Die besten neuen Funktionen von Windows Phone Mango

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500 neue Funktionen - so bewirbt Microsoft-Chef Ballmer das erste große Update für das nun schon fast ein Jahr alte Windows Phone 7, Codename "Mango". Lecker!

Einige dieser Funktionen hat Ballmer bereits vorgeführt. Fangen wir mal mit den Groups an, den Gruppen. Die könnt Ihr Euch vorstellen wie eine Buddylist. Ihr könnt darüber den ganzen Social-Network-Kram nach Personen filtern und Euch so zum Beispiel auf die Menschen konzentrieren, die Euch wirklich wichtig sind. Außerdem lässt Euch Mango über Facebook und Windows Live Messenger chatten.

Hübsch ist, dass Ihr Chats über verschiedene Medien hinweg fortsetzen könnt, ähnlich wie bei webOS. Ihr könnt also zum Beispiel per SMS beginnen und dann auf Facebook fortfahren. Dass man endlich alle E-Mails verschiedener Postfächer bzw. alle Termine verschiedener Kalender in einer gemeinsamen Übersicht anzeigen lassen kann, ist mehr als überfällig. Das selbe gilt auch für Twitter.

Die Demo der Sprachsteuerung fanden wir recht beeindruckend. Da kommt eine SMS herein, während man Musik hört. Das Handy liest die Nahcricht vor, man spricht die Antwort, diese wird in Text übersetzt und ebenfalls per SMS zurückgeschickt. Weiter mit Musik.

Das SkyDrive ist künftig tiefer in die mobile Ausgabe von Microsoft Office integriert als bisher. Xbox Live wurde vollständig überarbeitet. Freut Euch auf richtige Avatare, gescheite Vergleichsmöglichkeiten mit den Leistungen Eurer Freunde und vieles mehr.

Multitasking hat Microsoft anständig gelöst, indem man technisch Android und iOS imitiert und den App-Wechsel ähnlich dem von webOS gestaltet hat – aber nicht ganz so hübsch. Entwickler freuen sich über die Möglichkeit, künftig XNA und Silverlight in einer App mischen zu können. Dadurch können ganz gewöhnliche Apps wie zum Beispiel die von British Airways komplexe Inhalte wie einen 3D-Rundgang durch ein Flugzeug enthalten. Über App-Shortcuts könnt Ihr von einer Kachel direkt zu einem bestimmten Teil einer App springen. Um beim Beispiel zu bleiben – direkt zum Flugticket.

In Sachen Internet scheint Microsoft der Konkurrenz nun wirklich echte Konkurrenz zu machen. Um die Leistungsfähigkeit von Internet Explorer 9, der Teil von Mango ist, zu demonstrieren, hat man mehrere Smartphones nebeneinander aufgereiht und die selbe Test-Webseite aufgerufen. Während das iPhone 4 noch nichts anzeigte, brachte es der BlackBerry Torch bereits auf 4 Frames pro Sekunde, das Samsung Charge (Android) auf 10 FPS und IE auf 27. Mal gespannt, wie sich der Browser im echten Leben schlägt.

Vollmundig verkündet Microsoft: „Bing ist keine App, sondern ein integriertes Erlebnis“. Quick Card verwandelt eine Suche nach „Wasser für Elefanten“ (ein Film) von einem Haufen Links in eine nette Zusammenstellung nützlicher Informationen, sortiert nach Zeit und Ort. Neben Aufführungszeiten im Kino und Filmkritiken bietet Quick Card auch Karten und sogar einen Veranstaltungskalender für den Madison Square Garden.

Local Scout ist ein neuer Teil von Bing, der ähnlich funktioniert wie Google Places und ganz gut aussieht. Die App zeigt Euch Dinge, die Ihr in Eurer Umgebung tun oder sehen könnt. Microsoft verkauft das als eine Funktion, mit der Ihr zum „Eingeborenen“ werden könnt, egal wo Ihr Euch gerade aufhaltet.

Die visuelle Suche leistet ziemlich genau das, was man von ihr erwarten darf. Sie scannt Buchumschläge, QR Codes, DVDs und bringt Euch dann zum Beispiel zu einem Preisvergleich.

Am Rande der Vorführung verkündete Microsoft, dass die ersten 4G Phones von Samsung, LG und HTC stammen werden. Nokias Windows Phones werden direkt mit Mango ausgeliefert.

Fazit? Was Microsoft gezeigt hat sieht schick und durchdacht aus. Aber vieles davon ist eben auch Kram, den Windows Phone schon letzten Sommer hätte können sollen. Und bislang gibt es noch keinen Veröffentlichungstermin für Mango. Manch einer munkelt bereits, dass es bis 2012 dauern könnte. Die anderen mobilen Betriebssysteme werden sich bis dahin ebenfalls weiterentwickeln – und so könnte Mango schon beim Start wieder ziemlich alt aussehen. [Matt Buchanan / Andreas Donath]

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  1. Wieso denn? Der letzte Satz macht durchaus Sinn. M$ soll sich aus dem Markt raushalten, alles eher schwach. Keiner braucht ein Windows Mongo Phone 7

  2. Solange ein Win-livekonto gebraucht wird, lasse ich die Finger davon. Das ist doch der letzte Rotz. WIll meine Emails frei über POP/Imap abrufen.

    1. Informieren ist das halbe Leben: Keiner braucht zwingend das live-konto, ist nur interessanter. POP / IMAP geht auch so. Und IPhone macht es schon immer so, dass man „Mitglied“ werden muss und keiner meckert….

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