Nuggets: Gold aus dem Computer zurück gewinnen

goldgoldgoldcompuer

Gold ist derzeit richtig "in". Mit über 1900 US-Dollar pro Feinunze aber kein Schnäppchen. Warum also nicht mal den eigenen Computerschrott einschmelzen, das Handy zerfleddern und ein Nugget machen?

Das ist genau das, was Jem Stansfield gemacht hat. Er hat aus einem alten Motherboard, Speicherbausteinen und seinem alten Handy (Gold auf den SIM- Kontakten) erstmal Hackfleisch gemacht und dann das ganze mit einer konzentrierten Säure übergossen. Die Überreste enthielten zwar auch Gold aber auch allen möglichen Müll. Also wurde eine noch gefährlichere Säure verwendet, die das Gold aufgelöst hat. Die schwarze Flüssigkeit wurde dann gefiltert, wieder chemisch behandelt, mit einem Brenner auf irrsinnige Temperaturen erhitzt und heraus kam: Ein Nugget.

Ich empfehle zwar niemanden, selbst alle alten Rechner auf diese Art und Weise einzuschmelzen, aber wegwerfen? Dafür sind sie viel zu schade. Wir sollten uns lieber verbünden und dann Goldschürfer und reich werden. Größter Nachteil: Die Säuren sind echt giftig und die Gasrechnung dürfte auch ordentlich hoch sein.

Die BBC hat das komplette Video online. [Casey Chan / Andreas Donath]

[Via BBC]

Tags :
      1. Das wird ja dann nicht das Verhältnis zwischen Materialbedaf und Erlös ändern. Unser Hausmüll ist voll mit den wertvollsten Rohstoffen dieser Erde, und dennoch verbrennt man es lieber als es zu recyclen… es lohnt sich einfach nicht.

  1. Warum? Kurz vor Ende der südafrikanischen Apartheidspolitik gab es (wg. politischer Wirtschaftsblockaden gegen Südafrika) auch einen sehr hohen Goldpreis, damals hat man auch professionell und gewinnbringend Platinen entsprechend recylcled.

  2. Bin heute beim Bummel durch Ebay erstaunt gewesen. Zum Beispiel ist in einem alten Pentium Pro Prozessor ( 150 bis 200 Mhz) über ein Gramm Gold ! ( http://www.valueblog.de/?p=1044 )

    Bei solchen Anteilen da wird der alte PC ja echt zur Goldgrube. Wenn Silber wirklich durch die Decke geht, dann werden bald viele Computer einiges Wert sein.

  3. Es lohnt sich und ist durchaus mit einfachen Haushaltsmitteln machbar ohne Chemielabor. Ein paar Plastikeimer und einige Putzmittel(jawoll) genügen. Allerdings braucht man schon größere Mengen an CPUs oder Steckkarten. Ein oder zwei reichen da nicht aus. Aber mancher Sperrmüll gibt ja genügend her. Wer wissen will wie es geht: http://goldschrott.blogspot.de

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Advertising