Übergewicht: Grundschulen überwachen Kantinenverzehr mit Kameras

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Das Essen an öffentlichen US-Schulen hat generell keinen guten Ruf. Zu fettig und zuckerhaltig und zu wenig gesunde Sachen. Das führt oft dazu, dass Kinder zu dick werden. Einige Schulkantinen haben sich nun für einen High-Tech-Ansatz entschieden, Kinderübergewicht zu bekämpfen.

2 Millionen US-Dollar hat das System gekostet, das die Grundschulen in San Antonio in Texas implementiert haben. Es verwendet Kameras, um Barcodes auf Tabletts einzulesen, die von den Kantinenmitarbeitern abhängig vom ausgegebenen Menü aufgeklebt werden.

So erfahren die Verantwortlichen, wieviele Pommes, Bohnen, Hamburger, Pizza, Cola etc von jedem einzelnen Schüler gefuttert wurden. Da die Zusammensetzung der Lebensmittel bekannt ist, lässt sich ausrechnen, welche Inhaltsstoffe die Schüler verzehren. So kann auch gemessen werden, ob sich die Schüler richtig ernähren oder ob der Speiseplan geändert werden muss.

Und es gibt ausnahmsweise einmal keine Datenschutzbedenken. Die Gesichter der Schüler sind nicht zu sehen und die Eltern müssen zustimmen, dass ihre Kinder an dem Programm teilnehmen dürfen. [Sam Biddle / Andreas Donath]

[Via Reuters, Boing Boing]

Foto: avlxyz

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  1. Es wäre vermutlich günstiger gewesen, einfach gesundes Essen anzubieten und den Rest eben nicht … da hätten sie mir dann auch die 2 Millionen für die Idee geben können

  2. Sollte man, da das Ergebnis ja wohl klar ist nicht direkt in den Schulen gesünderes Essen ausgeben? Dies gilt übrigens nicht nur für die USA. BMI Durchschnitt im Vergleich: USA = 28 / D = 27,2 (Männer, 2008, wahrscheinlich inzwischen noch gestiegen). Ein BMI von 20 – 25, je nach Alter, Körpergröße und Geschlecht gilt als ideal. Auf jeden Fall können die sich die 2 Mio. grad sparen.

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