Wer anyonym bleiben will, sollte auf seinen Gang achten

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Wenn man eine Menschenansammlung betrachtet, fällt schnell auf, wie unterschiedlich die einzelnen Personen laufen. Eine neue Studie zeigt auf, dass das Gangbild so einzigartig ist, dass es für eine Personenidentifikation ausreichen würde.

Die Studie der Shinshu Universität in Japan wurde von Todd Pataky geleitet. Die Forscher untersuchten zahlreiche Charakteristiken des Gangmusters, wie zum Beispiel das Abrollverhalten, die Abfederung und vieles mehr. Im Rahmen der Versuche fand man heraus, dass jede Person mit 99,6 prozentiger Genauigkeit wieder erkannt werden konnte, wenn man ihr Gangmuster vorher genau analysiert hatte.

Die Untersuchungen wurden bei barfuß laufenden Leuten gemacht. Ob das auch klappt, wenn sie Schuhe tragen, ist bis bislang nicht erforscht worden. Trifft das zu, wäre das eine Grundlage für ein beängstigendes Szenario. Aus Videobildern ließe sich relativ leicht feststellen, wer sich wo befand. Seine Anonymität zu bewahren dürfte damit immer schwerer werden. [Kelly Hodgkins / Andreas Donath]

[Via Discovery]

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  1. Ich musste schon bei der Überschrift auch sofort an Doctorows „Little Brother“ denken. Ist schon beängstigend wie wenig Fiction in diesem sience fiction werk steckt.

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