Google Music startet – ob mit oder ohne Labels

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Das Wall Street Journal berichtet über den bevorstehenden Start von Google Music. Demnach soll Googles Musik-Dienst in den nächsten zwei Wochen starten, ob die Verträge mit den Musiklabels bis dahin nun unter Dach und Fach sind oder nicht.

Google spielt mit den Muskeln. Dem WSJ-Artikel zufolge will der Online-Riese mit seinem Musikangebot notfalls auch dann starten, wenn es bis dahin keine Lizenzen seitens der Musikindustrie gibt. Angeblich stocken die Verhandlungen mit den vier größten Labels, weil Sony Music Entertainment sauer ist, dass Google Urheberrechtsverletzungen auf YouTube und in Android-Apps nicht unterbindet. Warner Music fühlt sich angeblich übervorteilt und will nicht nur die bereits erwähnten Vorauszahlungen, sondern auch zusätzliche Nutzungsgebühren. Das Problem für Google: Der Music Locker soll kostenlos sein und wird daher keine Einnahmen generieren. Apple kassiert 25 Dollar pro Jahr für das vergleichbare iTunes Match und tut sich deshalb vermutlich leichter, die Labels zu bezahlen.

Ich halte den WSJ-Artikel für Verhandlungstaktik. Irgendwer bei Google hat irgendwen beim WSJ angerufen und den Jungs ein bisschen was gesteckt. Nun schießt das WSJ mit der Story raus und die Labels geraten unter Verhandlungsdruck. Ob die Taktik aufgeht, steht allerdings auf einem anderen Blatt. [Mario Aguilar / Tim Kaufmann]

[Via The Wall Street Journal]

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  1. Die Frage, die sich mir stellt: Braucht man so etwas überhaupt? Mit last.fm, weiteren Webradios und vor allem Spotify gibt es doch genügend Möglichkeiten, um völlig umsonst aus einem breiten Katalog Musik hören zu können. Klar war, dass sich die Labels quer stellen, vor allem wenn sie eben kein Geld für die Nutzung ihrer Musik bekommen. Bin mal gespannt, worauf das hinaus läuft und wie Google Music überhaupt laufen wird.

  2. Ich halte diesen Gizmodo-Artikel für Verhandlungstaktik. Irgendwer bei Sony Music hat irgendwen bei Gizmodo angerufen und den Jungs ein bisschen was gesteckt. Nun schießt Gizmodo mit der Story raus und Google gerät unter Verhandlungsdruck. Ob die Taktik aufgeht, steht allerdings auf einem anderen Blatt.

    ;o)

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