Preisgekrönter Naturfotograf beim Photoshopping-Betrug erwischt

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Warum hat Terje Helles den Preis des schwedischen Naturschutzministeriums 2010 gewonnen? Weil er so viele schöne Fotos von bedrohten Arten gemacht hat. Und wie hat er diese Tiere aufgespürt? Im Wald? Nein. Auf den Websites von Fotoagenturen. Nun hat man ihn erwischt.

Der Betrug wurde vom schwedischen Naturschützer Gunnar Gloerson entdeckt. Ihm fiel auf, wie viele Bilder Helles von einigen Tierarten machen konnte. Innerhalb eines Jahres soll er sechs Luchse aufgespürt haben – und sie innerhalb von 9 Monaten 150 Mal fotografiert haben. Die meisten Naturfotografen machen einmal im Jahr eine solche Entdeckung – aber Helles schaffte es, praktisch jede Woche ein perfektes Foto von einem der scheuen Tiere zu machen.

Die Bilder sahen nur so gut aus, weil Helles sie mit Photoshop montierte und dabei Material von Fotoagenturen verwendete. Und das hat er nicht einmal besonders gut gemacht, wie einige Beweisfotos zeigen, die eher an unbeholfene Versuche mit MS Paint erinnern.

Gloerson fiel auf, dass die Tiere darauf sehr unnatürlich aussahen und eines gar sein Sommerfell in einer Winterlandschaft trug. Wie die Naturschutzbehörde darauf herein fallen konnte, wird wohl ein Rätsel bleiben. [Sam Biddle / Andreas Donath]

[Via UPI, PetaPixel]

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  1. Ich frage mich welche Bildteile er montiert haben soll? Es geht nämlich nicht ausdrücklich aus dem Text hervor, ob er nun Luchse oder Hinter-/Vordergründe „geklaut“ haben soll.
    Und weil das nicht eindeutig daraus hervor geht, nehme ich mal an, dass man denken soll, er hätte die Tierbilder geklaut. Ich denke aber genau aus diesem Grund (der Ungenauigkeit der Beschreibung), dass er nur die Hinter/Vordergründe entsprechend manipuliert hat.

    Tja, mein Gott, und?

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