Steve Jobs tritt als Apple-Chef zurück

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Steve Jobs ist von seinem Amt als CEO bei Apple zurückgetreten. Nachfolger wird der bisherige COO Tim Cook, der schon während der beiden krankheitsbedingten Auszeiten von Jobs einsprang und das Tagesgeschäft übernahm.

»Ich habe immer gesagt, wenn der Tag kommt, an dem ich nicht mehr länger meine Pflichten und die Erwartungen an mich voll erfüllen kann, dann werde ich den CEO-Posten räumen«, schrieb Jobs in seinem Abschiedsbrief. Er hatte im Januar wiederholt aus gesundheitlichen Gründen eine Auszeit nehmen müssen, blieb aber in wichtige strategische Entscheidungen involviert. Auch künftig wird er die Geschicke von Apple mitlenken, denn Jobs wechselt in den Aufsichtsrat. Dort braucht er sich nicht um das Tagesgeschäft zu kümmern, hat aber noch entscheidenden Einfluss auf das von ihm gegründete Unternehmen.

Gründe für den Wechsel nannten weder Apple noch Jobs selbst, doch der Gesundheitszustand des Apple-Chefs dürfte ausschlaggebend gewesen sein. Jobs wurde 2004 ein Tumor an der Bauchspeicheldrüse entfernt, 2009 unterzog er sich einer Lebertransplantation.

Steve Jobs hatte Apple 1976 gegründet und verließ das Unternehmen 1985 im Streit. Anschließend musste Apple schwere Zeiten durchstehen, denn erst mit der Rückkehr von Jobs 1997 kehrte auch der Erfolg zurück. Jobs machte aus dem Nischenanbieter einen Weltkonzern, der seit einigen Jahren mit iPhone und iPad den Mobilmarkt aufrollt. Daher wurde viel spekuliert, wie es mit Apple weitergehen würde, sollte der Chef eines Tages von Bord gehen, denn zu wichtig schien er für das Unternehmen. An der Börse reagierte man nun aber einigermaßen gelassen auf den Rücktritt, die Aktie gab nur leicht nach – ein massiver Kurseinbruch blieb aus. Dennoch lautet beispielsweise die Einschätzung des Analysten Rob Enderle: »Wenn man eine Ikone von einem Unternehmensführer hat, dann geht der Wechsel wohl kaum nahtlos vonstatten. Das ist so wie der Weggang von Bill Gates bei Microsoft oder Tom Watson Jr. bei IBM.«

[via Apple, ITespresso.de]

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  1. Ich wünsche ihm alles gute!! Er war auf den Keynotes ein guter Entertainer!
    Ich hoffe das es nichts schlimmes ist, ich mein er war ja schonmal in Behandlung wegen eines Tumors?!

    Und ganz bös am Rande bemerkt…bei diesem Patentstreitkindergarten mit Samsung würd ich auch nicht dabei sein wollen. Zitat eines Userkommentars auf der ARD Seite: Ich lass mir patentieren, das man Nudeln mit Salz kocht. ;-P

    Alles gute Steve.

  2. Es ist sehr klug von Steve sich auf dem Höhepunkt des Erfolges zu verabschieden.
    Nicht jeder erfolgreiche Manager ist dazu fähig.
    Meine Hochachtung vor diesem Schritt…

    1. was kann nur besser werden?
      seine Gesundheit? Glaube eher net…dem gehts schon seid Jahren bescheiden.
      Das Unternehmen? Glaub ich auch net, ohne Steve Jobs wären die niemals so weit gekommen…wenn die so weiter machen wie Microsoft mit Ballmer dann geht auch Apple baden…

      1. Ich beziehe es auf das Unternehmen. Apple ist vielleicht weit (Microsoft war es auch) doch irgendwann ist auch deren oberes ende der Fahnenstange erreicht. Dann muss Apple (Mr. Cook) anfangen auch dem Nerd mit dem kleinen Geldbeutel den Mac oder das iOS näher bringen. Sonst wirds schneller nach unten gehen als gedacht / gehofft

    1. Wie kommst Du darauf? Ipod nano und shuffle haben auch nicht zu Apples Untergang geführt, sondern die Kriegskasse weiter aufgefüllt. Apple wird eher dadurch zum normalen Hersteller unter den anderen, weil sie dem Innovationsdruck nicht mehr standhalten können… iPod, iPhone, iPad… im Prinzip müssen die alle vier Jahre das eigene Portfolio um eine Geräteklasse erweitern, mit der sich 5+ Mio Geräte pro Quartal absetzen lassen. Es ist vorprogrammiert, dass Apple diesen Anspruch auf Dauer nicht erfüllen kann.

      1. Du gibts dir die Antwort schon selbst. Apple verabschieded sich langsam von seinem Image als Premiumhersteller. Die Tablets sind relativ günstig, angeblich sind Low-Cost-iPhones geplant, MBA gibts unter 1000 Euro und iCloud ist günstiger als die Konkurenz von Google und Amazon. Ein „Premiumhersteller“, der sich seiner starken Possition bewusst ist, handelt anders. Apple will (muss) weg vom Premium- ins Massensegment. Und da hats schon ganz andere aufgerieben. Bestes Beispiel HP… (Die IMHO sehr weitsichtig handeln…)

  3. Ich bewundere Steve Jobs seit vielen Jahren für seinen Mut, Dinge so anzugehen wie er sie für gut und richtig hält. Er hat immer die Breitschaft gehabt viel zu riskieren und hat dabei in der Regel auf eigene guten Ideen gebaut. Sicher haben auch andere Menschen gute Einfälle, aber eben nicht immer den nötigen Glauben daran um sie durchzusetzen. Steve Jobs gehört seit meiner Firmengründung 1987 zu meinen wenigen Vorbildern und ich wünsche ihm, dass er die ihm verbleibende Lebenszeit möglichst lange und gesund verbringen kann. Und mir ganz persönlich wünsche ich, dass Apple eine lange, erfolgreiche und human geführte Zukunft hat.

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