Kurztest: Sportuhr Garmin Forerunner 610

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Sich in Form zu bringen ist schwer! Ein gutes Gadget kann Euch aber über die mit dem Training verbundenen Anstrengungen hinwegtrösten. Zum Beispiel das Forerunner 610, eine große Sportuhr, über die man sein Seitenstechen glatt vergisst.

Was dahinter steckt

Garmins jüngster Forerunner ist ein Hybrid aus Fitness-Monitor, der Geschwindigkeit und Strecke per GPS aufzeichnet als auch Puls, verbrauchte Kalorien, Steigung und alle anderen Daten, die für Läufer von Relevanz sind, aufzeichnet. Außerdem sieht es hübsch aus und geht glatt als Ersatz für die Armbanduhr durch.

In der Praxis

Der Forerunner ist ziemlich idiotensicher. Drei große Knöpfe und ein Touchscreen. Ein Knopf für „Start/Stop“, ein weitere zum Beenden einer Runde und ein dritter zum Ausschalten des Geräts. Über den Touchscreen könnt Ihr die Anzeige wechseln, zum Beispiel von der Uhrzeitanzeige zur Geschwindigkeitsanzeige. Wenn Ihr das GPS nicht benötigt, schaltet Ihr es ab, um Strom zu sparen. Wenn Ihr von einem Lauf zurückkehrt, lädt der Forerunner die aufgezeichneten Daten automatisch in Euer Benutzerkonto bei Garmin hoch.

Was uns gefällt

Mir gefällt, wie der Forerunner aussieht und funktioniert. Wie die neue Nike+ GPS Sportuhr macht er auch außerhalb des Trainingsgeländes eine gute Figur. Die Benutzeroberfläche ist gelungen. Die Online-Software Garmin Connect ist super. Sie generiert Karten und Diagramme, die wirklich dabei helfen, das Training zu optimieren. Das GPS ist schnell und genau. Selbst wenn man einmal quer durchs Land reist und das GPS am Ankunftsort einschaltet, findet es seine Position innerhalb von einer Minute wieder. Ob Straßenschlucht oder weite Ebene, das macht für das GPS keinen Unterschied.

Der Forerunner lässt sich mit Zubehör erweitern, zum Beispiel um Brustgurt, Fahrradhalterung oder externes Akkupack. Sogar ein Kadenzsensor lässt sich mit dem Forerunner koppeln, wobei ich das Display für den Einsatz am Fahrradlenker etwas zu klein finde.

Was uns nicht gefällt

Der Touchscreen macht einen wahnsinnig. Entweder sind meine Finger zu groß oder das Teil ist viel zu klein. Die grundlegenden Gesten wie das Wischen um das Display zu entsperren funktionieren zwar, aber Gnade Euch Gott wenn Ihr versucht, über den Touchscreen etwas einzustellen. Die Schaltflächen für das Menü sind unglaublich klein. Außerdem reagiert das Display nur auf harte Stöße und langes Drücken, wohl um versehentliche Änderungen während des Trainings zu verhindern.

Fazit

Das schwer bedienbare Display kratzt am ansonsten exzellenten Eindruck, den der Forerunner im Test hinterlässt. Andererseits stört der Mangel in der Bedienung vor allem bei der Einrichtung und fällt bei der späteren Nutzung nicht mehr ganz so ins Gewicht. Von daher kann man sich das Gerät, das hierzulande rund 330 Euro kostet, schon einigermaßen ruhigen Gewissens kaufen. Und wer weiß, vielleicht schiebt Garmin ja bald noch ein Software-Update nach. [Tim Kaufmann]

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