Das interessanteste Tablet von dem Ihr noch nie gehört habt

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Endlich haben wir mal ein Tablet vor die Flinte bekommen, das sich von den ganzen anderen Geräten dieser Gattung unterscheidet. TabCos Grid 10 bringt nämlich ein eigenes OS mit und ihm steht ein auf das Tablet abgestimmtes Smartphone zur Seite.

Also was mir schon mal Spaß macht: TabCo ist eine – wenn es das gibt – Parodie-Marke. Dahinter steckt Fusion Garage, die mit dem Joojoo eine so gigantische Fehlleistung hingelegt haben, dass sie ihren eigenen Namen gründlich verbrannt haben. Damit das Grid 10 eine faire Chance bekommt, gibt es einen neuen Markennamen dafür, eben besagtes TabCo. Ach so: Jeder, der ein Joojoo erwrb, bekommt ein Grid 10 geschenkt. Schön, dass es noch so etwas gibt wie schlechtes Gewissen. Nun aber zurück zum Grid 10.

Das Grid 10 Tablet

Seinen Namen verdankt das Grid 10 wohl seinem 10,1 Zoll großen Display. Die Auflösung liegt bei 1.366×768 und übertrifft damit so ziemlich jedes andere Tablet. Angetrieben wird das Display von einem NVIDIA Tegra 2.

Das neue OS heißt GridOS und unterscheidet sich optisch deutlich von anderen Betriebssystemen. „Grid“ (Gitter) wird wörtlich genommen – alles ist auf einem riesigen Gitter angeordnet. Apps und Dateien sehen aus wie kleine Kacheln, die man nach Belieben gruppieren, verkleiner und vergrößern kann. Es gibt auch eine Übersicht des Grid, die das Navigieren erleichtern soll. Zudem strotzen die Menüs nur so vor Einstellungsmöglichkeiten. Die Demo, der wir beiwohnten, ließ allerdings keine Rückschlüsse auf die Performance zu.

„Keine Apps?“ – ja, diese Frage sehe ich doch schon auf Euren Lippen noch während ich diese Zeilen formuliere. Nun, es laufen Android-Apps, was technisch ein wenig an BlackBerrys Play Book erinnert. Wie weit diese Kompatibilität geht und ob alle Android-Apps laufen, die Ihr vielleicht schon besitzt, konnten wir nicht herausfinden. GridOS unterstützt den Amazon Appstore und bietet eigene APIs, über die Entwickler Anwendungen auf das Tablet zuschneidern können.

Als Standardsuchmaschine dient Bing, das an verschiedenen Stellen ins OS integriert wurde. Die größte Überraschung ist, dass das Grid 10 schon am 15. September 2011 in den Handel geht. Die 3G-Version für 599 Dollar, die WLAN-Version für 499 US-Dollar.

Das Grid 4 Phone

TabCo hat außerdem das Grid Phone vorgestellt, das mit einem 4 Zoll Display ausgestattet ist und sich automatisch mit dem Tablet synchronisiert. Film auf dem einen Gerät gucken, anhalten und dann auf dem anderen Gerät weitergucken. Nett? Ja. Nützlich? Mal sehen.

Das 16 GByte Modell kostet ohne Vertrag 399 Dollar und soll noch im vierten Quartal 2011 auf den Markt kommen.

Fazit

Beide Geräte hinterlassen auf den ersten Blick einen guten Eindruck. Doch beim Joojoo war das genauso – bis die Leistung dann auf groteske Art und Weise zu wünschen übrig ließ. Wollen wir mal hoffen, dass es den Grids nicht genauso geht. [Tim Kaufmann]

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  1. Nach dem, was ich bis jetzt gelesen habe, läuft GridOS im Hintergrund auf basis von Android, ausschließlich die Oberfläche wurde verändert (ähnlich wie bei HTC mit HTCSense). Von daher sollten alle Apps auf diesem Tab laufen, müssen nur im Laufe der Zeit komplett angepasst werden. Oder sehe ich das falsch?

    1. Jap,der Android-Kernel wurde verwendet, aber alles darauf neu Programmiert. Also es hat eine andere Menüstruktur und Funktion als ein zum Beispiel ein Honeycomb.

      Android Apps bekommt man aber nur aus dem Amazon AppStore.

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