Kurztest: Wacom Cintiq 24HD – das Traumtablet für Designer

acom

Wir haben für kurze Zeit die Gelegenheit gehabt, uns das riesige Zeichentablett Wacom Cintiq 24HD anzusehen. Wir waren begeistert, auch wenn das Gerät mit seinem eingebautem Bildschirm rund 2.300 Euro kostet.

Was uns gefällt

Das neue Wacom ist erheblich besser als das bisherige Spitzenmodell Wacom Cintiq 21UX. Es ist noch immer erhältlich und nicht wirklich schlecht, aber das neue Zeichentablett schlägt seinen Vorgänger um Längen. Nicht nur weil sein Bildschirm mit 24 Zoll und 1.920 x 1.200 Pixeln so gut ist, sondern auch weil die Verarbeitungsqualität überzeugt. Das IPS-Panel im Wacom Cintiq 24HD gibt die Farben sehr gut wieder. Der Touchscreen erfasst die Stifteingaben mit 2048 unterschiedlichen Druckstufen. Außerdem berücksichtigt das Tablet Stiftneigungen bis 40 Grad.

Besonders gut gelungen ist das Design des Wacom Cintiq 24HD. Anders als das 21-Zoll-Modell ist es genau so gut einzusetzen wie ein Zeichenblock. Das eingebaute Gegengewicht und die abgefederte Halterung erlauben es, das Gerät so zu positionieren wie man will – egal ob man auf einem Stuhl sitzt, steht oder das Tablet auf dem Tisch platziert.

Man kann das Wacom Cintiq 24HD als Zweitdisplay verwenden, weil man es wie ein normales Desktopdisplay aufstellen kann. So eignet es sich hervorragend für den Einsatz von Illustrator, Painter, Photoshop, Animate oder welcher Grafik- oder Videoanwendung auch immer.

Die Bildqualität des IPS-Panels erinnert an das iPad. Seine hohe Blickwinkelstabilität übertrifft alles, was Wacom bislang auf den Markt brachte. Nach Herstellerangaben kann das Display kalibriert werden, um eine hohe Farbkonsistenz zu erzielen.

Rund um den Bildschirm befinden sich berührempfindliche Knöpfe und Scrollrädchen, wie man sie vom iPod her kennt. Damit lassen sich zahlreiche Parameter verändern, wie zum Beispiel die Zoomstufe oder die Pinselgröße. Mit der beiliegenden Software können den Bedienelementen beliebige Befehle zugeordnet werden. Ein Hilfe-Knopf sorgt für die Einblendung der Knopfbelegung auf dem Bildschirm. Auch eine virtuelle Tastatur kann eingeblendet werden. Das erspart in vielen Fällen den Griff zur echten Tastatur. Beim Zeichen mit dem Stift spürt man keinerlei Verzögerung.

Was uns nicht gefällt

Die Auflösung von 1.920 x 1.200 Pixeln ist angesichts der riesigen Fläche des 24-Zoll-Modells (61 cm) recht gering. Auch der Federmechanismus der Halterung könnte noch etwas verbessert werden. Eine hydraulische oder pneumatische Stütze würde vielleicht noch etwas sanfter reagieren. Und vielleicht fehlt dem einen oder anderen die Drehfunktion des 21UX – eine rotierende Halterung fehlt beim 24-Zoll-Modell. Aber das sind alles Kleinigkeiten.

Fazit

Wer mit Zeichen- und Grafikarbeiten sein Geld verdient, sollte sich das Wacom Cintiq 24HD unbedingt ansehen und das Grafiktablett ausprobieren. Es ist mit 2.500 US-Dollar nicht günstig – aber vielleicht ist die Ausgabe leichter zu verkraften, wenn man gerade auch ein Zweitdisplay sucht. Denn das ist durch den Kauf des Wacom Cintiq 24HD nicht mehr erforderlich.

Das Wacom Cintiq 24HD soll ab Oktober 2011 in den Handel kommen.

