit der deutschen ZLT Zeppelin Luftschifftechnik GmbH & Co. KG zusammentut, um Zeppeline zu bauen.

Mein Zeppelin-Wissen beschränkt sich auf zwei Dinge: Als erstes natürlich die Hindenburg. Und dann sollte die Technik um die Jahrtausendwende noch mal wiederbelebt werden, um Großraumfrachtflugzeugen Konkurrenz zu machen. Doch in der dafür gebauten Werkshalle wachsen heute Palmen.

Aber ich schweife ab. Goodyear und ZLT wollen ab 2013 insgesamt drei neue Zeppeline gemeinsam herstellen. Jeder ist 75 Meter lang und transportiert bis zu dreizehn Personen bei einer Höchstgeschwindigkeit von fast 120 km/h. Der erste soll seinen Dienst bereits 2014 antreten. Erfahrung haben beide Firmen genug. Goodyear baute sein erstes Luftschiff 1919. ZLT wurde zwar erst 1993 gegründet, sieht sich aber in der Tradition der 1908 gegründeten Luftschiffbau Zeppelin GmbH.

Die Goodyear-Luftschiffe werden in den USA regelmäßig eingesetzt, um von Großveranstaltungen Luftbilder herzustellen. In der Pressemeldung dazu heißt es: „Ein Event ist erst dann etwas wirklich besonderes, wenn darüber ein Goodyear schwebt“.

[Via AP]

Tags :
  1. goodyear baut Blimps, das sind nicht-steife, aufgepustetete Zeppeline, die ihre form nur durch den gasdruck im inneren behalten.

    zeppeline sind steif, weil sie ein grundgerüst haben. für blimps gab es IMHO ein größenlimit, die sind immer kleiner als zeppeline.

  2. ich liebe luftschiffe!

    das zeppelin-museum in friedrichshafen am bodensee ist jedem, auch nicht so sehr luftschiff-verliebten, zu empfehlen. ein teil der hindenburg ist in 1:1 nachgebaut und begehbar: ganz großes kino, das luftschiff über die bodenleiter von unten zu besteigen und sich in’s luftschiff-restaurant zu setzen!

  3. Luftbilder und Videos von Veranstaltungen usw. macht man doch heutzutage besser mit Mikrokoptern (oder Quadrokoptern oder wie auch immer).
    Die kleinen Dinger sind viel agiler und um vieles günstiger.

  4. Bevor denen 200? der Prototyp bei nem Sturm abhanden kam, gab es das Projekt Cargolifter in der Nähe von Berlin, die hatten den gleichen Plan. Der Hangar war so groß, das die ihr eigenes Wetter hatten. Jetzt isses das verdammte „Tropical Island“.
    Nimmste halt Helium statt Wasserstoff – die Deutschen hatten in den 30ern keins – und schon sind se sicher, umweltfreundlich und verdammt, wie gern will ich mal so ein hunderte meter langes Ding über der Stadt stehen sehen! Crossed fingers und ein hoch auf Graf Zeppelin! Wäre Hindenburg nicht passiert, gäbs die heute eh noch.

    Wusstet Ihr, daß die Aussichtsplattform des Empire State in NY ne Übersee-Luftschiff-Andockrampe war? Das würd ich gern nochmal erleben!

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Advertising