Preview: Das Grid 10 von Fusion Garage

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Ab Oktober dieses Jahres wird Fusion Garage ein neues Tablet auf den Markt bringen. „Grid 10“ heißt der neue Hoffnungsträger des Herstellers, der mit dem Betriebssystem Grid OS, ausgestattet ist. Wir durften schon mal einen Blick riskieren. Und – das gleich vorweg: Es sticht ins Auge.

Schon 2010 versuchte die Firma Fusion Garage sich mit dem JooJoo auf dem Tablet-Markt zu etablieren. Da dieses jenseits der Internetnutzung über WLAN nur relativ wenig zu bieten hatte, konnte es aber nicht wirklich überzeugen. Inzwischen hat sich das ehemals 14 Mann starke Team zu einem Unternehmen gemausert, das mehr als 100 Mitarbeiter beschäftigt – und mit ihrem neuen Tablet einen großen Schritt nach vorne gemacht. Fusions Garages CEO, Chandrasekar Rathakrishnan, hat sich in München die Zeit genommen, uns die Früchte seiner Arbeit live zu präsentieren.

Das hervorstechendste Merkmal des Grid 10 ist das von Fusion Garage entwickelte Userinterface, das dem Betriebssystem Android 2.2 übergestülpt wurde. Hier organisiert sich der Anwender seine Apps in einer Cluster-Übersicht, in der man die verschiedenen Apps und Programme nach Belieben in Gruppen anordnen kann. Eine in die rechte Ecke des Displays integrierte Mini-Map erleichtert dabei die Orientierung. Auch wenn uns diese Organisation beim ersten Test noch einige Zeit kostete, dürfte die Bedienung, die sich grundlegend von anderen Android-Oberflächen unterscheidet, nach einer kurzen Einarbeitungszeit zügig und leicht über die Bühne gehen.

Neben der ungewöhnlichen Benutzeroberfläche punktet das Tablet durch die „Intelligent Option“. Markiert der Anwender ein Wort, durchstöbert das System das Internet nach passenden Eintragungen und präsentiert dem Nutzer je nach Bedarf Trailer, Hintergrundinformationen oder Produktergebnisse. Diese führen allesamt zum Amazon Store, der auf dem Grid 10 vorinstalliert ist. Ein eigener Shop mit passenden Apps für das Grid 10 soll aber noch folgen.
Die Steuerung geschieht rein über den Touchscreen. Allerdings setzen manche Bedienschritte, wie das Erreichen des Home-Bildschirms durch Wischen, den Einsatz von mindestens zwei Fingern voraus, was bei den ersten Testversuchen ungewohnt war und leider noch nicht fehlerfrei funktionierte. Hier und bei der noch etwas trägen Performance bestünde für Fusion Garage auf jeden Fall Bedarf, noch ein wenig an der Optimierung der Software zu feilen.

Rein optisch macht das neue Tablet auf jeden Fall einiges her. Das schöne spiegelglatte 10,1 Zoll-Display, auf dem sich die hochauflösenden Bilder (1.366×768 Pixel) präsentieren, hat allerdings den Nachteil, dass Fingerabdrücke und kleinere Flecken sofort ins Auge fallen. Auch wenn das Grid 10 etwas größer als beispielsweise das iPad 2 ausfällt, liegt es mit einem Gewicht von 689g gut in der Hand. Ausgerüstet ist das Tablet mit einem Arbeitsspeicher von 512MB.

Ein abschließendes Urteil über Fusion Garages neues Tablet können wir uns natürlich erst nach einem ausführlichen Test bilden. Eine schöne Alternative zum iPad 2 und Android-Tablets scheint das Grid 10 aber allemal zu werden. Am 24. Oktober soll die Wifi-only-Version dann mit einem Preis von 299 Euro in den Regalen stehen. Die 3G-Ausführung wird für 399 Euro zu haben sein.


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  1. Ja, da hat sich leider ein B mit eingeschlichen. Gemeint ist natürlich, dass die Standard-Ausführung lediglich über WiFi verfügt, während die teurere Variante eine 3G-Version ist.

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