Ist der PC auf dem absteigenden Ast?

Fernseher werden immer mehr zur Konsumation für Medien aus dem Internet genutzt.

Wie lange dauert es noch, bis Tablets, internetfähige Fernseher und Spielkonsolen den PC ersetzen? Einer Studie des Marktforschungsinstituts iSuppli nach sollen solche "Internet-Enabled Consumer Devices" bereits in zwei Jahren herkömmliche Computer in der Anzahl übertreffen. Ist der Stand-PC, so wie wir ihn kennen, unmodern geworden und schon bald obsolet?

iSuppli sagt voraus, dass bereits 2013 weltweit die Anzahl internetfähiger Geräte, wie etwa Fernseher, Set-Top-Boxen, Spielkonsolen, Blu-ray Player und Tablets, 503,6 Millionen erreichen wird. 2010 betrug die Anzahl noch 161 Millionen. Im selben Zeitrahmen soll die Zahl der PCs von 222,3 Millionen Geräten auf nur 253,5 Millionen steigen. Die Lücke würde sich mit fortlaufender Zeit immer weiter vergrößern. Der Trend sei vor allem auf den Erfolg von Tablets, insbesondere den des iPads, zurückzuführen.

Und während manche Industriegiganten, wie der Gründer des Computerherstellers Acer, Stan Shih, meinen, Ultrabooks und Tablets seien eine bald wieder verschwindende Modeerscheinung, scheint der generelle Konsens eher anders gerichtet zu sein. 2015 sollen von 780,8 Millionen internetfähigen Geräten, 300 Millionen Tablets sein.

Das Internet revolutioniere die Wege, wie man Medien zu Hause konsumieren kann. In der Zukunft würden Konsumenten viel eher durch ihren Fernseher als durch ihre PCs auf das Internet zugreifen, so der Analyst Jordan Selburn.

[via Techspot]

Tags :
  1. Genauso gut könnte man den Spieß auch umdrehen und sagen der PC ist so stark wie nie, weil all diese Geräte zu Mini-PCs werden, siehe Linux basierte Set-Top-Boxen, Smarthphones usw.
    Und nur weil dieser Geräte in der Anzahl zunehmen, heisst das ja noch lange nicht dass dadurch jeder seinen Desktop-PC nicht mehr nutzt. Der bleibt und wird auch in Zuklunft noch bleiben.

    1. Der PC wird auf keinen Fall so schnell komplett verschwinden, da hast du auf jeden Fall recht. Doch wie viele Leute brauchen die besonderen Features, die ein PC liefert, unbedingt. Viele Leute sind zufrieden, wenn sie im Internet surfen, ihre Mails checken, Fotos ansehen und Musik hören können. Tablets sind hierfür einfach perfekt!
      Die Studie besagt ja nicht, dass es den PC bald schon nicht mehr geben wird! Die Verkaufszahlen erhöhen sich ja auch. Nur nicht so stark wie andere Internet-Devices!

      1. viele Leute brauchen die besonderen Features die PC braucht sicher nicht. Sie brauchen aber dennoch ein Gerät welches die üblichen Aufgaben wie mails, briefe schreiben, bilder verwalten besser löst als ein tablet.
        Ein Tablet ist meiner Meinung nach eher ein Zusatz, der dazu führt dass man weniger den PC benutzt. Das heisst aber im Umkehrschluss nicht dass man den PC gar nicht nutzt oder gar keinen mehr braucht.
        Oder wer schmeisst seinen PC weg nur weil er jetzt ein Tablet hat? Keiner!!!
        Das ist der Punkt an der Diskussion den keiner beachtet…

