Die coolsten Windows-Funktionen auch unter Mac OS X nutzen

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Wer gerade frisch auf Mac OS X gewechselt hat und nun heimlich manchen Windows- 7-Funktionen hinterhertrauert, der kann mit einigen Programmen durchaus nachbauen, was unter Mac OS X fehlt. Wir stellen euch dazu zahlreiche Programme vor, mit denen man das Beste aus beiden Welten vereinen kann.

Einige Windows-Nutzer reden von Neid auf Mac-Systeme – aber man hört viel seltener, dass Mac-User die Anwender von Windows um Funktionen beneiden. Auch wenn Windows 7 einige ziemlich coole Funktionen hat, die es auf Mac OS X nicht gibt.

Die produktivitätssteigernde Funktion Aero Snap, mit dem Fenster mit einer Mausbewegung auf die Hälfte des Bildschirms oder in den Vollbildmodus maximiert werden können – die gibt es bei Mac OS X schlicht nicht. Aber mit etwas Zusatzsoftware kann diese Funktion problemlos nachgebildet werden.

Einige der hier erwähnten Anwendungen sind leider Shareware und nicht kostenlos. Wir haben uns nach kostenlosen Alternativen umgesehen und sie auch erwähnt, wenn wir sie gefunden haben – aber leider gibt es einige Programme nur gegen Geld – wobei praktisch immer kostenlose Testversionen erhältlich sind.

Und man sollte bedenken – auch wenn 5 bis 10 Euro eine Menge Geld für ein Utility sind – wenn man es jeden Tag einsetzt und seine Freude daran hat, dann relativiert sich der Preis.

Fenster maximieren

Eine der ärgerlichsten Angewohnheiten von Mac OS X sind die Fenster-Buttons oben links. Es gibt die Möglichkeit, Fenster zu schließen, zu minimieren und mit dem grünen Punkt auch zu maximieren. Aber was passiert, wenn man auf Maximieren klickt? Nicht das, was man unter Windows kennt. Das Fenster wird nur soweit vergrößert, bis sein Inhalt komplett zu sehen ist – und das bedeutet meistens nie einen echten Vollbildmodus. Mit dem angekündigten Mac OS X 10.7 (Lion) mag sich das ändern, aber aktuell ist die Fenster-Maximieren-Lösung von Apple etwas seltsam: Wenn man sich auf ein einzelnes Programm konzentrieren will, muss man es mit der Maus groß ziehen.

Das Programm RightZoom ändert das. Dadurch wird der grüne Button an jedem Mac- Fenster zu einem echten Maximierer. Allerdings ist die alte Funktionalität dann dahin. Dieses Programm kostet nichts. Die beste Alternative heißt Flexiglass und die maximiert das Fenster nur, wenn man mit dem rechten Mausbutton auf das grüne Icon klickt. Beim Klick mit der linken Maustaste wird das Fenster wie gewohnt vergrößert. Flexiglass kostet 10 US-Dollar. Das Programm beinhaltet allerdings noch weitere Fenster-Managementfunktionen, zu denen wir gleich kommen. Übrigens: Die meisten der Aero-Snap-Emulatoren, die im nächsten Abschnitt an die Reihe kommen, haben natürlich auch Maximierungsfunktionen – aber da wird nicht auf den grünen Knopf gedrückt sondern mit Mausgesten oder Tastaturkürzeln gearbeitet.

Fenster-Voransichten

Wenn man mit dem Mauszeiger unter Windows 7 über Programme in der Taskbar streicht, werden kleine Vorschaufenster eingeblendet. Das ist recht praktisch, wenn ein Programm gleich mehrere Fenster offen hat. Vor allem beim Browser hilft die Aero-Peek-Funktion, das gewünschte Fenster zu finden.

