Alles was Ihr über das neue Facebook wissen müsst

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Bei Facebook dreht sich künftig alles um die neue Timeline, die Mark Zuckerberg gestern auf der Entwicklerkonferenz F8 vorgestellt hat. Damit einher gehen richtig große Änderungen. Wir zeigen Euch, was sich künftig bei Facebook ändert.

Timeline

Zuckerberg bezeichnet die Timeline als „alle Deine Geschichten, alle Deine Apps, ein neuer Weg, auszudrücken, wer Du bist“. Heißt: Künftig enthält die Timeline alle von Euch bei Facebook veröffentlichten Inhalte. Sozusagen Time Machine für Euer Leben.

Bei der Navigation verdichtet Timeline ältere Informationen auf eine handhabbare Größe. So zeigt die Timeline für zurückliegende Jahre zum Beispiel nur noch die jeweils wichtigsten Facebook-Beiträge des Jahres. Welche das sind, das bestimmt Ihr selbst. Ihr könnt Beiträge nach Belieben in der Timeline herausstellen oder daraus löschen. Ihr könnt auch festlegen, wer Eure Timeline überhaupt sehen darf und wer nicht. Ziemlich wichtig, denn sonst könnte die jüngst eingeführte Abofunktion dazu führen, dass völlig fremde Eure Timeline überwachen.

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Richtet Euch also schon mal darauf ein, dass Ihr ein paar Stunden verbringen werdet, bis Ihr Eure Timeline in Schuss gebracht habt. Das heißt: Erst mal muss die Timeline ja allen Facebook-Nutzern zur Verfügung stehen. Das soll im Laufe der nächsten Woche nach und nach passieren. Zunächst können nur Entwickler auf Timeline zugreifen.

Ticker

Zuckerberg hat außerdem die Unterschiede zwischen dem Ticker und dem Newsfeed erklärt, die ebenfalls Teil des bevorstehenden Updates sind. Der Ticker ist für die Details des Lebens gedacht, wo ihr gerade seid, was ihr macht etc. Wenn Ihr Eure Freunde damit nicht nerven wollt, dann schreibt ihr das in den Ticker und die Status-Updates bleiben für wichtigeres reserviert. So wird der Ticker zur Twitter-Konkurrenz.

Open Graph Apps

Zuckerberg bezeichnet Open Graph als perfektes Nutzererlebnis. Nutzer können die Aktivitäten einer App an den Ticker übergeben, ohne dass sie mit irgendwelchen Dialogboxen konfrontiert werden. Alles, was Ihr in einer App tut, landet in der Timeline, ohne weiteres Zutun. Gut, dass man den Zugriff auf die Timeline für jede App einzeln regeln kann. Benutzer und ihre Freunde können sehen, welche Lieder am häufigsten abgespielt wurden, wie oft sie Pizza gegessen haben oder was sie gespielt haben. Freunde können sich Eure Aktivitäten angucken, um neue Musik, neue Spiele und Restaurants zu entdecken. Die Apps könnt Ihr ab sofort adden, auch wenn die Timeline erst in ein paar Wochen kommt.

Social Sharing

Das neue Facebook soll das Entdecken neuer Inhalte besonders leicht machen. Wenn ein Song im Ticker erscheint, dann soll man einen Musikdienst wie Spotify aufrufen können, um das Lied abzuspielen. Sogar das gleichzeitig Abspielen von Songs bei mehreren Nutzern soll möglich sein. Andererseits hat es Facebook wohl nicht geschafft, die verschiedenen Musikservices zu vereinen. Zuckerberg sagte nämlich auch, dass man zur Wiedergabe den selben Dienst nutzen muss, über den der Freund, in dessen Ticker man das Lied entdeckt hat, diesen abspielte. Das wird ziemlicher Murks, schon alleine weil nicht jeder Dienst in jedem Land zur Verfügung steht. Der eine ist bei Spotify, der nächste bei Turntable, der nächste bei Napster …

Die gleichen Empfehlungsfunktionen, die es künftig für Musik gibt, wird Facebook auch für News, Social Games und Lifestyle-Apps bereitstellen. So zeichnet zum Beispiel eine Lifestyle-App im Ticker auf, wie weit Ihr zuletzt gelaufen seid. Dann gibt es eine Zusammenfassung davon in der Timeline und aus der können Freunde erkennen, welche Apps Ihr so alles nutzt.

Fazit

Diese radikalen Veränderungen werden vor allem zu einem führen: Unzufriedenheit bei den Nutzern. Das hat allerdings nicht unbedingt etwas mit den Änderungen selbst zu tun, sondern damit, dass es überhaupt Änderungen gibt. Eigentlich immer, wenn Facebook etwas verändert, gibt es eine ganze Menge Nutzer, die sich darüber beschweren, dass hier ein großartiger Dienst zugrunde gerichtet wird.

Tatsächlich aber scheint mir Facebook von Myspace und Friendsster zu lernen – bzw. von deren schlechten Beispielen. Wer stehen bleibt, der fällt zurück, nur wer sich weiterentwickelt kommt voran. Die Timeline ist der logische nächste Schritt in der Facebook-Evolution. Das heißt nicht, dass sie perfekt ist oder dass nicht schon bald ein paar Peinlichkeiten von vor drei Jahren in der einen oder anderen Timeline auftauchen könnten. Aber Ihr könnt mit der Timeline vermutlich besser zeigen, wer Ihr wirklich seid. Und hoffentlich bekommen sie das mit der Musik-Integration noch auf die Kette. [Tim Kaufmann]

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  1. Ist das jetzt ernst gemeint? Ich bin schon mit den neuen Freundeslisten überfordert und habe auch weiterhin eigentlich keine Lust mich mit weiteren Neuerungen auseinander zusetzen (1 Wort?).
    Auch kann ich den Sinn noch nicht erkennen, wieso es jemanden interessiert was ich heute koche und überhaupt grade mache.
    Wird diese Aufmerksamkeitshurerei irgendwann mal ein Ende nehmen?

  2. ohhh man die sollten erst mal das iphone facebook apl in griff kriegen was das nicht so abkackt ansich ist timelife was cool aber das abbonieren voll schrott

  3. warum nicht einfach so lassen wies ist? hab keinen bock darauf mich an was neues zu gewöhnen. warum etwas verschlimmbessern, wenns so doch sehr gut funktioniert?

  4. Wir wissen doch eigentlich alle dass diese Neuerungen nicht der Kundenfreundlichkeit dienen, sondern der Generierung neuer Nutzerdaten :D Man möchte bei FB möglichst viel über die Nutzer wissen…

  5. Ihr schreibt hier die schlechtesten kommentare die ich je gelesen habe. Wenn ihr echt zu dumm seit um mit den neuen funktionen zurecht zu kommen, muss bei eurer geburt echt irgendwas schiefgelaufen sein…

    1. Oh wow, wirklich eine tolle Aussage. Wer zwischen den Zeilen liest wird merken, dass die Posts etwas anderes ausdrücken. Verstehen wird die neuen Funktionen jeder. Es kommt nur eben drauf an, ob man sich mit den ganzen Neuerungen auseinandersetzen möchte. Wer einfach nur Nachrichten empfangen und verschicken möchte oder die Statusmeldungen seiner Bekannten schnell lesen möchte, der hat bestimmt nicht die Motivation sich eine Timeline einzurichten oder seine 300 Bekannten in Gruppen einzuteilen.

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