Das ist iCloud

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Aus einem Gerücht ist Wahrheit geworden: Apple startet im Herbst iCloud, ein cloudbasiertes Angebot, über das sich alle Eure Geräte via Internet miteinander synchronisieren. Das kostet nichts, kann aber viel. Was genau - darum geht's in diesem Beitrag.

Eine Knotenpunkt

iCloud speichert Eure Fotos, Videos, Musik, Kontakte, Kalender, E-Mails und andere Dateien. Diese sind dann von jedem Gerät aus verfügbar, ganz gleich ob es sich dabei um iPhone, iPad, iPod Touch, AppleTV oder den Mac handelt.

Es ist gratis

iCloud ist kostenlos. Jeder Nutzer erhält 5 GByte, auf denen er speichern kann, was er möchte.

iTunes wandert in die Cloud

iTunes merkt sich, welche Songs Ihr dort gekauft habt. Eure Einkäufe könnt Ihr ohne Mehrkosten auf bis zu zehn Geräte übertragen. Wenn Ihr auch nicht bei iTunes gekaufte Songs über die Cloud verfügbar machen wollt, müsst Ihr für 25 US-Dollar im Jahr iTunes Match kaufen. Diese Funktion gleicht Eure lokal gespeicherten Songs mit der iTunes-Datenbank ab. Alle Songs, deren Besitz Ihr auf diese Weise nachweist, könnt Ihr anschließend als 256 kbit AAC-Dateien ohne Kopierschutz via Cloud mit Euren diversen Geräten synchronisieren.

iOS und OS X Apps integriert

Viele der bislang als MobileMe bekannten Funktionen werden künftig über iCloud realisiert und sind bereits in entsprechende Apps von iOS 5 integriert. Fügt Ihr Eurem Adressbuch auf dem iPhone einen Kontakt hinzu, wird dieser via iCloud und Internet automatisch in Eure anderen Adressbücher übertragen. Genauso geht das auch mit neuen Kalendern und Terminen, die Ihr in diese eintragt. Außerdem erhält jeder iCloud-Nutzer eine persönliche E-Mail-Adresse. Nachrichten, die dort eingehen, werden sofort auf das iPhone übertragen und stehen natürlich auch auf den übrigen Geräten zur Verfügung.

Foto-Streaming

Ab iOS 5 werden Bilder, die Ihr mit dem iPhone, iPad oder iPod Touch aufnehmt, auf Wunsch automatisch in die iCloud übertragen und von dort aus auf Eure übrigen Geräte kopiert. Auf Apples iCloud-Servern bleiben bis zu 1.000 Bilder maximal 30 Tage lang gespeichert. Foto-Apps auf den verschiedenen Apple-Geräten erhalten eine neue Funktion namens Fotostream, die die in iCloud gespeicherten Bilder anzeigt.

App-Historie

Sich daran zu erinnern, welche Apps man im AppStore gekauft hat, kann schwierig sein, insbesondere wenn man alle Käufe auf einmal neu herunterladen möchte. Künftig merkt sich die iCloud alle Eure Einkäufe und überträgt sie auf Wunsch oder automatisch auf Eure Geräte.

Kompatibel zu iWork

Nun, wo iWork nicht mehr nur auf dem iPad und den Macs, sondern auch auf iPhone und iPod Touch verfügbar ist, macht es auch Sinn, dass Dokumente über iCloud automatisch auf alle Eure Geräte synchronisiert werden. Konkret funktioniert das für Pages, Numbers und Keynote.

Drittanwendungen

Entwickler von Anwendungen für OS X und iOS können über neue APIs auf iCloud zugreifen und dort Daten speichern. Zum Beispiel könnte Evernote dort Eure Daten ablegen.

Tägliche Backups

App-Historie, Einstellungen, neue Fotos und gekaufte Musik, Bücher, Videos usw. – all das wird automatisch einmal täglich in der iCloud gesichert.

Verfügbarkeit

iCloud wird im Herbst, voraussichtlich zeitgleich mit iOS 5 starten. Wem das zu lange dauert, der kann iTunes in der Cloud schon in den nächsten Stunden ausprobieren, wenn der Beta-Test dafür startet. Voraussetzung dafür ist ein mit iOS 4.3 ausgestattetes iPhone. Am Rande der WWDC war die Rede davon, dass sich der Beta-Test auf das iPhone 4 beschränkt. Wir konnten noch nicht klären, ob es nicht auch mit älteren iPhones klappt. [Tim Kaufmann]

Bilder von MacLife

Tags :
  1. 5GB kostenlosen Speicher gibt es längst für Jedermann bei Amazon.
    https://www.amazon.com/clouddrive

    Das ist aber nicht mein Thema. Das Problem ist das in der Cloud kein zuverlässiger Papierkorb existiert. Weder bei Apple noch sonstwo. Die gelöschten Daten sind nicht weg. Dazu kommt das ein echter Laufwerkschutz nicht gegeben ist. Wer seine Daten auf einem Clouddrive speichert kann genausogut auf Facebook eine Party schmeissen wie die kleine Tessa neulich.

  2. ha -> ist doch schön…
    auf so ein Angebot wie iCloud warte ich schon eine Weile….

    mal davon abgesehen das Dokumente und Bilder mit Vorsicht bzw. von mir aus gar nichts mit der Cloud zu tun bekommen freut sich meine mucke um so mehr

    und ganz ehrlich 25€ für 20.000 eigene Songs in der Cloud ist doch supa

    am geilsten wäre wenn auch eine Anbindung für Konsolen kommt…
    Leidiges Thema -> Mucke vom iPhone auf xbox 360 streamen

    Aber ich hoffe das sich das mit IOS5 auch erledigt hat da die DRM-Geschichte ja wegfällt

    schön schön weiter so Apple

  3. Das ist der Witz! Wenn Google von der Cloud spricht, oder Microsoft, dann kommen sofort die Aufschreie der Leute: “ Die bekommen meine Daten doch niemals!“ „Da bin ich nicht mehr Herr über meine sooooo wichtigen Daten!“
    Bringt Apple sowas an den Start, ist alles supi und jeder freut sich sein Zeug an Herrn Jobs zu übermitteln…
    Wie ich die Dummheit der Menschen hasse :)

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