F.lux lässt euch angenehmer durch die Nacht surfen

flux

Licht bestimmt unseren Biorhythmus. Es lässt uns in der Früh aufwachen und am Abend müde werden. Besonders entscheidend hierfür sind die Blauanteile im Licht. Diese wirken auf unser "Schlafhormon" Melatonin. Künstliche Lichtquellen, insbesondere Halogenlampen aber auch LEDs, besitzen einen hohen Blauanteil in ihrem ausgesendeten Licht. Dies führt zu einer Unterdrückung der Ausschüttung von Melatonin. Dem soll ein kleines Programm nun entgegenwirken.

Untertags fällt einem der hohe Blauanteil des Lichts, welches von Displays ausgesendet wird, gar nicht auf. Man sieht ihn jedoch auf Fotos von Personen, welche vor einem Bildschirm sitzen. Das angeleuchtete Gesicht schimmert dann in einem bläulichen Licht. Grund dafür ist die Farbtemperatur des Displays. Diese ist mit um die 6000 Kelvin sehr hoch. Um so höher die Farbtemperatur, um so „kälter“ wird sie von uns empfunden. Nun ist diese hohe Farbtemperatur zwar untertags sehr angenehm, da sie ein kühles, neutrales und gut sichtbares Bild liefert. Doch in einem dunklen Raum, am Abend, wirkt sie sich auf die Ausschütung von Melatonin aus und führt dazu, dass wir nicht ermüden und uns im Bett hin und her wälzen, wenn wir dann den Computer endlich heruntergefahren haben.

Das kostenlose Programm „F.lux“ soll diesem Problem entgegenwirken. Es läuft unauffällig im Hintergrund und regelt dabei die Farbtemperatur des Displays, abhängig von der gerade aktuellen Sonnenposition vor Ort. Dazu ermittelt es den aktuellen Standort und setzt, sobald die Sonne untergeht, die Farbtemperatur des Bildschirms langsam herunter. Zuerst sieht das Bild etwas gelblich aus. Doch die Augen gewöhnen sich rasch an die neue Farben und schon bald fällt es gar nicht mehr auf. Ihr könnt auch selbst wählen, wie stark der Unterschied sein soll. Durch die nun gesunkenen Blauanteile soll die Ausschüttung von Melatonin nicht so stark beeinträchtigt werden. Wissenschaftlich bewiesen ist die positive Wirkung des Programms noch nicht, doch ausprobieren kostet ja nichts!

[via stereopsis.com]

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