Kurztest: Sony 3D Kopfkino HMZ-T1

Sony 3D Kopfkino

Auf der IFA hatten wir die Gelegenheit, Sonys neues 3D Kopfkino auszuprobieren. Die Brille kommt ohne Fernseher oder Beamer aus und spielt die von Blu-ray-Player oder Spielekonsole kommenden 3D-Inhalte auf kleinen OLED-Displays direkt vor den Augen des Betrachters ab.

Das Sony 3D Kopfkino trägt sich ungewohnt, aber nicht unangenehm. Die ganze Konstruktion ist etwas vorderlastig, sitzt dank der hinter dem Kopf verlaufenden Bügel, die verstellbar sind, aber fest und stabil. Auch beim leichten Wackeln mit dem Kopf verrutscht nichts, schön wären trotzdem Seitenstege gewesen, um für einen besseren Sitz auf unterschiedlich breiten Nasenrücken zu sorgen.

Brillenträger müssen ihre Brille unter dem Kopfkino aufbehalten, denn einen Dioptrienausgleich bietet das Sony-Gerät nicht. Speziell bei sehr breiten Brillen kann das problematisch werden, weil sie unter dem Kopfkino einfach keinen Platz finden. Zudem sitzt das Kopfkino bei Brillenträgern noch weiter auf der Nasenspitze, was gefühlt ein Stück zu weit vorn ist.

Das 3D-Bild des Kopfkino ist gut. Es wird auf zwei 0,7 Zoll großen OLED-Displays mit 720p direkt vor den Augen des Betrachters dargestellt. Laut Sony soll das von der Größe her wie eine Kinoleinwand wirken, was wir im Test allerdings nicht so empfanden. Man hat eher das Gefühl auf ein sehr nahes Display zu schauen, um das herum der Rahmen der Brille deutlich wahrnehmbar ist. Dennoch kommt der 3D-Effekt gut rüber und das Bild wirkt angenehm groß und flüssig.

Die Position der kleinen Displays lässt sich übrigens durch zwei Schieberegler an der Unterseite der Brille verändern, um sie dem Augenabstand anzupassen. Ob die Brille nach einiger Zeit zu drücken beginnt oder das 3D-Bild auf Dauer die Augen ermüdet, konnten wir nicht prüfen, da wir nur einige Minuten hatten, um die 3D-Brille auszuprobieren. Auch zum Klang (5.1 Surround Sound) lässt sich nicht viel sagen, da der Geräuschpegel in der Sony-Halle recht hoch war – abschirmen tun die Kopfhörer die vorhandenen Umgebungsgeräusche schon mal nicht. Immerhin lassen auch sie sich verstellen, damit sie genau auf den Ohren sitzen.

Eingespielt werden Bild und Ton per Kabel, das zu einem schwarzen Kästchen führt, welches für die Signalverarbeitung zuständig ist. Dieses bietet einen HDMI-Eingang, um Blu-ray-Player oder Spielekonsole anzuschließen. Auf weitere Eingänge hat Sony verzichtet.

Das 3D Kopfkino HMZ-T1 soll im Herbst für 799 Euro auf den Markt kommen. Einen Massenmarkt dürfte sich Sony damit nicht erschließen, für technikbegeisterte Nutzer ist es jedoch ein schickes Gadget – das aber durchaus noch etwas Raum für ergonomische Verbesserungen lässt.

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  1. Wenn nun noch eine Dioptrieneinstsellung, ein Mikrofon und bessere Kopfhörer die abschirmen und 7.1 Surround-Sound auf Hardwareebene bieten wäre es ein ziemlich perfektes Head Mounted Display.

    Vor allem eine Dioptrieneinstellungsmöglichkeit erachte gemessen an den Aufkommen an Sehbehinderungen für unumgänglich. Da beschneidet man sich selbst den Markt.

    Als Brillenträger wäre dies für mich ein Nichtkaufgrund.

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