Kurztest: Was taugt das faltbare Sony Tablet P?

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Es ist wirklich lobenswert, dass Sony etwas Neues ausprobiert. Mit dem zusammenklappbaren Tablet P und seinen zwei Bildschirmen versucht das japanische Unternehmen aus den gängigen Designschemata auszubrechen. Aber was taugt das Gerät in der Praxis? Wir haben es uns angesehen.

Wir konnten nur sehr kurz mit dem Sony Tablet P herumspielen und dazu kommt, dass es ein Prototyp war, dessen Software noch sehr unausgereift erschien. Das Sony-Gerät ist ein kleines Tablet mit zwei 5,5 Zoll großen Displays, die zusammen gefaltet werden können. So passt das tonnenförmige in fast jede Tasche. Es wird mit Android 3.2 ausgeliefert und bietet sowohl WLAN als auch eine mobile 3G-Breitbandanbindung. Ein reines WLAN-Modell ist derzeit nicht geplant.

Das Beste Sony Tablet P ist seine gute Tragbarkeit. Wer keine große Tasche herumtragen will, kann das Tablet einfach in eine etwas größere Jackentasche stecken Die Scharniere sehen stabil genug aus und das Gerät wirkt fast unkaputtbar. Es wiegt übrigens nur rund 370 Gramm.

Sony hat eine Reihe von Apps für das Gerät entwickelt, die das Zweibildschirmprinzip nutzen können. Einige sind recht gut gemacht wie zum Beispiel die SMS-Anwendung, die einen der beiden Bildschirme in eine Tastatur verwandelt. Die PlayStation-App für PlayStation-1-Spiele nutzt das Bildschirm-Doppel ebenfalls und packt die Steuerung in den einen Bildschirm während der andere als „Fernseher“ verwendet wird. Auch die E-Mailapp ist gut gemacht.

Leider endet hier der Lobgesang.

Wenn man das Tablet öffnet, blicht man zwischen die beiden Bildschirme auf einen recht dicken, schwarzen Rand. Dort befinden sich die Scharniere. Dieser Umstand lässt sich einfach nicht ignorieren.

Die Größe und die Form der Displays sind keinen Anwendungszweck wirklich gut geeignet. Hält man das Gerät vertikal, soll es sich wie ein Buch anfühlen, aber die E-Book-App zeigt den Text dadurch in zu geringer Schriftgröße an. Die schlechteste App ist die Videoanwendung. Hier wird der Film auf einen Bildschirm verbannt, während die Steuerung den gesamten unteren Bildschirm ausfüllt. Doch wer braucht schon die ganze Zeit über den Play-Button und die Tasten zum Vor- und Zurückspulen?

Ärgerlich ist, dass bislang nur Sony einige Apps entwickelt hat, die das Doppelbildschirmsystem nutzen. Die API soll zwar veröffentlicht werden, aber ein solcher Schritt bringt meist nicht viel. Glaubt Sony wirklich, dass Entwickler für dieses Nischenprodukt mit Honeycomb-Android spezielle Programme erstellen? Das wird kaum funktionieren.

Man muss noch einmal betonen, dass die Zeit zum Ausprobieren wirklich knapp bemessen und die Software des Geräts noch nicht fertiggestellt war. Ich wollte zu Beginn wirklich, dass mir das Gerät gut gefällt und finde es hervorragend, dass sich Sony über den Tellerrand hinaus gewagt hat. Aber es steht zu befürchten, dass die Geschichte es genau so ausgeht wie beim Kyocera Echo oder dem Toshiba Libretto.

Die riesige Lücke in der Mitte stört und das Gerät sollte eher ein 4:3-Format aufweisen. Sony sollte bei der Entwicklung der nächsten Version des Tablets noch einmal in sich gehen. Weit vom Ziel sind sie nicht mehr entfernt.

Spezifikationen:

Zwei 5,5 Zoll große Displays mit je 1.024 x 480 Pixeln
1 GHz NVIDIA Tegra 2 CPU
1 GByte RAM
5 Megapixel und 0,3 Megapixel-Kamera
4 GByte interner Speicher
SD-Slot
WLAN + UMTS
Gewicht: 372 Gramm
Akkulaufzeiten: Maximal 7 Stunden, mit WLAN 6,1 Stunden und mit UMTS 4,6 Stunden.

Das Sony Tablet P soll im November 2011 zu einem Preis von 599 Euro auf den deutschen Markt kommen. [Brent Rose / Andreas Donath]

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  1. Endlich mal etwas neues! Zur zeit versuchen alle Hersteller von Tablets ein noch dünneres oder leichteres Tabelt als das IPad herzustellen und Sony hat nun endlich ein neues Design ausprobiert :)

  2. Ich weiß nicht, ob der Rand so ein großes Problem ist. Durch den breiten Rand lässt sich das Tablet sicher gut und sicher halten, ohne dass die Gefahr besteht, dass man Bedienelemente auf dem Display erwischt, etwas verdeckt oder auch nur mit den Fettfingern den Rand des Displays verschmiert. Und der Spalt zwischen den Displays ist ja schlicht technisch bedingt. Ich glaube nicht, dass Sony überhaupt das Ziel hat, den Eindruck zu erwecken, dass es sich im geöffneten Zustand um EIN Display handelt. Wenn man ein Gerät mit zwei Displays kauft, sollte man auch akzeptieren, dass es sich um zwei Displays handelt – hat ja schließlich auch Vorteile :)

  3. Als ich im Internet gelesen habe ,dass Sony ein Tablet Pc entwickelt war ich sehr erfreut. In Sachen Design und Hardware ist Sony spitzenreiter. Zb die Psp war eins meiner lieblingsgeräte von der Optik und von der Hardware. Aber Sony hat die Fans echt entäuscht. Das neue Sony Tablet ist einfach nur ein „FAIL“. Das Design ist einfach nur …… .Und anstatt ein Tablet mit Windows 8 rauszubringen was ja noch in entwicklung ist, ein Tablet mit Android ist ja nichts neues und langweilig. Für mich ist das Sony Tablet ein FAIL.
    GO SAMSUNG !!!

  4. Vom Aussehen her finde ich das klasse erinnerte mich erstmal an den DS :-P
    Ich bin sehr Positiv überascht wie oben schon gesagt alle machen die dinger nur Dünner dünner…und noch …dünner, was ich rein Optisch total Langweilig finde
    Gekauft wirds es zwar nicht ich hab schon ein Android Tablet und die sind ja irgentwie alle gleich nur um was zu klappen ist das sicher zu viel geld.

    PS: Los sony mach mal was neues (wirklich)

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