Unter Mac OS X kann man mit einem Rechtsklick ins Dockicon ebenfalls die offenen Fenster anzeigen lassen. Aber es gibt keine Thumbnails und es ist manchmal nicht leicht, zwischen den Fenstern zu unterscheiden. Es gibt zwar mit der Exposé- Funktion und einem Dauerklick auf das App-Icon ebenfalls eine Fenster-Übersicht, aber das ist nicht das gleiche wie Aero-Peek. Wer lieber das Verhalten von Windows 7 auf Mac OS X haben will, der kann für 10 US-Dollar die Anwendung Hyperdock verwenden. Wenn man dann den Mauszeiger auf ein App-Icon setzt, erscheinen lauter kleine Thumbnails der App-Fenster direkt darüber. Außerdem lassen sich die Fenster direkt schließen. Hyperdock ist eines unserer beliebtesten Mac-Tools und eine der besten Ausgaben, die wir bisher im App-Store getätigt haben. Hyperdock beherrscht auch noch weitere Funktionen, zu denen wir im nächsten Abschnitt kommen.

Aero Snap

Die Aero Snap-Funktion von Windows 7 ist eine der Funktionen, die die tägliche Arbeit mit den Fenstern wirklich erleichtern. Zieht man eine Anwendung mit ihrer Titelleiste an den linken oder rechten Rand, wird sie auf die Hälfte des Bildschirms maximiert. Zieht man sie nach oben, wird sie auf den Vollbildmodus maximiert.

Hier sind unsere Empfehlungen, mit denen man dieses Verhalten unter Mac OS X nachbilden kann.

Hyperdock: Ermöglicht das Fenster-Verteilung auf dem Bildschirm sowohl mit Tastenkürzeln als auch mit der Maus. Außerdem muss man das Fenster hier nicht zwangsläufig an der Titelzeile ziehen.

Flexiglass: Auch Flexiglass kostet 10 US-Dollar. Es unterscheidet sich in einigen Bereichen von Hyperdock. Zwar kann man damit auch Fenster wie bei Aero Peek an die Bildschirmränder klatschen, aber es ermöglicht auch das Maximieren eines Fensters mit einem Rechtsklick auf den grünen Button. Und noch etwas hat es von Windows geerbt. Ein Rechtsklick auf den roten „Fenster schließen“-Button beendet das dazugehörige Programm. Unter Mac OS X wird sonst ja das Fenster nur geschlossen, nicht aber das Programm.

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Leider fehlen Flexiglass die Vorschaufenster über den Dock-Icons, die Hyperdock mitbringt. Wem das nicht wichtig ist, der sollte das Programm unbedingt ausprobieren. Sowohl von Hyperdock als auch von Flexiglass gibt es kostenlose Testversionen.

Cinch: Wer kein Geld ausgeben will, der sollte sich Cinch ansehen. Zwar verlangt der Entwickler ebenfalls 7 US-Dollar, aber die Testversion läuft nie ab sondern erinnert nur beim Start daran, das Programm doch zu kaufen, wenn es einem gefällt. Cinch emuliert die Aero-Peek-Funktion mit der Maus – aber Tastenkürzel gibt es nicht. Wer auf Tastenbedienung steht, benötigt:

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SizeUp. Das Programm stammt vom gleichen Entwickler wie Cinch. Damit kann man Fenster maximieren und halbieren – ausschließlich mit der Tastatur. Hier fehlt die Mausbedienung. Auch hier sind eigentlich 7 US-Dollar fällig, aber wer den Nagscreen erträgt, der kann es auch unbezahlt laufen lassen.

ShiftIt: Dieses Tool ist komplett kostenlos und ermöglicht per Tastenkommando das Maximieren von Fenstern und deren Halbierung an den Bildschirmrändern. Mahnende Worte zur Registrierung gibt es nicht, dafür sind weniger Konfigurationsoptionen enthalten als bei SizeUp.

