Social Media Fail: Über Handy getwittert, Kündigung erhalten

joemarini

Wer quatscht, der fliegt. So kann man Microsofts Social Media- und Blogging-Richtlinien spätestens seit gestern interpretieren. Denn ein Windows Phone-Manager, der auf Twitter zu offen über ein neues Nokia-Smartphone mit Windows Phone 7 gequatscht hat, musste den Konzern nun verlassen.

Wie GeekWire berichtet, wurde Joe Marini gekündigt, nachdem man ihm vorgeworfen hatte, gegen die Richtlinien verstoßen zu haben. Diese besagen, dass Mitarbeiten auf Plattformen wie Twitter und Facebook nicht über sensible Unternehmensinterna schreiben dürfen.

Genau das hat Marini aber getan, und auf Twitter sind die entsprechenden Einträge immer noch zu lesen. Dort schreibt er über die hochwertige Verarbeitung, die gute Kamera und das flotte Userinterface. Er gibt dem Gerät auf Nachfrage von anderen Usern sogar eine Note (8 von 10). Das war wohl zu viel für Microsoft, das ohnehin seit einiger Zeit eine rigidere Informationspolitik verfolgt.

[via geekwire.com, twitter.com]

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  1. Da lobt ein Mitarbeiter das eigene Produkt und wird rausgeworfen? Das ist die schlechteste Werbung die MS nur haben kann. Gerade eine 8 von 10 macht das sogar noch glaubwürdig. Es sind ja noch nicht mal technische Details zu lesen.

  2. Alle wollen ein Stück vom Apple Kuchen abhaben. Dass sie dabei auch die harte Informationspolitik verfolgen ist äußerst fragwürdig…

  3. Ich würde eher sagen es geht hier nicht um die Kritik die er geäußert hat, sondern einfach um das Prinzip. Mit seinem Arbeitsvertrag verpflichtet er sich keine Unternehmenssensiblen Daten zu veröffentlichen. Soetwas dann doch zu machen, ist ein Kündigungsgrund. Sie hätten es nicht machen müssen, aber es ist die beste Alternative Leute davon abzuschrecken sensible Daten zu veröffentlichen, die im Endeffekt dem Unternehmen schaden können.
    Außerdem Kritik zu veröffentlichen bevor das Gerät Marktreif ist, was heißt es kann noch viel damit geschehen und Softwaretechnisch verbessert werden, ist auch nicht gerade ein kluger Schachzug, welchen ich mir auch nicht gefallen lassen würde.

  4. Und der wichtigste und beliebteste Mann bei Microsoft scheint er wohl auch nicht gewesen zu sein… Schon tragisch, wenn Selbstüberschätzung und Naivität zusammenkommen.

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