Bargeldlos parken: RFID macht es möglich

viatag

RFID kommt auch hierzulande langsam in die Gänge. Zumindest werden immer neue Projekte und konkrete Anwendungen vorgestellt. Mit einer Erfindung des Fraunhofer-Instituts für Materialfluss und Logistik in München soll nun berührungs- und bargeldloses Parken möglich sein.

Der Autofahrer klebt einfach einen RFID-Chip auf die Windschutzscheibe, der an der Ein- und Ausfahrt des Parkhauses gelesen wird. Die aus der Parkzeit resultierenden Gebühren werden automatisch von einem Online-Konto abgebucht. Die Bezahlvorgänge kann der User über eine Webseite verfolgen.

Entwickelt wurde das System namens VIATAG für das Münchener Unternehmen motionID, das schon Feldtests in München, Essen und Duisburg durchgeführt hat. Dort sind bereits öffentliche Parkhäuser mit VIATAG ausgestattet. Weiter sollen in ganz Deutschland folgen. Möglich wäre der Einsatz etwa auch bei Autokinos, Waschanlagen, Autovermietungen oder Tankstellen.

Bei dem Chip handelt es sich um eine passive Lösung. Er kommt also ohne Batterie aus und bezieht seine Energie aus dem elektromagnetischen Feld des Lesegeräts. Für die Sicherheit sorgt zum einen ein zwölfstelliger, verschlüsselter Code, der zur Identifikation des Autobesitzer dient, und zum anderen die Tatsache, dass der Chip beim Versuch, das Etikett von der Scheibe abzukratzen, zerstört wird.

[via idw-online.de]

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  1. Der elektronische Personalausweis hat doch auch n RFID-Chip…warum nicht einfach den nehmen? Das ist wie mit den Plastikkarten im Geldbeutel – warum nicht eine für alles und nicht 10 verschiedene….

    Liebe Firmen! Bitte einigt euch auf einen Standard und dann lasst alles über eine (max 2-3) Karten laufen…
    Danke! :-)

    1. Naja, Perso wird über diese Entfernung nicht funktionieren, des weiteren würde es Probleme mit beifahrern geben und dann könnte zBV Sohn nicht mit papis auto wo parken wenn er selbst kein online Konto mit seinem Perso verknüpft hat.
      Hauptproblem ist aber wohl, dass es wohl keiner gerne hat wenn jedes Parkhaus, kino, etc und ein paar Hacker deine ganzen Persodaten auslesen kann.

    2. Wozu Karten? Weshalb nicht gleich nach der Geburt nen Chip in die Handfläche? Ein „Gruß“ und alles ist bezahlt! Ein „Handshake“, schon sind Visitenkarte und/oder Geld übertragen! Was mir da noch alles einfallen würde… ;-)

  2. wird in malaysia schon für geschwindigkeitsmessungen verwendet. jedes kfz-kennzeichen hat rfid-chip, auf den strassen gibt’s sensoren, ist die durchschnittsgeschwindigkeit zwischen zwei sensoren höher als die zulässige höchstgeschwindigkeit, bekommt man automatisch ein knöllchen nach hause.
    bringt sehr viel geld ein, vor allem, wenn man mal aus singapur rausfährt um sein auto in my ausfahren zu können – da warten sie dann bei der rückkehr an der grenze und kassieren! rfid ist gut, kann aber sehr teuer sein ;-)

  3. Die Welt rast in Richtung Micro-Payment.
    Immer bargeldloser, immer abstrakter …
    Hat Vorteile, aber wer da den Überblick verliert, wird ziemlich schnell ziemlich arm.
    Und ein paar Mega-Konzerne verdienen sich dumm und dämlich.

  4. solche systeme sind doch schon seit über 10 jahren auf dem markt. deister, tagmaster, nedap, value-id um nur einige zu nennen. viele von denen haben auch reine passive tags (zugegebenermassen noch nicht 10 jahre).
    ist die meldung aus der sommerlochkrabbelkiste, oder ist mir irgendeine herausstechende eigenschaft entgangen?

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