Eine Trillion Dateien: IBM entwickelt größtes Speichersystem der Welt

IBM-Rack

Rund 200.000 herkömmliche Festplatten verbaute der amerikanische IT-Konzern IBM für einen anonymen Kunden im derzeit größten Speichersystem der Welt. Mit einer Speicherkapazität von etwa 120 Petabyte, umgerechneten 120 Millionen Gigabyte, soll die Speicherung von bis zu einer Trillion Dateien möglich werden. Benötigt werden solche Kapazitäten vor allem für Wetter- und Klimasimluationen.

Um die Stabilität eines solch großen Speichersystems zu gewährleisten, mussten die Entwickler bei IBM spezielle Hard- und Softwaremechanismen entwerfen. Die Racks, in welchen die Festplatten über- und nebeneinander montiert werden, mussten deutlich verbreitert werden und statt einer herkömmlichen Kühlung durch Ventilation kommt eine spezielle Wasserkühlung zum Einsatz.

Für den nicht unwahrscheinlichen Fall eines Ausfalls einer Festplatte griff man bei IBM auf ein bewährtes System zurück. Wie bei einem RAID-System werden Daten nicht auf einer einzelnen Festplatte, sondern in mehrfacher Ausgabe auf mehreren Festplatten abgespeichert, so dass bei einem Ausfall einer einzelnen Festplatte, die Informationen nicht verloren gehen. Durch das eigens von IBM entwickelte Dateisystem GPFS („General Parallel File System“) schafft das System des Weiteren bisher unerreichte Geschwindigkeiten in Lese- und Schreibvorgängen.

Große Speichersysteme werden immer wichtiger, da Simulationen immer komplexer und spezielle Methoden wie etwa „iterative Simulationen“, bei welchen eine Simulation tausende Male durchgeführt und anhand ihrer Ergebnisse verglichen wird, immer öfter Verwendung finden.

[via technology review]

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  1. Es geht vorwärts mit der Technik! Schön, dass sonst nur theoretische Projekte auch mal in die Praxis umgesetzt werden und dann auch einen Zweck erfüllen, welchen hier genau auch immer.

  2. Große Rechenleistungskapazitäten und Datenspeicher werden, insbesondere wenn der Kunde „geheim“ ist, in aller Regel für militärische Zwecke verwendet. Einerseits grausam, andererseits gibt es viele technische und chemische Errungenschaften, die wir heute täglich zivil nutzen, zunächst mit militärischen Zielen entwickelt. Ich kann aus voller Überzeugung die ewigen Märchen von der Berechnung von Klimaentwicklungen nicht mehr hören. Wetter und Klima sind im wahrsten Sinne des Wortes unberechenbar; außer für 2-3 Tage; die Erfahrungen des Lebens zeigen das. Da es keine mathematische Formel für „wie wird das Wetter in 8 Tagen sein“ oder für andere Klimaentwicklungen (wie wird das Klima im Jahre 2100 sein…) gibt, und auch nicht geben wird, ist das alles Blödsinn. Wahnsinnig viel Rechenkapazität wird auch verschwendet, um Atomwaffentests zu simulieren. Klar, besser als echte Atomwaffentests zu machen; aber ebenso sinnlos. Man weiß doch heute schon extrem genau, was welche Art und Größenordnung von Kernwaffen anrichten können. Nach dem dritten Weltkrieg jedenfalls werden die Menschen wieder mit Keulen und Steinen kämpfen; wenn es noch Menschen gibt.

  3. Und an der Umwelt denkt keiner.
    Das Teil verbraucht richtig viel Strom. Und stößt Unmengen an CO² aus.
    Zudem die Materialressourcen.

    Für angeblich Wettersimulationen? xD
    Tja, wenn … dann muss man diese Einrichtung in den Berechnung einkalkulieren.

  4. Wer wird da wohl so viele Daten sammeln? Kann ja nur google oder der achso schöne Staat sein. Denn unsere Daten sind denen ihr Profit. codyon21

  5. arg was es nicht schon alles gibt!
    na wasserkühlung ist ja schon besser als normale luftkühlung. bei so riesigen maschinen braucht man schon ordentlich kühlleistung – sie könnten das auch mit fernwärme verbinden und daraus ein ganzes bürohaus heizen. gibt da ja ne menge an möglichkeiten. bei ibm bin ich aber ganz guter dinge – normalerweise machen sie was gescheites mit ihren technologien – siehe smarter planet!

  6. „Speicherung von bis zu einer Trillion Dateien“
    Was für eine vollkommen Sinnlose Angabe!
    Wie groß sind denn die Dateien? Mehrere GB oder im Idealfall „0 Byte“ ?

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