Gamescom: Pressetag

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Am 18. startet die diesjährige Gamescom auf für die „Normal-Gamer“. Heute war Pressetag, auf dem die Journalisten Neuheiten anspielen konnten. Zumindest war es so gedacht. Leider hat jeder Publisher ein anderes Verständnis vom Wort „anspielen“ und so war nicht selten zuschauen angesagt. Aber der Reihe nach.

Games, Games und noch mal Hardware
Klar, auf der Gamescom dreht sich alles um Spiele. Alles? Nein! So steigt beispielsweise Samsung überraschend in den mobilen Spielemarkt ein und präsentierte dem interessierteren Journalistenkreis das neue Gaming-Notebook mit 17 Zoll und 16 GB Arbeitsspeicher. LG präsentierte bereits bekannte 3D TV-Geräte und Spiele, die eben jene Technologie unterstützen.

Zu der besten Hardware des Tages zählt die Sony Vita. Sie ist zwar etwas länger und größer als es auf den Bildern Pressebildern zu erkennen ist, aber das fällt beim Spielen nicht auf. Die Grafik ist einfach fantastisch und die präsentierten Spiele liefen butterweich. Klar, es handelte sich dabei um Demos, die extra für das Event geschrieben wurden, aber sie zeigen was mit der mobilen Konsole möglich ist. Die Verarbeitung ist zumindest auf den ersten Blick sehr hochwertig und konnte wirklich überzeugend.

Bitte keine Fotos!
Liebe EA-Marketing Abteilung, liebe Ubisoft Promoter: Was soll der Mist? Wie bitte soll man von den Eindrücken zum coolen Coop-Multiplayer Part von Battlefield 3 berichten, wenn man keine visuellen Inhalte bereitstellen kann? Wie soll man von dem authentischen Staub in Modern Warfare 3 erzählen, wenn man keine Videos und auch keine Fotos machen darf? Dann eben nicht! Fans der beiden Reihen haben sich das Spiel entweder schon vorbestellt oder zumindest auf die Wunschliste gesetzt.

Da wäre noch Need For Speed Run. Grafik top, Inszenierung top, Spielspaß und Motivation – naja. Gut, der kurze Abschnitt in der Wüste von Nevada ist vielleicht nicht aussagekräftig, vielleicht ist die Story umwerfend fantastisch, aber Need for Speed ist eben Need for Speed. Hier sollte man auf die Demo warten und selber Hand anlegen. Potential hat der Titel ja, aber wenn EA das Rennspiel weiterhin so „casualisiert“ könnte es ein weiterer Flop der Spielserie werden.

Unser Spiel des Tages mit dem größten WOW-Faktor
Wow steht hier nicht unbedingt für Word of Warcraft, wenn es sich auch um ein MMORPG handelt. Guild Wars 2 beeindruckt mit einer fantastischen, atemberaubenden Grafik und einem flotten Spielfluss. Als unser erstellter Level 58 Asura durch das hohe Gras läuft, knickt dieses an den Seiten um – sehr realistisch. Ebenfalls realistisch sehen Bäume, Steine und das Wasser aus. Hier setzt das Spiel neue Maßstäbe und setzt die Messlatte für die Mitbewerber extrem hoch.

Mächtige Feuerbälle oder Wasser-Fontänen – per F1- F4 Taste wechselt man den Skill und kann die Taktik so der Situation anpassen. Das fördert das Teamplay und gestaltet das Gameplay enorm dynamisch. Um dem Gegner auszuweichen kann man springen, zur Seite laufen oder mit einem Schild – falls man eines trägt – kontern. Dadurch entfällt die Aufteilung der Klassen in Tank oder Healer, denn jeder ist für sich selbst verantwortlich, kann aber im Team, Mitspieler wiederbeleben aber nicht heilen.

Besonders cool: Guild Wars 2 wird keine monatlichen Gebühren verlangen. Man kauft sich das Spiel ein Mal und kann dann so lange Spielen, wie man will. Wer seinem Charakter aber eine besonders schöne Uniform oder einen leuchtenden Hut verpassen will, muss im Ingame-Store echtes Geld ausgeben. Vorteile bringen die Gegenstände im Spiel zwar nicht, sind aber auf alle Fälle ein Eyecatcher.

Tipp zum Abschluss
Solltet ihr dieses Jahr selbst auf der Gamescom sein, schaut bei Ubisoft vorbei. Hier gibt es handbemalte Hasen zum Sammeln und tauschen. 27 Figuren gibt es, 60 Karten und ein neues Spiel für die Wii. Dazu aber in den nächsten Tagen mehr.

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