Google Music lässt Euch gekaufte Musik teilen

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Vorgestern ließ Andy Rubin, der Chef von Google Mobile, verlauten, dass man für den lange erwarteten Dienst Google Music, noch etwas besonderes in Petto habe. Jetzt ist die Katze aus dem Sack.

Ein mit Googles Plänen vertrauter Branchenvertreter sagte gestern, dass Google Music das Teilen von gekaufter Musik in einem bestimmten Rahmen erlauben werde. Bislang können Nutzer ihre lokal gespeicherten Songs zum noch in der Beta-Phase steckenden Google Music hochladen und dann auf verschiedene Endgeräte streamen. Künftig sollen sie gekaufte Lieder auch an Freunde schicken können. Diese können die Lieder dann für eine gewisse Zeit kostenfrei abspielen.

Wie das Teilen technisch funktioniert, darüber konnte der „Insider“ noch keine Angaben machen. Zu vermuten ist, dass alle Einkäufe automatisch in den Locker genannten Musikspeicher des Nutzers übertragen und von dort aus beispielsweise per E-Mail geteilt werden können. Zu berichten wusste der Branchenkenner aber von einer Caching-Funktion, über die Nutzer auswählen können, welche ihrer Lieder dauerhaft auf ihrem Endgerät abgelegt werden und so auch offline zur Verfügung stehen. Gerade für die Wiedergabe der bei Google gespeicherten Musik auf Smartphones ist das sehr interessant.

Vor ein paar Jahren wäre das noch undenkbar gewesen. Das weiß jeder, der sich noch an die ersten Gehversuche der Musikindustrie im Netz erinnern kann, die eher ein Stolpern und Stürzen als ein strammer Marsch voran waren. Mit Diensten wie Amazons MP3-Verkauf, dem iTunes Store und jetzt Google Music scheint der Industrie langsam der Befreiungsschlag zu gelingen, was nicht zuletzt uns leidgeprüfte Kunden freut. Vielleicht zieht ja nicht nur die amerikanische, sondern auch die europäische Musikindustrie mit Googles ehrgeizigen Plänen mit und stellt die notwendigen Lizenzen zur Verfügung. Es wird ihr Schaden nicht sein. Was man so hört bezahlen Google, Spotify und Co. hohe Lizenzgebühren – und das regelmäßig sogar im Voraus. [Tim Kaufmann]

[Via Business Insider]

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