      2. @Hoschi: Mails und Dokumente schreiben funktioniert ganz OK auf nem Tablet. (Schreibe selbst gerade auf einem.) Hab auch schon Artikel für Gizmodo drauf geschrieben. Doch für längere Arbeiten ist es absolut nicht geeignet, das steht fest. Auch wenn man inzwischen eine Bluetoothtastatur mit den meisten Tablets verwenden kann.
        Auch ist es leider noch so, dass Dateiorganisation nicht (wirklich) integriert ist. Doch nach der rasend schnellen Entwicklung von Tablets und Googles Android in den letzten Jahren kann man wirklich nicht sagen was die Zukunft noch alles bringen wird. ;)
        Noch ist ein PC unabdingbar und deine Aussage zu seiner Notwendigkeit ist völlig richtig. Keiner wird seinen PC wegwerfen! Ich bin aber sehr gespannt was wir in den nächsten Jahren noch so alles sehen werden!

  2. Hab mir vor 2 Monaten erst nen neuen PC gekauft. Nicht jeder benutzt seine Technik unterwegs, von daher wird der PC auch nie aussterben, weil er als stationärer Arbeitsplatz einfach die meisten Vorteile bietet.

    1. Genau so ist es. Ausserdem hängt noch eine ganze Menge Gaming-Industrie am Pc. Leistungstechnisch sind die „kleineren“ Geräte viel schwächer oder zu teuer.
      Ich bin der Meinung das, bevor man von sowas spricht, erstmal dafür sorgen sollte das alle in Deutschland eine Breitbandinternetverbindung bekommen. Was nützt ein ein iPad ohne Internet?

      1. Wie ich bereits vorhin kommentiert habe, bin ich auch nicht der Meinung, dass der PC als stationärer Arbeitsplatz oder als Gamingplattform „verschwinden“ oder aussterben wird! Innerhalb der Leserschaft einer Seite wie Gizmodo wird es sehr wenige geben, die auf einen PC verzichten möchten.
        Doch denkt mal an eure Eltern oder an den Freund, der noch immer einen Pentium 4 PC hat, einfach weil die Rechenleistung nicht braucht! Für solche Leute sind Tablets einfach optimal, da sie bequem, portabel, schnell, und vielseitig verwendbar sind. Nicht so vielseitig wie ein PC, doch bietet dieser mehr, als 70 Prozent der Benutzer überhaupt brauchen!

    2. Jap! Ich gehe auch eher davon aus, das ein Haushalt durchaus noch den stationären (Arbeits-)PC enthält, aber die tragbaren Devices diesen überwiegen.
      Denn es geht doch viel gezielter und effektiver ein Office-Projekt oder auch ein zeitfüllendes Spiel zu betreiben, als es an einem Tablet-PC oder gar einem Fernseher möglich ist und in naher Zukunft sein wird.
      Im mobilen Einsatz werden aber die klassischen Notebooks von o.g. Geräten völlig abgelöst, davon gehe ich fest aus.

      Also zu Hause den stationären Computer und unterwegs das internetfähige Gerät.
      Von der Set-Top Box halte ich nichts, was auch die AppleTV Verkaufszahlen zeigen.

  3. Quatsch! Ich glaube nicht, das die Filmindustrie irgendwann ihre Animationen auf einem Tablet Pc machen werden. Wie sollen die „echten“ Zocker auf einem Fernseher spielen (Hardware zu langsam). Profifotografen brauchen einen richtigen Computer und denkt auch mal in die Behörden: Stadtverwaltung, Polizei etc. Also so schnell ist der Computer noch nicht weg ;)

  4. also ich habe ein ipad 2 ein iphone 4 und einen acer laptop und das iphone wird fast nur benutzt um smsen telefonieren bisschen spielen und wenn ich ganz schnell was googlen muss für google sonst brauche ich das ipad2 zum arbeiten ohne internet zum spielen mails cheken fertig und trotz all den geräten die ja die pc`s ersetzten solle werd ich mir in nächster zeit nen mac kaufen das ist absoluter blödsinn es wird nie und nimmer soweit kommen das es weniger pc`s gibt

  5. Was wir zur Zeit erleben, entspricht dem Wandel vom Funk zum Rundfunk. Es kommet zur einer Spaltung der Nutzerschaft, die sich in den geräten wiederfindet. Aiuf der einen Seite stehen die professionellen User, die weiterhin auf eine leitungsstarke Hardware benötigen, auf der anderen Seite die Wischer, die Wischtelefone und Wischbretter benötigen.

