Kurztest: Actionkamera GoPro Hero 2 in der Praxis

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Die brandneue Action-Kamera GoPro HD Hero 2 löst die schon etwas betagte Hero ab. Wir haben uns angesehen, was die neue robuste Kamera mit Helmhalterung kann, die mit dem entsprechenden Zubehör auch tauchen und auf Fahrzeugen befestigt werden kann.

Was uns gut gefällt

Schon mit der HD Hero sahen die Videoaufnahmen gut aus. Mit der Hero 2 liefert der Hersteller GoPro jedoch ein deutlich besseres Ergebnis ab. Die Farben sind viel lebendiger und realistischer. Details werden schärfer abgebildet und sowohl die Helligkeit als auch der Kontrast wirken viel ausgeglichener.

Die ältere Hero hatte die Tendenz zu ausgerissenen Lichtern, was nun kaum noch der Fall ist. Außerdem kann nun das 170 Grad-Sichtfeld des Objektivs auch beim Filmen mit 1080p genutzt werden. Zudem nimmt die Kamera Standbilder mit 11 Megapixeln auf – bei der Hero 1 waren es nur 5 Megapixel. Die Kamera kann außerdem die Bilder viel schneller verarbeiten, d.h. man kann jede halbe Sekunde ein Foto machen oder 10 Fotos pro Sekunde.

Die Benutzeroberfläche der Hero 2 wurde verfeinert, so dass die Aufnahmen viel einfacher einzurichten sind. Früher wurden auf dem kleinen Bildschirm unverständliche Abkürzungen eingeblendet. Außerdem gibt es jetzt 4 LEDs, die während der Aufnahme in alle vier Richtungen blinken, damit man erkennt, ob die Aufnahme läuft.

Die Hero 2 besitzt einen Mini-HDMI-Ausgang und soll über die angekündigte WLAN-Fernsteuerung Wi-Fi BacPac bedient werden. Außerdem soll damit ein Echtzeit-Streaming von der Hero 2 aus möglich sein. Die Hero 2 hat genau die gleiche Größe und Form wie die Hero 1, weshalb alles gekaufte Zubehör wie der LCD BacPac-Bildschirm weiter genutzt werden kann. Außerdem wird ein Tauchgehäuse mitgeliefert, das den Camcorder natürlich auch vor Schlamm und Staub schützt.

Was uns nicht gefällt

Die Hero 2 ist für Nacht- und Dämmerungsaufnahmen nicht gut geeignet. Ihre Videos sind zwar heller als die ebenfalls getestete Contour ROAM aber sie sind stark verrauscht.

Das Benutzerinterface wurde zwar gegenüber der letzten Version verbessert, aber es ist immer noch ziemlich nichtssagend. Die Navigation durch die Einstellungen ist langwierig. Die Tasten sind zienmlich schwer zu drücken, was das Ausschalten manches Mal erschwert. In den Standardeinstellungen ist die Tonaufnahme extrem laut. Jeder Anwender wird sofort den Ton in den Videos herunterdrehen.

Und auch wenn es für praktisch jede Anwendung ein Montagesystem gibt, ist es nicht immer leicht, die Kamera zu befestigen. Bei der Montage am Lenker war eigentlich ein 90-Grad-Extender vorgesehen, doch diese Konstruktion erschien sehr instabil. Stattdessen entschieden wir uns, die Kamera an das Bar-End des Lenkers zu befestigen, was nicht ideal war.

Sollte man die Kamera kaufen?

Von allen getesteten Actionkameras ist diese die vermutlich beste. Die Fotos sehen gut aus und die Videos haben nicht nur HD-Größe, sie sehen auch nach HD aus. Die Contour ROAM gefiel uns zwar auch gut, aber die Hero 2 hat mehr Optionen und die Bildqualität ist einfach deutlich besser.

Zum Testvideo einige Anmerkungen: Zum einen wurden die Aufnahmen in Brooklyn gemacht und nicht wie das Promovideo von GoPro in Hawaii und an ähnlichen schönen Orten auf der Erde. Das Testvideo ist leicht komprimiert. Man sollte es sich in der Vollbildansicht mit 1080p ansehen.

Die GoPro HD Hero 2 soll ab Anfang November für rund 350 Euro in drei verschiedenen Varianten in den Handel kommen. Sie unterscheiden sich durch die beigelegten Halterungen und sind für den Motor- und Wassersport sowie für Outdoor-Fans gedacht.

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