Motion Tracking beschreitet neue Wege

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Motion Capture ist eine der Technologien die uns futuristisch und hoch technisiert vorkommt. Dieser Eindruck ändert sich dann sehr plötzlich, wenn man im Filmstudio einem erwachsenen Mann im Strampelanzug begegnet, der von oben bis unten mit Tischtennisbällen übersät zu sein scheint. Disney will das jetzt ändern.

In Zusammenarbeit mit der Carnegie Mellon Universität hat Disney jetzt einen Durchbruch in der Motion Capture Technologie erzielt. Anstelle von Tracking Bällen sollen zukünftig Kameras verwendet werden. Dies soll den Regisseuren ermöglichen die große weite Welt zu betreten und die kleinen Studios zu verlassen. Sportspiele sind gute Beispiele für komplexe Bewegungsabläufe, weil sie sich nur sehr schwierig im Studio umsetzten lassen ohne an Grenzen zu stoßen.

Die neue Technologie verwendet zwanzig nach außen gerichtete Kameras, die an den Schauspieler festgeschnallt werden. Die einzelnen Kameras werden dabei sowohl auf Basis ihrer Position am Körper als auch durch zusätzliche externe Referenzpunkte kalibriert. Noch steckt die neue Technologie aber in den Kinderschuhen. So lassen sich bis jetzt noch keine so genauen Ergebnisse wie beim klassischen Motion Tracking erzielen.

Außerdem kann die Berechnung einer einzige Minute Motion Tracking bis zu einem ganzen Tag dauern. Trotzdem wird es bestimmt ziemlich interessant sein, wenn man sich einen Haufen GoPros an den Körper schnallt und alle möglichen Bewegungen damit aufzeichnet. [Kyle Wagner/Helene Gunin]

[via PRNewsWire, TechCrunch]

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  1. „Dies soll den Regisseuren ermöglichen die große weite Welt zu betreten und die kleinen Studios zu verlassen.“

    Ist doch schon der fall – siehe den neuen Planet der Affen film.

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