Gericht verurteilt Mann zu 100 Entschuldigungs-Tweets

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Es ist das moderne Äquivalent zum Entschuldigungsschreiben an der Tafel: Ein Gericht in Malaysia verurteilte den Internet-Aktivisten Fahmi Fadzil dazu, 100 Tweets mit Entschuldigungen zu posten. Hoffentlich kennt Fadzil Copy und Paste.

Was hat Fadzil verbrochen? Im Januar dieses Jahres schrieb er auf Twitter, dass eine seiner Bekannten von ihrem Arbeitgeber misshandelt wurde – der ein Magazin von BluInc Media betreut. Sauerei!, Gemeinheit!, Verbrecher! Auch wenn Fadzil schon einige Stunden später aus eigenen Stücken eine Entschuldigung schrieb, ging die Sache bereits vor Gericht.

Innerhalb der nächsten drei Tage muss Fadzil nach dem Urteil nun 100 Mal um Entschuldigung bitten. Mit Tweets. Irgendwie eine sehr lächerliche Strafe. [Brian Barrett / Tim Kaufmann]

[Via Fahmi Fadzil, The Next Web]

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  1. Na ja, lächerlich finde ich so etwas nicht, sondern kreativ. Ne witzigere Strafe wäre, wenn er sein Twitteraccount löschen müsste.

  2. hmmm… soviel mal wieder zum thema meinungsfreiheit….

    und zum punkte „verbot für 2 Jahre“ etc….
    sowas ist eigentlich eine recht ernste sache, teilweise bekommen sexualstraftäter „internetverbot“. wurde doch erst vor ein paar tagen auch von giz berichtet ;)

  3. Könnt ihr doch bitte wenigstens richtig abschreiben? des englischen solltet ihr doch so halbwegs mächtig sein oder? eine „out-of-court decision“ ist keinesfalls ein urteil, sondern eine aussergerichtliche einigung.

    und ich persönlich halte solche anschuldigungen durchaus für anfechtbar, oder hättet ihr es gern wenn jemand in die welt herausschreibt dass ihr x vergewaltigen würdet (vermutlich mit entsprechenden polizeilichen folgen)

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