10 Hacker, die Geschichte schrieben

konradzuse

In unserer Hit-Liste stellen wir die 10 berühmtesten Personen vor, die man als Hacker bezeichnen kann. Sie drangen entweder in Computer- oder Telefonsysteme ein oder nutzten aufgrund ihres Wissens die Technik abseits ihrer normalen Bestimmung aus. Aber auch Personen, die sich durch die Entwicklung von Open Source hervortaten, haben wir in die Liste aufgenommen.

Konrad Zuse

Alles begann mit Konrad Zuse, dem allerersten Computer-Hacker. Vielleicht nicht im eigentlichen Wortsinn, aber kein Hacker könnte ohne seine Arbeit überhaupt irgend etwas bewirken. Zuse hat mit dem Z3 den ersten programmierbaren Rechner der Welt entwickelt. Er fing eigentlich mit dem Z1 an, den er im Wohnzimmer seiner Eltern konstruierte und 1938 fertiggestellte. Der Z3 wurde 1941 fertig gestellt.

John „Captain Crunch“ Draper


John Draper hackte Computer noch bevor es mit ihnen richtig bergauf ging. Seine Blütezeit hatte Draper in den frühen 70er Jahren, als das größte Computernetzwerk, das der Öffentlichkeit zugänglich war, das öffentliche Telefonnetz war. Damals wurde das System durch analoge Tonfolgen kontrolliert, mit denen man auch kostenlose Ferngespräche oder sogar internationale Gespräche initiieren konnte, wenn man wusste, welche man benötigte. Diese Hacktechnik nennt man „Phreaking“. Eine der wichtigsten Werkzeuge für die Telefonhacker ist eine Kinderflöte aus der Müslipackung Cap’n Crunch.

Draper entwickelte mit der Blue Box ein Gerät, mit denen man zahlreiche Steuertöne der Telefongesellschaften produzieren konnte.

Steve Wozniak


Wozniak ist ein Zeitgenosse von John Draper und kannte Phreaking ebenfalls. Nachdem Draper auf einem Computerclubtreffen Details zu seiner Blue Box veröffentlichte, baute Wozniak seine eigene Version. Steve Jobs erkannte das Marktpotential des Geräts und die beiden Steves starteten ihr erstes Unternehmen. Mit diesen Einnahmen und dem Verkauf von Wozniak HP-Taschenrechner und dem VW Bus von Jobs konnten sie den Bau des Apple I finanzieren.

Robert Tappan Morris


Als Student der Cornell University entwickelte Robert Morris den ersten Computerwurm. Nach seinen eigenen Angaben wollte er damit die Größe des Internets erfassen. Nachdem er die Software am 2. November 1988 in die Freiheit entließ, infizierte er 6.000 Rechner – damals rund 10 Prozent der ans Internet angeschlossenen Rechner. Aufgrund eines Programmierfehlers vermehrte der Wurm sich exzessiv und sorgte dafür, dass viele Rechner überlastet wurden. 1989 war Morris der erste, der nach dem Computer Fraud and Abuse Act von 1986 verurteilt wurde.

Mark „Phiber Optik“ Abene


Mark Abene kennen vermutlich nur die wenigsten Computerexperten. Er hatte die Telefongesellschaft AT&T auf dem Kieker. Als Mitglied der Hackergruppe Masters of Deception spielte Abene oft an den AT&T-Systemen herum. Als er das Telefonsystem von AT&T zum Absturz brachte und 60.000 Kunden über 9 Stunden ohne Telefon blieben, war Abene schnell als Schuldiger ausgemacht. Der Secret Service konfiszierte sein Equipment. AT&T musste später zugeben, dass der Crash aufgrund eines Fehlers entstand. Dennoch wurde Abene verurteilt und landete für ein Jahr im Gefängnis. Damit war er der erste Hacker, der einsaß.

Kevin „Dark Dante“ Poulsen


Poulsen führte einen der coolsten Hacks aller Zeiten durch. Die US-Radiostation KIIS-FM versprach dem 102. Anrufer der Sendung einen Porsche 944 S2. Poulsen übernahm kurzerhand alle Telefonleitungen des Senders und stellte so sicher, dass er der richtige Anrufer wurde. Später tauchte er unter und wurde vom FBI gesucht. Er landete sogar im amerikanischen Pendant von „Aktenzeichen XY … ungelöst“. Die Telefonhotline der Show fiel während der Ausstrahlung aus. 1991 wurde Poulsen verhafte und bekannte sich zahlreicher Vergehen schuldig. Später machte er eine 180-Grad-Wendung und sorgte für die Aufklärung zahlreicher Computer-Verbrechen.

Kevin Mitnick


Kevin Mitnick ist der vermutlich berühmteste Hacker der Welt. Er schaffte es als erster, auf die FBI-Liste der meistgesuchtesten Personen der Welt zu kommen. Er hackte Rechner nicht nur, sondern sorgte mit seinen Überredungskünsten auch dafür, dass ihm Mitarbeiter zahlreicher Firmen und Behörden Passwörter und andere Zugangsdaten nannten. 1979, im Alter von 16 Jahren, hackte er das erste Mal einen Rechner und kopierte geschützte Software. Nach zweieinhalb Jahren wurde er verhaftet und verbrachte fünf Jahre im Gefängnis. Mittlerweile betreibt er seine eigene Sicherheitsfirma.

Tsutomu Shimomura


Nicht alle Hacker gehören zur „bösen“ Fraktion. Tsutomu Shimomura sorgte dafür, dass Kevin Mitnick überführt werden konnte. 1994 stahl Mitnick einige persönliche Dateien von Shimomura und veröffentlichte sie online. Shimomura schaffte es, die Spur zu Mitnick zurück zu verfolgen. Das FBI nahm Mitnick daraufhin fest.

Richard Stallman


Stallman war Student und Programmierer am MIT Artificial Intelligence Lab. Er war schon damals für Open Source und rächte sich am MIT, als dort ein passwortgeschütztes Computersystem für die Studenten eingerichtet wurde. Er entschlüsselte die Passwörter, sendete sie den Anwendern im Klartext zu und schlug vor, auf das Passwort zu verzichten, um künftig wieder einen anonymen Zugang zu ermöglichen.

Später entwickelte Stallman die GPL General Public License und das GNU Betriebssystem, ein komplett freies Unix-System.

Linus Torvalds


Linus Torvalds begann seine Hackerkarriere auf einem alten Commodore VIC-20 und dem Sinclair QL, die er stark verbesserte. Auf dem QL programmierte er seinen eigenen Texteditor und sogar einen Pac-Man-Clone namensCool Man.

1991 besorgte er sich einen Intel 80386-PC und begann mit den Arbeiten an Linux, das er zunächst unter seiner eigenen Lizenz veröffentlichte, aber später unter die GNU GPL stellte. [Paul Escallier / Andreas Donath]

[Via MaximumPC]

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  1. bitte ausbessern: „Später entwickelte Stallman die *GPL General Public License und das GNU Betriebssystem, ein komplett freies Unix-System.“

  2. Steve Woznaik hat hier keinen Eintrag verdient! Captain Crunch seiner Idee zu entledigen und zuzusehen wie sein Leben nach und nach kaputt geht ist vielleicht auch eine Leistung, hat aber keine Respekt verdient!
    Auch ansonsten ist der Artikel sehr schwach. Was z.B. zu Linus geschrieben wurde ist zwar richtig aber mehr als ungenügend.

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