Google+ gewährt 4 Tage für Namensanpassung

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Das am schnellsten wachsende Social-Network Google+ ist in den letzten Wochen des Öfteren in die Kritik geraten. Grund war die Sperrung vieler Benutzeraccounts aufgrund derer Namen. Während man bei Twitter die Freiheit besitzt, sein Benutzerprofil zu nennen wie man möchte und Facebook die Kontrollen nur sehr stichprobenartig durchführt, will Google jedoch die echten Namen seiner User.

Bis jetzt wurden Accounts, deren Namen sehr unüblich waren, sofort seitens des Internetgiganten gesperrt. Ein Zugriff auf die Funktionen von Google+ war so lange nicht möglich, bis der Name geändert und der Account wieder freigegeben wurde. Die anhaltenden Diskussionen rund um die Sperrungen ließen Google wohl erkennen, dass eine sofortige Sperrung vermutlich nicht der richtige Weg ist, mit diesem Problem umzugehen. Nun bekommt ein Benutzer, dessen Accountname gegen die Richtlinien verstößt, einen Warnhinweis, in welchem er aufgefordert wird, diesen richtig zu stellen. Um dieser Forderung nachzukommen hat der Benutzer vier Tage Zeit, bevor sein Account gesperrt wird.

Zum Einen ist dies sicherlich ein Schritt in die richtige Richtung. Doch bleiben andere Fragen wie etwa: Woher weiß Google, was ein Klarname ist und was nicht? Was ist mit Menschen, die in Staaten leben, in welchen man für die Verbreitung nicht staatskonformer Ideen und Gedanken verfolgt wird? Wie wichtig ist einem die Anonymität, die das Internet einem eigentlich gewährt?

[via t3n]

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  1. bei Facebook hat man schon lange nicht mehr die Möglichkeit seinen Namen nach belieben zu wählen..
    Ein Freund von mir wurde gesperrt bis er (s)einen richtigen Namen eingegeben hat.

    1. Man darf es zwar nicht, doch wird es um einiges selterner kontrolliert als bei Google+. Also ich kenn zumindest noch genug Freunde die einen falschen Nachnamen haben. Kommt wahrscheinlich auf drauf an, wie seltsam dein Nachname ist.
      Hab es trotzdem im Artikel geändert. ;)

    1. Hattest du denn etwa solche Freunde bei Facebook? Ich persönlich hatte eigentlich immer ganz kreative Namen.

  2. Mein Gott, Google+ hin und her, warum müssen sich die Big Player alles immer nach machen ,wie Google mit seinem Social Netzwerk google + .Ich mein Facebook reicht ja vollkommem aus und jeder ist und war glücklich. und was hat man davon wenn man sich an 2 Social Netzwerken anmelden .Oder hab ich unrecht ?

    1. Natürlich „reicht“ ein Social-Network. Das große Problem bei einem Umstieg ist meiner Meinung nach, wenn man bereits eine umfangreiche Freundeliste hat. Man müsste beide parallel miteinander verwenden, da es sicherlich einige gibt, die nicht wechseln wollen…
      Doch muss ich sagen, dass Konkurrenz IMMER eine gute Sache ist. Es ist nie gut nur einen Vertreter in einer Branche zu haben, denn dann mangelt es an Innovation. Google+ beliebtestes Feature sind die „Circles“, bei welchen man sein Netzwerk an sozialen Kontakten einteilen kann. Es gibt auch „Gruppen“ bei Facebook, doch ist es meiner Meinung nach nicht so prominent integriert wie bei Google+! Auch die Einbindung der anderen Google Services ist hervorragend!!!

      Also im Großen und Ganzen ist die Existenz eines Gegenspielers zu Facebook immer eine gute Sache, von welcher die User nur profitieren können. Ob du wechselst oder nicht kannst du ja noch immer persönlich entscheiden. ;)

  3. Schön das man bei Google recht fix begriffen hat, dass mit rigiden Methoden und forschen Maßnahmen keine neuen User im Kampf um den Social Network-Thron dauerhaft gebunden werden können. Eine angemessene Fristsetzung sieht zwar im ersten Moment nach Kritikbewältigung und Abkehr der Holzhammermethode aus, läuft aber im Endeffekt auf das gleiche Ergebnis hinaus: Die dauerhafte Sperrung oder gar Deaktivierung des jeweiligen Accounts, wenn besagter User seiner „Klarnamenspflicht“ nicht nachkommt und bei seinem Account nachbessert.

    Allein dieser Fakt zeigt doch schon deutlich, dass Google eine anonymisierte Nutzung seines Social Networks nicht wünscht und somit die Nutzung dieses Dienstes wahrscheinlich für Menschen problematisch wird, die in ihren Ländern aufgrund von nicht staatskonformer Ideen und Gedanken verfolgt werden. Interessant ist jedoch wirklich die Frage, wie Google in dieser Hinsicht einen Klarnamen auf dessen Echtheit identifiziert…

    1. Die Frage stellt sich aber, ob ein Social-Network überhaupt sinnvoll ist, wenn man es unter „falschem“ Namen betreibt! Der Sinn sollte doch sein, mit verschiedenen Freunden, Verwandten und Arbeitskollegen im Kontakt zu bleiben und verschiedene Dinge zu teilen. Wenn ich einen alten Schulkollegen suche bei Facebook, finde ich ihn manchmal nicht, obwohl er aber angemeldet ist. Wieso? Weil er nicht seinen richtigen Nachnamen verwendet. Natürlich kann ich es verstehen, wenn jemand nicht will, dass sein richtiger Name aufscheint, und ihn so jeder, nur durch Kenntnis seines Namens, auffinden kann. Doch deswegen gibt es doch die Privacy Settings! Damit ich die nach außen sichtbaren Infos über mich auf ein Minimales eingrenzen kann, und nur zugelassene Freunde Fotos oder andere Informationen sehen können!
      Google+ löst das durch die Circles sogar noch ein bisschen besser als Facebook. (Es gibt zwar auch bei FB Gruppen, doch sind die nicht so prominent wie bei Google+)
      Zu dem Argument, welches Menschen in Ländern mit Zensur und Verfolgung betrifft, gebe ich dir allerdings recht. Die Frage habe ich auch im Artikel selbst gestellt. Doch hier eignet sich vielleicht Twitter einfach besser, als Facebook oder Google+. Auch wenn es kein vollwertiger Ersatz ist…

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