Es misst ohne Standfuß 769,3 x 463,74 x 64 mm und wiegt 13,7 kg. Mit Standfuß erhöht sich das Gewicht auf 29 kg. Es erreicht eine Helligkeit von 190 cd/m2 und ein Kontrastverhältnis von 550:1. Die Reaktionszeit von 13 ms ist gemessen an aktuellen Displays recht hoch. Treiber für Windows ab XP sowie Mac OS X liegen bei. [Jesus Diaz / Andreas Donath]

YouTube Preview Image
Tags :
    1. Immer diese Motzerei. Man man man, lebt euch doch mal beim Sport aus oder schlaft mal wieder ordentlich.
      Der Artikel ist gut, das Wacom sowieso. Und „iPad“ kommt auch nur 1x darin.

      1. Warum soll man hier mit der Motzerei aufhören?
        Es ist eigentlich schon eine Armutszeugnis, wenn man ein solch professionelles Gerät mit dem elektronischen Spielzeug iPad vergleicht…diese zwei Geräteklassen sind einfach nicht zu vergleichen!

  1. Wer eine günstige lternative sucht, ich kann jedme das x41t von IBM empfehlen, ist zwar 6 Jahre alt, aber man bekommt es für knapp 200€ bei eBay und Co.
    Display hat ebenfalls Wacom technik, auch wenn es nur eine 128-Druckerkennung hat. f

  2. Wenn man nur mit billigen 100 Euro Baumarktmonitor-TN-Panels zu tun hatte kann man sicher nicht verstehen, warum hier das iPad Display als Vergleichshilfe aufgeführt wird. Schließlich könnt ihr nicht wissen, wie ein ordentliches Display zu sein hat.

  3. Man! man! man!…diese Meckergesellschaft.
    Es ist zwar blöd so ein professionelles Gerät mit den iZeugen zu vergleichen…zunächst, weil das natürlich die iSachen auf den Werbeweg verhelfen aber ich glaube der Verfasser hat einfach diesen Vergleich gemacht, so die Leser „alltägliche gewohnten“ Vergleiche haben. Außerdem dürfen sie reinschreiben, was sie wollen, auch die iSachen, wenn sie diese toll finden. Dies ist schließlich Ihre Webseite und sie sind für den Inhalt verantwortlich. Weder ist keinen gezwungen, den Artikel zu lesen, das Produkt zu kaufen oder diese Webseite weiter zu empfehlen
    Es gibt schlimmeres im Web…also kümmert Euch mal lieber um die viele „Ungerechtigkeiten“ womit das Internet gefüllt ist.
    Diese Destruktivität ist wirklich erstaunlich wobei Ihr überhaupt nicht wies, wie gut es Euch geht in Eurem Land! Euch alle eine schöne Woche!
    Wer Rechtschreibfehler findet darf ihn behalten, weil ich großzügig bin. Schließlich ist Deutsch nicht meine Muttersprache…als meine Webseite Euch verraten wird.
    P.S. (Was ich vergessen habe) ich bin kein iZeug Fan aber Fazit ist: Wir können meckern oder neidisch sein, wie wir wollen diese Sachen habe die Welt erobert und das ist die Wahrheit! Live and let live!!!

  4. Gerade habe ich das Cintiq 24HD mit seinen monströsen Ausmassen vor mir. Habe es mir Testweise ausgeliehen und würde mich gerne mit dem Tablett anfreunden. Das wird aber schwierig angesichts des Lüfters der klappert wie ein rostiges Blechfass. Der Lüfter ist unüberhörbar, das hält man echt nicht aus. Auch klingt er billigst gefertig (nicht gelagert). Allein diese Tatsache wird mich wohl vom Kauf abbringen. Schade, ich hätte so gerne eines, aber der Luftikus ist zu laut, billig und nervig.
    Bleibt höchstens die Chance, dass dies nur bei dem Leihgerät so ist. Wie sind eure Erfahrungen?

  5. Ich habe mit dem Lüfter kein Problem. Bei mir ist alles leise. Es gibt aber wohl verschiedene Lüftereinstellungen habe ich irgendwo auf der Wacom-Seite gelesen. Das Einzige, was mich wirklich stört, ist die wirklich total blöde Halterung. Man kann den Monitor prima über die Tischkante kippen, aber wer braucht das? Ich würde ihn lieber fast senkrecht aufstellen, so wie beim 21UX. Ist hier aber leider nicht möglich, ausser man klemmt sich ein paar Bücher drunter. Es gibt keine stufenlose Verschiebung in der Höhe. Für den Preis ziemlich peinlich. Ansonsten ist das Arbeiten mit dem Wacom ein Traum, aber diese Halterung muss dringend verbessert werden.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Advertising