Ausschneiden und einfügen im Finder

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Im Windows Explorer kann man Datenen ausschneiden und an anderer Stelle einfügen – aber aus irgendeinem für uns nicht nachvollziehbarem Grund geht das unter Mac OS X und dessen Finder nicht. Hier kann man Dateien nur kopieren und einfügen. Ausschneiden ist unbekannt. Mit MoveAddict kann dieses Manko beseitigt werden. Das Tool fügt Tastaturkommandos für diese Funktionen in den Finder ein. Die kostenlose Version ermöglicht das Ausschneiden nur bei einer einzelnen Datei. Wer gleich mehrere Dateien in einem Rutsch ausschneiden will, der muss leider 8 US-Dollar ausgeben.

Fenster-Umschalter

Das Tastenkommando Cmd+Tab schaltet unter Mac OS X zwischen den einzelnen geöffneten Anwendungen hin und her. Aber nicht zwischen deren Fenstern – so wie Windows es kann. Dieses Verhalten kann ziemlich frustrierend sein für Windows- Benutzer – wenn sie nicht einige Zusatztasten drücken – denn eigentlich kann Mac OS X schon zwischen Fenstern einer App umschalten, aber es ist ziemlich krampfig.

Mit dem Fensterumschalter Witch lässt sich das auch einfacher haben – allerdings kostet das Tool stolze 14 US-Dollar. Dafür blendet es die ganze Latte offener Fenster einer Anwendung ein, zeigt sogar Thumbnails davon an und ist mit zahlreichen Konfigurationsmöglichkeiten gesegnet. Wer häufig CMD+Tab verwendet aber damit nicht zufrieden ist, der sollte sich Witch einmal ansehen.

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Windows-Tastenkürzel unter Mac OS X

Wer nicht vollständig auf Mac OS X umsteigt sondern weiterhin beide Betriebssysteme verwendet, dürfte zumindest am Anfang an den unterschiedlichen Tastenbelegungen durcheinander kommen. Command anstelle von Control zum Beispiel – passiert mir recht häufig. Mit DoubleCommand kann man zahlreiche Tastenkommandos von OS X umstellen. Vor allem die Tasten Ctrl, Cmd und Alt. Schaltet man Cmd und Ctrl um, dann hat man wieder das gewohnte Ctrl+C für Kopieren, das man aus der Windows-Welt kennt.

Man wird nie Mac OS X dazu bekommen, genau so zu arbeiten wie Windows – aber ich denke auch nicht, dass das die Mac-Nutzer wollen. Aber man kann mit den oben vorgestellten Tools eine Menge der nützlichen Funktionen von Windows auf Mac OS X übertragen. [Whitson Gordon / Andreas Donath]

[Via Lifehacker]

Tags :
  1. Was soll dieser blödsin immer wen ich Windows Funktionen will kauf ich mir Windows und wen ich MAC Funktionen will nen MAC.
    Falls jemand Spaß daran hat alles an seine Bedürfnisse anzupassen nimmt er Linux.

    1. Was sollen immer diese dummen Beiträge von Menschen die meinen Mac so unfehlbar? Wer solche tool nicht möchte ist nicht gezwungen sie zu nutzen. Aber lasst doch diese unqualifizierten Kommentare!!!

  2. Was hier komplett fehlt ist Breeze http://www.autumnapps.com/breeze/, lässt sich 30 Tage lang testen und kostet 8$.
    Mit Breeze lassen sich so genannte „States“ generieren, zB. maximiert, auf linker Hälfte maximiert, auf Rechter Hälfte maximiert. Gesteuert wird das ganze per Shortcuts (alt+1, alt+2, alt+3), es lassen sich beliebige weitere States konfigurieren.

    Meiner Meinung nach echt echtes „Must Have“ ;)

  3. > Das Tastenkommando Cmd+Tab schaltet unter Mac OS X
    > zwischen den einzelnen geöffneten Anwendungen hin
    > und her. Aber nicht zwischen deren Fenstern – so wie
    > Windows es kann. […] denn eigentlich kann Mac OS X
    > schon zwischen Fenstern einer App umschalten, aber
    > es ist ziemlich krampfig.

