Microsofts HoloDesk – Hologramme zum Anfassen

holodesk

In der Forschungsabteilung von Microsoft Research werden so manche Science-Fiction-Träume Realität. Derzeit arbeitet in Cambridge ein Team von Forschern am sogenannten HoloDesk. An diesem kann man mit virtuellen, dreidimensionalen Objekten interagieren - eine Art Star Trek-Holodeck im Kleinformat.

Während das Holodeck der USS Enterprise einen ganzen Raum mit virtuellem Interieur bestückt, beschränkt sich Microsofts HoloDesk auf einen kleineren Bereich, in welchem die computergenerierten Objekte mit den Händen bewegt werden können. Das System besteht unter anderem aus einem handelsüblichen Bildschirm, einem sogenannten “Beamsplitter”, einer Webcam und einem Kinect-Sensor.

Um die digitalen Inhalte sichtbar zu machen, projiziert der Bildschirm ein zweidimensionales Bild auf den “Beamsplitter”. Die zwischen Bildschirm und Beamsplitter angebrachte Webcam verfolgt mittels Gesichtserkennung die Position des Benutzers und bewirkt bei einer etwaigen Veränderung der Position, eine Korrektur der Darstellungsperspektive. Mithilfe des Kinect-Moduls werden die Hände des Users, oder andere physische Gegenstände, als dreidimensionales Modell erfasst und können so von einem Computer verarbeitet werden. Dieser gleicht mittels eines neuartigen Algorithmus die Daten der Szene ab und setzt das virtuelle Objekt dorthin, wo der Benutzer seine Hand wahrnimmt. Die kleinen Bälle und Würfel verhalten sich bis zu einem gewissen Grad sogar den Gesetzen der Physik entsprechend.

Anwendungsmöglichkeiten sieht das Forscherteam unter anderem im Spielebereich, Design, Forschung und der Medizin, wo mehrere Benutzer ein Objekt aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten und manipulieren können.

[via geekwire]

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