Google+ Das neue soziale Netzwerk von Google

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Was sich zunächst anhört wie Comicsprache, ist tatsächlich Googles neues soziales Netzwerk Google+. Das Projekt ist neben Google Mail, Android und Chrome (und der Suche) das wichtigste, das Google in der letzten Zeit startete.

Google+ ist der Versuch, das Schiff auf neuen Kurs zu bringen. Googles Schiff. Bei sozialen Netzwerken hatte das Unternehmen bisher kein glückliches Händchen. Buzz und Wave waren beides Rohrkrepierer, deshalb muss Google+ nun endlich ein Erfolg werden.
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Google+ ist weitaus mehr als nur ein Sharingdienst für Fotos, Chat und Freundefunktion. Das Webangebot soll die Art und Weise ändern, wie wir Informationen austauschen und kommunieren. Zu hoch gegriffen? Möglich. Google will die Nuancen und die Tiefe des Informationsaustauschs in persönlichen Gesprächen in die Computerwelt übertragen.

Google+ besteht aus mehreren Teilen. Drei Stücke wurden heute angekündigt und ein vierter grob umrissen.

Circles

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Hier kann man angeben, welche Informationen mit wem geteilt werden. Circles bilden die Beziehungen zu anderen Menschen ab – und unterscheiden nicht nur zwischen „Freunden“ und Familie. Anders als bei Facebook muss man sich jedoch nicht bei Google+ anmelden, um in einen Circle aufgenommen zu werden. Wenn jemand in einen Zirkel aufgenommen werden soll, kann man ihm auch per E-Mail ansprechen. Er sieht dennoch die Dinge, die man mit ihm teilt.

Sparks

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Über Sparks („Funken“) kann man sich themenzentriert mit neuen Informationen versorgen lassen – mit Artikeln, Videos und Fotos. Anders als bei Twitter-Feeds wird das durch einen Algorithmus erledigt und nicht etwa durch die Arbeit von Menschen.

Hangouts

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Mit Hangouts stellt Google eine Video-Chatfunktion für bis zu 10 Anwender zur Verfügung. Die Teilnahme soll zwanglos sein – ein kommen und gehen von Teilnehmern soll an der Tagesordnung sein und etwas Lagerfeueratmosphäre soll auch dabei heraus springen.

Mobilfunk

Googles mobile Anwendung für Google+ verknüpft Funktionen von Handys mit der sozialen Plattform. GPS und SMS sind neben der Kamera eng damit verbunden. An den eigenen Zirkel kann man zum Beispiel seinen Standort übermitteln. Video- und Bilduploads vom Handy können in Fotoalben eingebunden werden und werden über die Cloud über alle Geräte des Anwenders hinweg synchronisiert. Sie lassen sich natürlich mit anderen Teilnehmern teilen.

Huddle

Huddle ist die derzeit letzte Komponente von Google+. Das Werkzeug ist ein Gruppenchat für Mobilfunkgeräte, mit dem man innerhalb der Zirkel kommunizieren kann.

Google+ wird erst einmal für Android und im Web unter plus.google.com für andere mobile Endgeräte angeboten. Eine normale Webapp für Desktop-Rechner soll bald folgen. Noch kann man nur auf Einladung bei Google+ mitmachen – für die Allgemeinheit bleibt das Projekt erst einmal unsichtbar. [Mat Honan / Andreas Donath]

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  1. es sieht ja alles nicht schlecht aus … aber „you trie to hard!!!“

    findet euch damit ab, dass facebook erfolg hat in etwas, was ihr nicht könnt!
    alles andere läuft doch … und geld verdient ihr doch auch so, ne?

  2. Zitat: „Anders als bei Facebook muss man sich jedoch nicht bei Google+ anmelden, um in einen Circle aufgenommen zu werden. Wenn jemand in einen Zirkel aufgenommen werden soll, kann man ihm auch per E-Mail ansprechen. Er sieht dennoch die Dinge, die man mit ihm teilt.“
    Das heißt, wenn man sich mit seiner Mail Adresse bei Google registriert hat? Was genau heißt „Er sieht dennoch die Dinge, die man mit ihm teilt.“?

