Japan: Fernseher mit Kamera wertet Zuschauerverhalten aus

nhk

Google träumt schon lange von Hardware, die genau mitkriegt, wer gerade vor dem Fernseher sitzt, und welche Art von Werbung man passend zu den Vorlieben der Zuschauer einblenden könnte. Der japanische Fernsehsender NHK testet diese Funktion nun wirklich mit einer Eigenentwicklung.

Nach Angaben von New Launches läuft die noch experimentelle Software auf einem Tablet und verwendet dessen Kamera, um die Gesichter der Fernsehzuschauer zu erfassen und deren Interesse und Gemütslage durch Gesichtserkennung auszuwerten.

Das Interesse des Zuschauers wird durch die Beobachtung seines Gesichts, deiner Mimik und seiner Bewegung versucht zu berechnen. Ändert sich der Gesichtsausdruck für einige Zeit nicht, nimmt die Maschine an, dass sich der Zuschauer auf das Fernsehprogramm konzentriert. Bald soll die Software auch erkennen, ob der Zuschauer eher zufrieden oder eher ärgerlich ist.

Mit diesen Informationen soll der Fernseher dann Sendungen empfehlen, die den Anwender interessieren könnten. Dazu wird ausgewertet, wie er sich bei ähnlichen Sendungen zuvor verhalten hat. Und bestimmt wird man so auch irgendwann auf die Idee kommen, passende Werbeeinblendungen vornzunehmen. Ziemlich erschreckende Vorstellung, findet ihr nicht auch? [Adrian Covert / Andreas Donath]

[Via Nikkei, New Launches]

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  1. > Ziemlich erschreckende Vorstellung, findet ihr nicht auch?
    Nein. Wer sich so ein Gerät auch noch zulegt (bzw. die Funktion nicht deaktiviert), der hat sein Schicksal selbst gewählt.

  2. So etwas gab es doch hier doch auch schon. In der Uni haben wir uns auch mal mit Werbung beschäftigt und da kamm das Thema Zuschauer-zahelen auf.

    Heute funktioniert die Zählung wohl so das ausgewählte Leuten eine Gerät zu Hause hat auf der hin und wieder ein Knopf gedrückt werden muss um zu sehen ob der Zuschauer noch zusieht oder bereits eingeschlafen oder alternativ abwesend ist – damit wird dann gezählt ob und was geschaut wird.

    Es gab auch versuche in bei denen zusätzlich eine Kamera den Zuschauer beobachtet hat, nur war das was der Beobachter zu sehen bekamm nicht so „toll“ und hat sich nicht durchgesetzt.

    Soweit meine Erinnerungen, da lässt sich bestimmt bei Wikipedia oder GfK-Index mehr dazu finden.

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