Gamescom: Unsere Eindrücke vom ersten öffentlichen Besuchstag

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Für eine gelungene Präsentation der diesjährigen Gamescom hat sich die Messe Köln ordentlich ins Zeug gelegt. Doch es sind nicht die Banner, die geschmückten Stände und die Techno-lastige Musik, die alle Aufmerksamkeit auf sich ziehen: Nein, es sind die Cosplayer, die in Kostüme ihrer Lieblings-Charaktere schlüpfen. Aber auch die Publisher sorgten mit heißen Messe-Babes für eine ziemlich stickige Luft im überdachten Messegelände.

Neben den vielen bereits bekannten und angekündigten Games, die man oft weder filmen noch fotografieren darf, gibt es eine gigantische Base an Hardware-Austellern. Hier gibt es auch tatsächlich spannende, schöne und innovative Produkte zu bestaunen. Außerdem konnte man in der „Werkstatt“ echte Modding-Profis bei der Arbeit zusehen. Wer seine PS3 oder Xbox360 von der Masse abheben will, ja Case-Modding ist keine reine Computer-Beschäftigung, der bekommt in allen Preisklassen eine Teil- oder Komplett-Modifikation.

Ebenfalls einen neuen Anstrich, bei gleich guter Technik, hat das Xperia Play von Sony Ericsson erfahren. Das Smartphone belegt einen ansehnlich großen Bereich in der Halle und adressiert besonders das jüngere Publikum. Weiblicher Spieler werden sich über eine orange-rote Edition freuen, die mit mattem Kunststoff sich von der Masse abhebt.

Apropos weibliche Spieler! Der Spielerinnen-Anteil ist dieses Jahr besonders hoch, wie uns eine Sprecherin der Messe Köln bestätigt. Dabei sind neben Shootern auch Action-Spiele besonders beliebt. Doch noch immer domminieren Casual-Titel die Einkaufsliste von jungen Frauen. Das hat auch EA herausgefunden und bringt eine tierische Erweiterung für Die Sims mit, haltet euch fest, Pferden. Außerdem bekommt der Titel einen Facebook-Ableger mit Die Sims 2 Grafik. Beeindruckend!

Aber zurück zur Hardware. Razer hat dieses Jahr einige coole Kooperationen geschossen und brachte vor einigen Monaten bereits die offizielle Star Craft 2 Maus und Tastatur auf den Markt. Pünktlich zum Release von Battlefield 3 wird auch ein entsprechendes Set plus Mouse-Pad erhältlich sein. Ein Pflichtkauf für Fans. Wer neue Wege in Sachen Spielesteuerung gehen will, sollte sich auf jeden Fall die Razer Hydra zulegen. Bei der Präsentation konnten wir exklusiven Bonus-Content für das Spiel Portal 2 anspielen und fanden die Möglichkeiten richtig gut. Ob spielerische Vorbeile mit der Hyrda möglich sind, können wir noch nicht sagen, wir sind noch immer von dem Erlebnis geflasht.

Auch das neue Headset Razer Tiamat 7.1 Surround-Headset haben wir ausprobiert und sind begeistert. So viel Qualität und Liebe zum Detail sieht man nur selten. Das Kunstleder ist weich und geschmeidig, das Headset ist aber zugleich enorm robust. Wer das Gerät als Kopfhörer verwenden will, kann das Headset kinderleicht in der Hörmuschel unterbringen und bei bedarf ebensoleicht wieder herausschieben. Das Laustsärke-Regelmodul bietet einen Eingang für Multimedia-Anlagen, sodass man diese nicht jedes mal umstöpseln muss, wenn man eine Party mit freunden schmeißt. Ebenfalls ein Kauftipp!

Wir bleiben noch kurz bei Sound und Multimedia. MadCatz zeigte einen ersten Prototypen des kommenden Konsolen-Headsets, das per Bluetooth direkt an der Konsole angeschlossen wird und richtig fetten Klang bieten soll. Leider konnten wir das noch nicht testen, sind aber von dem Design angetan. Ob das Headset dieses Jahr noch in die Läden kommt, bleibt abzuwarten.

Zum Abschluss des heutigen Tages noch ein echt innovatives Produkt zum altbekannten Thema „3D“. Ein französisches Unternehmen bringt ein demnächst eine Brille auf den Markt, die auf den ersten Blick an die guten alte Rot-Brau Brillen erinnert. Doch dahinter steckt eine neuartige Technologie, die hohes Potential hat. Auf dem HD-fähigen Fernseher, die hohe Auflösung ist ein Muss, sieht man ohne Brille ein Spiel, wie man es auch jetzt von zuhause her kennt. Setzt man die Brille auf, kommt man aber in den Genuss von echtem 3D. Dabei ist die Brille in keiner Weise mit dem Fernseher verbunden, es handelt sich also nicht um eine Shutter-Technologie. Menschen die kein 3D sehen können, oder wollen, spielen das Spiel regulär im normalen Modus. Wer aber ein Fan von 3D ist, kann mit der TrioViz eine neuartige Tiefe, fast wie im Kino erleben. Die Betrachtung von Filme ist ebenfalls mit den Inficolor-Gläsern möglich. Die Anschaffung eines 3D-fähigen Fernsehers oder Monitors entfällt. Der Preis für die Brille beträgt knapp 30 Euro. Eine lohnende Investition, sollte sich die Technik durchsetzen.

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