  3. Ach Google…
    Google will Weltherrscher werden.
    Ich glaube Google wird NOCH schlimmer als Facebook, wenn es es überhaupt an den Markt schafft, siehe allein die google adds auf 90% des www.
    Oder Street View, whatever.
    Ich denke nicht das Google da eine Chance hat mit Facebook mitzuhalten, Facebook hat jetzt schon Jahrelange Erfahrung und killt selbst meinVZ und co.
    Google wird es verdammt schwer haben, klar werden sich vielleicht einige denken, „hey, was neues, gucken wir uns das mal an Facebook macht eh nur Probleme“
    Aber gut, ich denke nicht dass das was wird.

    P.S.: Sehr schöner Beitrag Herr Donath.

  4. Wirklich gut find ich das mit den „Circles“, wenn Facebook das einführen würde hätte man endlich mal gut konfigurierbare Privatsphäre-Einstellungen. Ist wahrscheinluich eh nur ne Frage der Zeit bis sich Facebook von Google „inspirieren“ lässt ;)

  5. Also ich hab heut früh in meinem Postfach ne Einladung zu google+ erhalten und ich muss sagen, es sieht ziemlich cool aus. Gefällt mir! Wenn sich viele meine Freunde auch dafür entscheiden, es zu benutzen: Tschüss Facebook!

  6. Es gibt ja schon die Gruppenfunktion in facebook, mit der man Personen einem bestimmten „Circle“ zuordnen kann. Nach der Ankündigung von google dürfte es nicht lang dauern bis facebook mal ein paar sinnvolle Veränderungen bringt.

    Seit der Kooperation mit Microsoft kam bis jetzt nur die Face Recognition zustande. Die könnten zusammen mit Skype so vieles machen, aber lassen sich iwie Zeit.
    Man könnte z.B. mal den langweiligen facebook-Chat zum Live Messenger umfunktionieren, mit dem man auch Dateien verschicken und Fotos angucken kann ohne sie uploaden zu müssen. Aber ich denk mal, wenn das Projekt mit den facebook E-Mail- Adressen erfolgreich verläuft, erwartet uns sowas.

    Dennoch ist die Grundidee von google noch ein Stück weiterführender als die von facebook. Während die zusammen mit Microsoft an Social Surfing arbeiten (in IE 8 integriert), scheint es, als ob google mit +1 grad überholt hätte. Liegt natürlich auch daran, dass googel einfach die größte Suchmaschine der Welt beinhaltet und man die Bevorzugung von Webseiten durch eben Circles sehr gut integrieren kann und folglich ein extrem großes Publikum erreicht. Bing hingegen bleibt völlig auf der Strecke.

    Ob es eine Chance hat bleibt offen, denn die wenigsten haben Lust andauernd hin- und herzuziehen, zumal sich facebook schon zu sehr ins alltäglich Leben integriert hat. Trotzdem gab es bis jetzt einfach nur noch kein vergleichbares Netzwerk zu facebook in dem Größenausmaß wie google es jetzt startet. Deshalb wohl der erste richtige Mitstreiter neben facebook, weswegen ich sehr gespannt bin, ob die Sache erfolgreich wird oder nicht.

    Würd mich persönlich freuen, da die Möglichkeiten mit Chrome/Chrome OS, Android und einem google-Konto fast keine Grenzen kennt im Gegensatz zu facebook, WIndows Live, iOS & Windows Phone, iTunes & Zune, IE & Firefox & Opera etc.

  7. Mit Suchmaschine, Maps und Earth hat Google allen Nutzern im Internet innovative und nützliche Anwendungen zur Verfügung gestellt. Chrome ist ein stabiler und schneller Browser und wenn Google+ noch eine Verbindung über die komplette Breite der von Usern genutzten Geräte wie Computer, Handy, Tablets schafft und Anwendungen von Mail über Videochat zu SMS unabhängig von Nutzerplattformen vernetzt, dann ist ein neuer großer Wurf möglich der sich mit der Zeit auch durchsetzen wird. Es ist nicht immer wichtig der Erste zu sein wie Microsoft mit MS-DOS uns später Windows bewiesen hat. Google+ könnte sich ähnlich entwickeln.

  8. Ich blick da noch nicht richtig durch…

    Plus+1 die Funktion ganz nett aber Großteil nutzt diese Funktion glatt Null
    Total verwirrend finde ist die duzende Verknüpfungen bei Google also ich finde mal zusammen legen… ich habe bestimmt 10 vers. Sachen von Google angemeldet ob es früher Orkult war Plus1 , oder Alerts und

    Mir sagt noch nicht zu, da muss Google viel nach bessern.

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