Ein lasergesteuerter Rollstuhl

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Wer behauptet Rollstühle seien langweilig wird hier eines besseren belehrt. Die Universität Lulea in Schweden hat nämlich einen neuen Rollstuhl entwickelt, der über einen innovativen navigierbaren Laser verfügt.

Mit diesem ist der sehbehinderte Nutzer in der Lage den Rollstuhl selbstständig zu bedienen und damit zu fahren. Der Laser tastet die Umgebung während der Fahrt ab und erstellt dann davon eine 3D Karte.

Um dem Sehbehinderten das Ergebnis auf eine nicht-visuelle Weise darstellen zu können, werden die gesammelten Informationen an ein haptisches Interface weitergeleitet. So kann der Nutzer zwar die Tür vor sich nicht sehen, aber fühlen. Mit einem Joystick kann er dann jedes Hindernis umfahren.

Diese Technik ist nicht einfach ein Konzept, sondern es wurde ein erstes Modell bereits gebaut und getestet. Der Blinde Daniel Innala Ahlmark war der Erste, der den Rollstuhl ausprobieren durfte.

Er navigierte das Gefährt problemlos in den Räumen der Universität und bestätigte, dass er sich zu keinem Zeitpunkt unsicher fühlte. In den nächsten fünf Jahren soll ein Modell entwickelt werden, das endlich auch in die Produktion gehen kann. [Kelly Hodgkins/Helene Gunin]

[via Gizmag]

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  1. Schön, dass in solchen Bereichen weitergearbeitet wird. Nur wird sich das nicht jeder leisten können… Und nicht jede Krankenkasse sieht es ein sowas zu bezahlen

    1. Ja in dem Bereich ist mind. soviel Innovation wie bei Autos die Technik wächst weiter, es ist nicht so das es nur rollstühle gibt die Rollen, sondern den Leuten ihre Mobilität wieder geben und ein Stück Lebensqualität … es gibt über Kopf-/Finger-/Tablet-/Saug-Blassteuerung eigtl sehr viele möglichkeiten für verschiedene Krankheitsbilder daher sowas ist eine sehr gute Sache, der nächst logische Schritt wären Exoskelette inbesondere für motorisch Benachteiligte in dem Fall wie oben beschrieben nicht. Ach ja und die Krankenkassen im übrigen sind die größten Abzocker Bedürftige müssen Mittlerweile per Gericht auf Mobilität klagen weil den Kassen die e-Rollstühle einfach zu Teuer sind … alles Verbrecher vorallem die AOK!

      Wunderwelt Technik

  2. Schlecht geschrieben…
    Was bitte soll ein „navigierbarer Laser“ sein? Das ist ein normaler SICK 2D Laser mit dem kann man auch nur 2D Karten erzeugen, es sei denn der ist auf einer Pan/Tilt Einheit montiert. Also wo bitte sollen da die 3D Karten herkommen?!

    1. navigierbarer Laser, lasergesteuerter Rollstuhl… puh…

      Das Projekt erinnert mich stark an ein Jugend-Forscht-Projekt vor ein paar Jahren an meinem ehemaligen Gymnasium.
      Die haben auch mittels eines Laserscanners einen selbstständig handelnden Rollstuhl entwickelt. Dieser konnte natürlich auch „nur 2D Umgebungskarten“ erstellen und daher nur Hindernissen ausweichen die nicht über dem Boden „Schweben“, also in irgendeiner Weise aufgehängt waren. Aber für Schüler ein wirklich bemerkenswertes Projekt, wurde vielfach ausgezeichnet.
      Der Rollstuhl funktionierte tadellos.

      Die „Weiterentwicklung“ mit dem haptischen Feedback find ich gut!

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