    Wenn man die Rolle des Konsumenten einnimmt, benötigt man eben eine andere Hardware. Tabletts sind vor allem dafür gedacht, anderen Dinge zu zeigen. Für die Kommunikation ala Facebook und Twitter sind keine Tastaturen nötig. Die Gleichwertigkeit der Rechner im Web verschwindet. Produzenten nutzen dann Workstations, Konsumenten Wischbretter.

    1. Ganz genau so ist es! Und der Grund wieso die Zahl der Tablets, Set-Up-Boxen etc. im Gegensatz zu herkömmlichen PCs so rasant zunimmt ist schlicht und ergreifend die Tatsache, dass es mehr Konsumenten gibt, als Produzenten.

  6. ich habe privat seit nunmehr 7 jahren keinen pc mehr und auch seit zwei jahren steigen wir auch in der firma auf notebooks mit dockingstations um. ich habe persönlich nie was vermisst. zum daddeln ist die konsole da, unterwegs nutz ich mein smartphone und auf der arbeit kann ich überall sitzen wo es gerade nötig ist.

    in der produktion und an stationären arbeitsplätzen wird es nich eine weile pcs geben jedenfalls solange bis virtuallisierung überall einzug findet. zuhause werden sich die leute bald schon fragen warum sich die leute früher so riesige kisten hingestellt haben – genau so wie wir uns über die ersten handys wundern ;)

  7. Um mal alle Experten ins Spiel zu holen. Bill Gates hat mal gesagt, es ist absolut unvorstellbar, dass ein Mensch seine Emails auf einem Server speichert. Jeder würde sie lokal zu Hause speichern. ;-)

    1. Kann ich mir nicht vorstellen dass er dies gesagt haben soll. Zumal mails zum einen immer auf einem Server gespeichert werden (bzw. zuerst einmal), sei er im Internet oder im LAN und zweitens ist MS schon seit anbeginn der email-kommunikation in Sachen Email Server und Webmail aktiv war bzw immer noch ist.

  8. @Hoschi Was du dir vorstellen kannst und was nicht ist ja eine Sache, Fakt ist aber, dass Experte-Hinoderher hier ein Zitat von Gates gebracht hat (sollte allerdings auch als solches gekennzeichnet werden ;)) und du dich mit ein bisschen Google-Recherche selbst davon überzeugen könntest, dass diese These tatsächlich vom Firmengründer Microsofts stammt :)

    1. @Roeschi: Im Netz stehen so einige angebliche Zitate.Genauso wie die Aussage mit den 640kB RAM, was Gates aber nie gesagt hat…
      Und wenn du schon so sicher bist, dann nenne doch bitte auch deine Quelle und verweise nicht auf Google…

    1. Also da sagen aber Verkaufszahlen von Spielen etwas Anderes… Es wird immer eine Hardcore-Fangemeinde für den PC geben. Keine Frage! Doch jeder Otto-Normal-Spieler wird eher die Konsolenversion kaufen, bevor er jedes zweite Jahr 300€ in eine neue Grafikkarte und einen neuen Prozessor steckt.

  9. Ich würde sagen, dass in Zukunft noch die Diskussion „großer Gaming PC vs. Breitbandverbindung“ dazu kommt. Dienste wie onlive werden sich sicherlich noch etablieren, da sie viele Vorteile bringen, wie Kostenersparnis der Hardware, Kostenersparnis bei Spielen, wenn diese mietbar sind, weniger Platz-Verschwendung und weniger Wärme- und Geräuschentwicklung, Speicherstände überall verfügbar,…

    So könnte auch die Bearbeitung von Dokumenten verstärkt in die Cloud gelagert werden, inklusive Rechenpower und die Breitband-Frage wird größer.

