Bundestrojaner: Halfen Anbieter von Virenscanner bei Spionage?

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Es scheint, als zöge der Skandal um den Bundestrojaner immer weitere Kreise. Nachdem der Chaos Computer Club herausgefunden hatte, dass die Malware im Staatsdienst höchst fragliche Schnüffelfunktionen besitzt, soll nun auch ein Hersteller von Antiviren-Software in den Skandal verwickelt sein.

Wie die Computer Bild berichtet, habe ein Mitarbeiter des Antiviren-Entwicklers zugegeben, dass man den Behörden beim Ausspähen eines Nutzers geholfen hätte. Gegenüber dem Magazin habe der Informant erzählt, dass die Firma von den Strafverfolgern eine Kopie der Schnüffel-Software erhalten hätte, um diesen so anzupassen, dass der eigene Virenscanner nicht Alarm schlagen würde.

Angeblich habe man nur unter der Bedingung eingewilligt, dass der Spion nur für diesen einzigen Fall zum Einsatz käme. „Sobald dieser Fall abgeschlossen war, haben wir die Signatur hinzugefügt“, zitiert die Computer Bild den Mitarbeiter.

Stimmt der Bericht, wirft das natürlich weitere Fragen auf. So zum Beispiel, ob auch andere Hersteller von Virenprogrammen den Strafverfolgungsbehörden auf diese Weise geholfen haben. Oder ob während der Zeit, in der der Bundestrojaner nicht von diesem Virenscanner entdeckt wurde, dieser noch an anderen Stellen zum Einsatz kam.

[via presseportal.de, stadt-bremerhaven.de]
[Foto: Neil Alejandro (Flickr)]

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  1. …Und übermorgen findet Computer-Bild raus, von einer gaaaanz sicheren Quelle an der Aldi-Kasse, dass die Virenschutzprogramm-Hersteller den Bundestrojaner sogar in das Virenschutzprogramm eingepflanzt haben…

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