    Krampfig? Statt CMD+Tab drückt man einfach CMD+>
    Was ist daran krampfig?
    Und ich persönlich finde diese Unterscheidung sogar viel besser, denn entweder will ich in eine andere Anwendung wechseln oder zwischen den Fenster einer einzigen Anwendung wechseln; selten bis kaum beides gleichzeitig (wie bei Windows), aber jedem das Seine.

    1. genau genommen ist es „cmd+<" ;-))

      Aber ich habe anfangs auch Witch benutzt bis ich diesen Kurzbefehl fand.
      und: ich finde die Unterscheidung cmd+Tab, cmd+< nun auch besser, da bei mehreren Programmen mit mehreren Fenstern nur mit AltTab ganz schön oft getabbed werden kann.
      (btw schätze ich es, dass man die Icons auch per Maus anklicken kann)
      Aber in der Umgewöhnungsphase oder bei häufigem Wechsel, sind die egalisierenden Tools bestimmt hilfreich.

  4. LOL Warum sollte ich so etwas tun?
    ich begleite MS Windows seit 98 und werde es nie tauschen,

    nicht mal wenn MS pleite geht

    Great old times MS DOS

  5. Hey autoren, super Beitrag den ihr da gemacht habt! Hab selbst auch schon ein paar von den Programmen entdeckt aber hier waren selbst dann noch gute Tipps dabei. Bin gespannt was Lion in der Hinsicht noch bietet.

    PS: Die ganzen Programme bekommt ihr sehr bequem über den Appstore.

  6. Wieso soll ich Windowsfunktion unter OS X haben? Etwas so Doofes habe ich schon lange nicht mehr gelesen, seit ich OS X habe. Da gibts nur eine Lösung für das Problem: Bleib bei Windoof!

  7. @Pinacol. oh mein gott. stell dir vor diese funktionen wären in macosx implementiert ich glaube du würdest sie missen denn manch eine ist echt genial wie beispielsweise oben andocken zum vergrößern, oder die direkten voransichten. statt längeres drücken wie es in snow leopard gelöst ist und dort sieht man die Browsertaps dann doch nicht. Also kommt gebt zu manche dinge sind nun mal genial auch wenn es aus der ach so gehassten windoooooofs welt kommt. bleibt neutral, auch von der konkurenz kann man lernen…

  8. @Pinacol. oh mein gott. stell dir vor diese funktionen wären in macosx implementiert ich glaube du würdest sie missen denn manch eine ist echt genial wie beispielsweise oben andocken zum vergrößern, oder die direkten voransichten. statt längeres drücken wie es in snow leopard gelöst ist und dort sieht man die Browsertaps dann doch nicht. Also kommt gebt zu manche dinge sind nun mal genial auch wenn es aus der ach so gehassten windoooooofs welt kommt. bleibt neutral, auch von der konkurenz kann man lernen…

  9. Auf meinem iMac 27 hat man täglich Probleme die ganzen Fenster effizient anzupassen. Das kostet jedes mal so viel unnötige Zeit. Da soll sich Apple mal bei Windows und auch bei Linux abschauen und es gekonnt implementieren.

  10. Am besten lässt sich das Problem lösen, indem bei diesen Fragen bei Windows geblieben wird. Fertig und alle sind glücklich. Es wird ja wahrlich niemand gezwungen.

  11. Bei manchen Funktionen wäre es schon wünschenswert, wenn Apple diese selbst implementiert, aber jeder soll eben das verwenden was ihm zusagt.

    Es wird ja keiner gezwungen …

  12. Komme zwar 4 Jahre zu spät mit meinem Kommentar… aber jeder der schreibt, dass ja Apple das einzig Wahre ist… verwendet sein Apple-Gerät vermutlich zum Surfen und zum cool sein.
    Beide Systeme haben seine Vor- und Nachteile. Nur ist es Fakt, dass man unter Windows schneller arbeiten kann, da man sich einige Klicks und Animations-Zeiten sparen kann. Was nicht bedeutet dass Mac OS X schlecht ist, sondern anders als Windows.

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