Internationale IT-Firmen halfen Gaddafi die Libyer auszuspionieren

Muammar Gaddafi, Leader of the Revolution of the Great Socialist People’s Libyan Arab Jamahiriya, sits reading in the Plenary Hall of the United Nations (UN) building in Addis Ababa, Ethiopia, during the 12th African Union (AU) Summit

Muammar al-Gaddafi war schon vor dem Bürgerkrieg ein zu allem entschlossener Mann und das zeigt sich nach dem Fall von Tripolis noch deutlicher. Das Wall Street Journal schreibt, dass Gaddafi das libysche Volk seit Jahren online ausspionieren ließ. Internationale IT-Unternehmen halfen ihm dabei.

In die Überwachungsmaßnahmen, die der Diktator durchführen ließ, sind Firmen aus den USA, Kanada, Europa und Afrika verwickelt. Alle halfen mit, Telefone zu überwachen, das Internet zu filtern und E-Mails zu durchforsten.

Auch Narus von Boeing ist betroffen. Das Unternehmen hat offenbar geplant, seine eigenen Internet-Filtertechnologien in Libyens etablierte Überwachungstechnik zu integrieren. Das französische Unternehmen Amesys hat dem Bericht nach Libyen 2009 mit einer Deep Packet Inspection Software versorgt, mit der Nachrichten von Hotmail, Yahoo, Gmail, MSN Messenger und AIM durchforstet werden konnten.

Der Nachrichtenverkehr wurden bis Februar 2011 überwacht, als Gaddafi das Internet komplett abschalten ließ. Schade für die Unternehmen, dass die Revolution erfolgreich war. Sonst hätten sie weiter Geld machen können. [Kwame Opam / Andreas Donath]

[Via WSJ]

[Bild: U.S. Navy photo by Mass Communication Specialist 2nd Class Jesse B. Awalt]

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