Langzeitstudie: Kein Zusammenhang zwischen Handystrahlung und Krebs

Mobile Phone

Nachdem im Juni dieses Jahres die Weltgesundheitsorganisation WHO häufiges Telefonieren mit dem Handy als "möglicherweise krebserregend" eingestuft hat, gibt es nun Entwarnung aus Dänemark. In der größten Untersuchung, die je zum Mobilfunkrisiko durchgeführt wurde, konnten die Forscher keinen Zusammenhang zwischen dem Auftreten von Gehirntumoren und dem Gebrauch von Handys erkennen.

Das dänische Forscherteam sammelte Daten von mehr als 350.000 Handy-Nutzern, welche sie teilweise über 18 Jahre lang beobachteten. Über den gesamten Zeitraum hinweg erkrankten 10.729 Menschen an einem Hirntumor. Doch selbst in der Gruppe derjenigen, die ihr Mobiltelefon über 13 Jahre lang benutzten, waren es kaum mehr Erkrankte als in Vergleichsgruppen mit Personen ohne jegliche Handynutzung.

Die Diskussion um mögliche Gesundheitsrisiken durch elektromagnetische Strahlung ist nichts Neues. Seit mehreren Jahren gibt es Studien verschiedenster Institute und Organisationen bezüglich des Themas. Das Problem lag in der Vergangenheit jedoch oft darin, dass man zumeist zwar keinen konkreten Zusammenhang zwischen der Handynutzung und gesundheitlichen Auswirkungen nachweisen konnte, aber auch kaum Angaben zur langfristigen Wirkung von elektromagnetischer Strahlung machen konnte.

Auch bei der dänischen Studie wiesen die Forscher darauf hin, dass es bei extremer Handynutzung über mehr als 15 Jahre hinweg zu einem erhöhten Risiko kommen kann. Dies könne man zumindest wegen der nichtvorhandenen Daten nicht ausschließen.

[via Zeit]

(Foto: Nils von Barth)

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