Kampfdrohenschwärme werden irgendwann unser Untergang sein

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Boeing hat das erste mal einen Schwarm unbemannter Drohnen in Formation fliegen lassen. Der Test über Oregon war erfolgreich. Boeings Chefentwickler Gabriel Santander bewertete es als Meilenstein in der Geschichte des unbemannten Drohnenflugs.

Im Test wurden zwar nur zwei Drohnen eingesetzt, was nicht der gängigen Vorstellung eines Schwarms entspricht, aber die Hard- und Software ist die gleiche wie bei einer größeren Zahl von Flugzeugen. Die beiden UAVs flogen zusammen als Gruppe, die mit selbstgenerierten Wegpunkten und einem Bodenfolgeradar manövrierte und dabei die Gegend erkundete. Parallel dazu sendeten sie beide Informationen zum Bodenteam. Ein mobiles Ad-Hoc-Netzwerk und Schwarmtechnik, die am Johns Hopkins University Applied Physics Laboratory entwickelt wurden, ermöglichten den Flug.

Santander hofft, dass die Technik irgendwann einmal verwendet werden kann, um Such- und Rettungsmissionen zu fliegen oder Ziele auszumachen.

Beim Testflug wurde modifizierte Drohnen des Typs Boeing ScanEagle eingesetzt, die der Aufklärung dienen. Das Einsatzpotential ist damit natürlich nicht erreicht und könnte auch auf Kampfdrohenschwärme ausgeweitet werden. Preiswerte Drohnen, die in großer Zahl und leicht bewaffnet den Gegner angreifen dürften wirkungsvoller sein als ein milliardenteures Kampfflugzeug mit einem für viel Geld ausgebildeten Piloten, der nicht so einfach zu ersetzen ist.

Boeing will im September 2011 einen größeren Schwarm fliegen lassen. [Jesus Diaz / Andreas Donath]

[Via Boeing]

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