Ein Tisch für die Ewigkeit

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Erinnert ihr euch daran, wie traurig ihr wart als euer Beistelltisch, der euch die ganze Studienzeit über treu gedient hat, den Umzug ins nächste Zuhause nicht überlebt hat? Obwohl ihn kein anderer Tisch mehr ersetzen kann, könnten solche Tragödien in Zukunft vermieden werden. Dafür muss nur die Idee des „Rev->table“ von John Kestner und David Carr Wirklichkeit werden.

Der rund 480 Euro teure Tisch, der aus massivem Eichenholz und kalt gewalztem Stahl gefertigt wurde, wird zwangsläufig um einiges länger halten als die Alternativen aus billigen Spanplatten und Holzfurnieren, die man von IKEA her kennt. Die Fertigung ist allerdings im Wesentlichen gleich. Das Unternehmen „Supermechanical“ der beiden MIT Absolventen benutzt Maschinen, die mit Blaupausen arbeiten, um den Tisch zu bauen.
Und um sicherzustellen, dass die Tische sogar die schlimmste Abnutzung überdauern, werden diese Blaupausen in einem 2D Barcode verschlüsselt. Der Code wird dann auf eine Aluminium Plakette auf der Oberfläche des Tisches eingeätzt.

Falls also die Tischbeine irgendwann brechen sollten, kann man einfach per Email eine Reihe von DXF-Daten an ein entsprechendes Geschäft schicken und sie beauftragen neue Tischbeine zu bauen. Das Gleiche gilt für die Tischplatte, wenn sie irreparabel beschädigt ist. Es ist sogar möglich, die ursprünglichen Pläne nach Bedarf zu ändern, wodurch neue kundenspezifische Versionen für verschiedene Zwecke entstehen können.

Solange man bereit ist für die benötigten Rohstoffe zu bezahlen, kann der Tisch immer wieder neu erstellt werden. [Andrew Liszewski/Helene Gunin]

[via Rev->Table]

Tags :
  1. Möbel sind Mode. Warum also einen Tisch bis ans Lebensende behalten?
    Glaube nicht das sich das durchsetzen kann.
    Lobenswert wäre es allemale. Allein wegen der Umweltfreundlichkeit.

  2. Naja…

    1. Ein guter Tisch hält problemlos ein Menschenleben lang oder länger.
    2. Ob der QR-Code oder das DXF-Format in hundert Jahren noch ohne Weiteres gelesen werden können ist fraglich,
    3. ebenso wie es fraglich ist, ob der Code überhaupt noch lesbar ist wenn der Tisch kaputt ist (wäre es nicht klüger, den Code auf der Tischunterseite anzubringen?)
    4. Kann der Tisch überhaupt so kaputt sein, dass durch Vermessen der „Überreste“ nicht ein neuer, identischer gebaut werden könnte (Bombenangriff?) Auf jeden Fall enthält der Tisch selbst wohl wesentlich mehr redundante Information über sein Aussehen als der OR-Code.

    Insgesamt scheint es als wollte jemand unbedingt einen „coolen“ QR-Code auf dem Tisch unterbringen und musste sich einfallen lassen, was er da reinschreibt…

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