Kurztest: Samsung Chromebook ist für die Zukunft, nicht für die Gegenwart

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Samsungs Chromebook unterscheidet sich nicht nennenswert vom Prototyp CR-48 aus dem Dezember 2010. Es wurde etwas dünner und gefälliger, aber sieht man einmal von dem aktualisierten Atom-Prozessor ab, dann ist es mehr oder weniger noch das selbe Gerät.

Wer in Sachen Chromebook bzw. dem darauf laufenden Chrome OS von Google noch nicht auf der Höhe der Zeit ist – bitte sehr: Chrome OS ist kein vollwertiges Betriebssystem wie Windows, sondern eine Plattform, die komplet in Googles Browser Chrome läuft und in erster Linie dem Ziel dient, Euch mit allen möglichen Online-Diensten zu verbinden. Ohne Online-Verbindung taugt das Chromebook nur zum Briefbeschwerer.

Vorteile

Das Chromebook ist sehr einfach. Internet und sonst nichts. Wer sich mit Chrome auskennt und im Web zuhause ist, der kommt auch auf Anhieb mit dem Chromebook klar. Der Akku hält ewig, einen ganzen Arbeitstag lang. Allerdings erkauft man sich diese Akkulaufzeit mit ein paar Nachteilen.

Nachteile

Chrome OS ist längst nicht fertig und bei den Chrome „Apps“ handelt es sich zumindest derzeit noch um ziemlich normale Webseiten. Gut, das kann man der Hardware nicht anlasten, aber schließlich kauft man das Chromebook ja als Paket aus Hardware und Software. Trotz des Dual-Core-Prozessors tut sich das Chromebook schwer mit Flash. SD-Video ist ok, aber HD-Videos ruckeln. Das selbe gilt für 3D-Spiele im Netz. Das könnte man vielleicht verschmerzen, wenn das Chromebook besonders leicht oder dünn wäre, aber da gibt es andere Geräte, die ein besseres Verhältnis aus Größe und Leistung bieten. Das Trackpad ist nervös, das Display hat einen merklichen Blaustich und die glänzend weiße Oberfläche der Außenseiten wirkt etwas schäbig.

Technische Daten

Das Chromebook in der getesteten Version kommt mit einem 12,1 Zoll großen, mit 1.200×800 Pixeln aufgelösten Display daher und wiegt rund 1.496 Gramm. Es beherbergt einen 1,66 GHz Atom N570 Prozessor, 2 GByte RAM sowie eine 16 GByte SSD, WLAN, 3G (GSM+CDMA), SD und USB. Die Akkulaufzeit wird mit 8,5 Stunden angegeben. Es soll 500 US-Dollar kosten.

Erste Chromebook-Modelle lassen sich übrigens seit kurzem bei Amazon Deutschland vorbestellen, die Auslieferung beginnt am 24. Juni. Mehr dazu bei den Kollegen von ITespresso.de, die ebenfalls ein Samsung-Chromebook ausprobiert haben.

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  1. Wozu ist das Ding dann da wenn es ohne Internet unbrauchbar wird? Da legt man sich zum selben Preis ein Tablet Dingens zu und hat mehr davon, ne?

  2. Jetzt Mal ehrlich!
    Auf nem Tablet PC oder iPhone sind die meisten Apps auch mit Internetvoraussetzung!
    Wenn ich mal kein Internet mit meinem iPod habe, dann benutze ich den auch fast garnicht.
    Das einzige, was wirklich offline läuft sind Spiele, aber ich spiele lieber an der PS3 als auf dem iPod. Nur kleine Zwischendurchspiele, wie Tiny Wings nutze ich. (Trotzdem hab ich alle Möglichen SPiele, von Nova 1, 2 & Modern Combat 1 & 2 bis hin zu Fruit Ninja & Cut the Rope. Bei Nova & Modern Combat macht das Spielen auch nur im Internet SPaß, also!

    Für mich ist das Chromebook perfekt! Apps laufen zum Teil auch offline und der Rest findet im Internet statt.
    Wenn ich mich zwischen Acer & Samsung entscheien müsste würde ich das Acer Cromia nehmen, weil es HDMI hat und das Akku sowie SSD & RAM leicht zu erreichen sind.
    Außerdem ist es günstiger ;)

    Aber vielleicht warte ich noch ab, bis ein Chromebook mit AMD APU oder einem besseren Atom Prozessor kommt. Den auf HD Videos verzichte ich ungerne…

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