Nexus S ist das neue Hirn eines ISS-Roboters

Nexus S SPHERES

Als im Jahr 1999 David Miller, Professor am Massachusetts Institute of Technology (MIT), seinen Studenten eine Szene aus Star Wars zeigte, in welcher Luke Skywalker mit einer schwebenden Sphäre trainiert, stand er auf, deutete auf die Sphäre und sagte: “Baut mir ein paar von diesen Dingern”. Bereits seit 2006 sind Prototypen auf der ISS im Einsatz. Nun bekommen sie mit dem Nexus S ein adequates Hirn spendiert.

Die Roboter mit dem Namen “SPHERES” besitzen alles, was es braucht, um sich in der Schwerelosigkeit fortzubewegen, und sind dabei nicht größer als eine Bowlingkugel. In der Entwicklungsphase entschied sich das Team rund um Miller für den Einbau eines “Expansion Ports”, mit welchem man den Roboter später um bestimmte Sensoren oder Kameras erweitern könne. Oder man verbindet einfach ein Samsung Nexus S damit und hat Sensoren, Kameras und WLAN-Kompatibilät in Einem.

Heutige Smartphones packen mit einer Vielzahl an Sensoren, mehreren Kameras und einer leistungsfähigen CPU einen ganzen Haufen Technologie in einen relativ kleinen Formfaktor. Eine nahezu optimale Lösung für die kleinen Roboter, die abseits von den Sensoren und der CPU auch von der WLAN-Kompatibiliät des Handys profitieren. Durch sie können sie sich mit dem Netzwerk der ISS verbinden und könnten so in Zukunft von der Erde aus ferngesteuert werden. Man wolle den Astronauten so viel Arbeit wie möglich abnehmen, damit diese sich mit wissenschaftlichen Experimenten beschäftigen können. Später sollen die Roboter sogar Reparaturarbeiten außerhalb der Raumstation vornehmen können.

Warum aber wählte man bei der NASA gerade das Nexus S aus und kein iPhone? Laut dem führenden Ingenieur Wheeler sei das Smartphone besonders leicht auseinanderzunehmen und Android die präferierte Plattform, weil es einfach sei, dafür zu programmieren. Man habe außerdem einige Konfigurationen vornehmen müssen, welche mit anderen Betriebssystemen nicht so leicht möglich gewesen wären.

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[via geek.com, NASA]

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  1. Und warum kein iPhone
    – Man muss für die entwicklung nicht Zahlen,
    – Man kann alles Programmieren ohne apples STOPP dazwischen
    – wie gesagt ist es einfacher
    – und und und

  2. Ich als iPhone-user sehe das ganz genauso! Ein Mobiltelefon wie das iPhone wurde auch nicht dafür konstruiert um an einen Roboter geheftet zu werden und so den Funktionsumfang zu erweitern! Von daher würde ich hier nicht mit einer Debatte anfangen warum das iPhone denn so schlecht ist!
    Beide Systeme haben ihre Vorteile wie jeder der sich ein bisschen damit auskennt auch weiß!

    1. Wieso sollte man das iPhone hier nicht erwähnen? Ich persönlich sehe es genauso wie Mario, dass das iPhone hierfür einfach nicht geschaffen wurde und das Android für solche experimentellen Sachen die beste Plattform ist. Doch darf die Frage „Wieso kein iPhone?“ durchaus gestellt werden, wenn Apple der derzeit größte Smartphonehersteller ist.

  3. für was braucht man im all wlan?

    „Oder man verbindet einfach ein Samsung Nexus S damit und hat Sensoren, Kameras und WLAN-Kompatibilät in Einem.“

    1. Ist im nächsten Absatz beschrieben. Durch das WLAN verbindet sich der Roboter mit dem
      WLAN-Netzwerk der ISS wodurch er wiederum von Erde (Mission Control) ferngesteuert werden kann und auch verschiedene Daten direkt an die Station auf der Erde übermitteln kann.

    1. Nein, doch es ist im Vergleich zu anderen Smartphones leicht auseinanderzunehmen und mit Android auch komfortabel zu programmieren.

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