Kurztest: Personalisiertes iPad-Magazin mit Zite

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Mit Zite kann sich jeder iPad-Anwender kostenlos ein aktuelles Magazin für sein Tablet zusammenstellen. Damit die Inhalte den eigenen Interessen entsprechen, gibt man zunächst grob an, welche Themenbereiche eingebunden werden sollen. Zite sucht dann selbstständig nach neuen Inhalten. Das Ergebnis ist erstaunlich gut.

Zite versteht sich als personalisiertes Magazin. Es lernt selbstständig, welche Inhalte der Anwender bevorzugt und passt sich daraufhin kontinuierlich an. Neben jedem Artikel gibt es eine Bewertungsmöglichkeit. Daumen hoch oder Daumen herunter lautet die Devise. Und genau so sieht das Bewerungssystem auch aus.

Die Ersteinrichtung geht recht schnell vonstatten. Entweder wählt man aus den vorgegebenen Themenblöcken einige aus und gibt zusätzlich mit Stichworten vor, nach was Zite suchen soll. Wem das zu kompliziert erscheint, der kann auch seine RSS-Abonnements vom Google Reader als Grundlage nutzen. Dazu müssen allerdings die Zugangsdaten zum Google-Konto eingegegen werden.

Zite ist kein RSS-Reader, der nur Inhalte vorgegebener Websites anzeigt. Die große Stärke des Programms ist seine Fähigkeit, themenzentriert zu arbeiten. So findet der Anwender ständig Artikel von Websites, die er zuvor noch nie besucht hat.

Was uns gefällt

Wir haben Zite einige Wochen lang ausprobiert und waren begeistert. Obwohl man im Laufe der Zeit viele Websites zu den eigenen Lieblingsthemen findet, überraschte Zite immer wieder mit interessanten Fundstücken von vollkommen unbekannten Websites. Die einfache und unaufdringliche Bewertungsfunktion ermöglicht es, den Themenbereich immer genauer einzugrenzen.

Die optische Darstellung von Zite gehört ebenfalls zu seinen großen Stärken. Ähnlich wie in einer Zeitschrift blättert der Anwender die neuen Inhalte durch und sieht zunächst nur Zusammenfassungen und deren Überschriften. Die Artikel selbst werden in aller Regel ebenfalls im Zite-Layout gerendert. Dabei werden zum Beispiel die Navigationselemente der Website ausgeblendet, was die Lesbarkeit auf dem iPad deutlich erhöht. Die gefundenen Seiten lassen sich über Twitter, den Onlinenotizbuchdienst Evernote und per E-Mail weitergeben beziehungsweise archivieren.

Was uns nicht gefällt

Zite kann aktuell nur englischsprachige Websites abrufen, was sicherlich einige Nutzer stören dürfte. Vielleicht kommt in den späteren Versionen eine Sprachauswahl hinzu, aber derzeit sind so große Teile des Internets einfach nicht erschlossen. Ende August 2011 hatte CNN Zite für 20 bis 25 Millionen US-Dollar übernommen, was auf eine Internationalisierung hoffen lässt.

Zite ist kostenlos über Apples App-Store erhältlich und läuft ausschließlich auf dem iPad. [Andreas Donath]

[Via iTunes]

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