Wer hat mit wem und wie lange hat er? Mobilfunkanbieter hamstern Kundendaten

Vorratsdatenspeicherung

Laut „Berliner Zeitung“ und der „Frankfurter Rundschau“, speichern deutsche Mobilfunkanbieter die Daten ihrer Kunden deutlich länger als erlaubt. Damit geht die hitzige Debatte um den Datenschutz in die nächste Runde.

Einem internen Leitfaden der Münchner Generalstaatsanwaltschaft zufolge speichern Mobilfunkanbieter wie T-Mobile, Vodafone und E-Plus vertrauliche Kundendaten deutlich länger als nötig. Damit können die Anbieter jederzeit einsehen, welcher Kunde, wie lange mit wem telefoniert hat. Bis zu 90 Tage sollen solche Verkehrsdaten vollständig verfügbar sein. Damit verstoßen die Anbieter gegen ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts aus dem Jahr 2010, demzufolge nur solche Daten gespeichert werden dürfen, die für Arbeitszwecke dringend benötig würden. Alle anderen Daten müssten unverzüglich gelöscht werden. Lediglich O2, der Daten bereits nach sieben Tagen in den Papierkorb wandern lässt, steht laut der Aufstellung mit weißer Weste da.

Nach Ansicht des Arbeitskreises Vorratsdatenspeicherung, einem Bündnis von Datenschützern, ist das Verhalten der Datenhamster illegal. Sie rufen deshalb zur Teilnahme an einer Petition auf, die eine Aufnahme des Straftatbestands der illegalen Datenspeicherung in die Strafprozessordnung zum Ziel hat.

[Via itespresso]

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  1. Aber bei den Kunden liegt immer eine einverständniss Erklärung vor, damit man als Kunde nachvollziehen kann wann und wie lang ich mit jemandem telefoniert habe!

  2. Übrigens für die Leute dies noch nicht wissen….T-Mobile ist Geschichte….es gibt nur noch die Telekom Deutschland GmbH….T-Home und T-Mobile sind fusioniert….

    1. Vorsicht mit solchen Aussagen… T-Sonstwas ist in den letzten Jahren öfter mal auseinander- und wieder zusammengegangen. Das scheint bei deren Chefs irgendwie eine Hobbyaktivität zu sein.

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