    Die perfekte Lösung stelle ich mir sehr portabel vor, wie einen Laptop oder ein Tablet, welches zuhause in ein Dock gesteckt wird, an welches der Monitor, Tastatur, Maus und Soundsystem hängt. So hat man das selbe Gerät zuhause und Unterwegs. ALso denke ich, dass der große klobige PC aussterben wird. Miniaturisierung = Zukunft.

    1. Ganz klar ist die „Cloud“ die Zukunft! Ich persönlich finde das Konzept und die Möglichkeiten, die ein Service wie OnLive bietet, genial! Ich muss aber auch sagen, dass es in Realität leider noch nicht wirklich gut funktioniert (Qualität des Videostreams, Lag, Lizenzierung der Spiele ausserhalb der USA)
      Seit Kurzem mache ich fast meine komplette Textverarbeitung über GoogleDocs und muss sagen, dass ich wirklich zufrieden bin! Der Service hat sich enorm verbessert! Alle wichtigen Features einer Textverarbeitung sind inkludiert. Aber auch Sachen sind dabei, wie das Verteilen eines Dokuments, gleichzeitiges kooperatives Editieren und die ständige Verfügbarkeit, egal wo man ist!
      Nicht umsonst setzen Google, Apple und Services wie DropBox oder Spotify sich so sehr für die Weiterentwicklung von verschiedenen Cloud-based-Services ein! Das ist ganz klar die Zukunft!
      Dein Gedanke mit dem Dock ist doch auch schon (teilweise) Realität geworden. Lenovos Thinkpads haben solche Docks, ich verwende mein Laptop auch zumeist am externen Bildschirm wenn ich zu hause bin und Sony hat erst vor kurzem ein Laptop mit externer Grafikkarte vorgestellt. Mobile Power für unterwegs und zu hause dann hat man eine vollwertige Grafikkarte für Film-Editing, Rendering oder Spiele! Genial aber noch sehr teuer…

      1. Ja, so ähnlich wie die Lenovo-Docks, nur vielleicht etwas schicker und durch eine vertikale Position Platzsparender. Eine Art BookArc Stand als Dock mit integrierter (austauschbarer) Grafikkarte wäre sicherlich nicht verkehrt.

        Mit Google Docs hat man wirklich schon eine umfangreichen Cloud-Arbeitsplatz. Da sind eigentlich alle Bereiche von Textbearbeitung, Tabellenkalkulation, Präsentation und kleinere Bilderstellung enthalten. Das haben sie wirklich gut gelöst.
        Mir würde es noch besser gefallen, wenn man die Dateien, welche sich in Google Docs befinden im Explorer anzeigen könnte. So wie bei Dropbox. Gibt es sowas vielleicht sogar?

      2. Schau dir vielleicht mal OffiSync an. Das PlugIn für Office baut die GoogleDocs direkt in die Toolbar von Office-Programmen ein, und lässt dich die Vorteile (Sharing, Collaboratives Schreiben, etc.) innerhalb der Office Suite nutzen. Und das ganze gratis. Kann es leider nicht für dich testen (hab kein Windows) aber für lau kannst ja einfach mal ausprobieren! Das Demovideo klingt vielversprechend.
        Ein weiteres Programm (ebenfalls gratis in der „Personal Use Version“) ist Syncplicity. Hier ist es kein PlugIn sondern eher ein Synchronisationsservice, á la Dropbox, welcher auch mit GoogleDocs zu funktionieren scheint. Auch hier kann ich dir keine Meinung aus erster Hand geben, da es wieder nur unter Windows läuft. Aber wieder: Einfach probieren. Kostet ja nix. ;)

    1. Hattest du schonmal eins? Nicht nur kurz in der Hand, sondern für eine Woche im täglichen Gebrauch! Es ist seltsam, aber ich dachte ebenfalls, dass sie absolut sinnlos seien. Eben bis ich meines sehr günstig bekommen und ein paar Tage im Gebrauch hatte.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Advertising