Kurztest: Sony Tablet S

Sony Tablet S

Bei seinem Tablet S setzt Sony auf ein ungewöhnliches Design, Playstation-Zertifizierung und Fernbedienungsfunktion. Wir haben das Gerät ausprobiert.

Das Sony Tablet S wiegt knapp 600 Gramm und misst 9,4 Zoll. Von anderen Tablets hebt sich das Gerät durch die ungewöhnliche Optik deutlich ab, die einem umgeschlagenen Magazin ähnelt. Speziell wenn das Tablet vor dem Anwender auf dem Tisch liegt, macht sich das gut, denn das Display zeigt leicht in Richtung des Anwenders, so dass es wenig spiegelt und man gut darauf tippen kann.

Hält man das Tablet im Hochformat in einer Hand, ist der Wulst recht angenehm. Fasst man das Gerät an der anderen Seite an oder hält es im Querformat, stört er jedoch. Außerdem verhindern die überstehenden Kanten, dass man gut an USB-Port und SD-Steckplatz kommt, die beide hinter einer Abdeckung verborgen sind. Ärgerlich: Die Speicherkarte lässt sich nicht als normale Erweiterung des internen Speichers nutzen – der Anwender kann Daten nur per Sony-App zwischen Speicherkarte und Tablet hin- und herkopieren. Das nervt!

Das 9,4 Zoll große Display des Sony Tablet S stellt 1280 x 800 Pixel dar und spiegelt vergleichsweise wenig. Das installierte Android 3.1 lässt sich problemlos auf Android 3.2 aktualisieren und bietet einige sony-spezifische Erweiterungen. So bezieht das Tablet nicht nur Apps aus dem Android Market, sondern auch Musik und Filme von den Sony-Diensten Music Unlimited und Video Unlimited und kann diese per DLNA an andere Geräte übertragen. Dank Playstation-Zertifizierung lassen sich Crash Bandicoot und Pinball Heroes, die sich kostenlos herunterladen lassen, auf dem Tablet spielen – weitere Spiele sind kostenpflichtig.

Praktisch ist die Fernbedienungsfunktion des Tablets. Um es wie eine Fernbedienung in der Hand zu halten, ist es zwar zu groß und unhandlich, doch auf dem Couchtisch liegend lassen sich die heimischen Geräte – nicht nur von Sony, sondern auch von anderen Herstellern – gut steuern. Dass sich im Dunkeln keine Tasten erfühlen lassen, ist nicht weiter tragisch, da es für wichtige Funktionen wie »lauter« und »leiser« Gesten gibt.

Sony setzt beim Tablet S auf einen Tegra 2 mit 1,0 GHz, der im Test dafür sorgt, dass alle Anwendungen und Videos ruckelfrei laufen. Im Benchmark mit Smartbench reiht sich das Tablet zwar nicht an der Spitze, wohl aber im Vorderfeld ein, gleiches gilt für die Browser-Performance, die wir mit Sunspider, der V8 Benchmark Suite und Browsermark überprüft haben.

Sony gibt die Akkulaufzeit mit acht Stunden an. So lange hält das Tablet im Test nicht durch, was jedoch daran liegt, dass wir uns nicht nur auf das Surfen im Web beschränkt haben, sondern auch Videos abspielten, Spiele ausprobierten und Benchmarks laufen ließen. Beim Laden des Akkus fällt auf, dass der Stecker sehr leicht aus der Buchse rutscht, insbesondere wenn man das Tablet während des Ladevorgangs benutzt und nicht nur bewegungslos rumliegen hat.

Fazit

Das Sony Tablet S macht insgesamt eine gute Figur, vor allem weil es sich von Standard-Tablets unterscheidet – nicht nur optisch, sondern auch von den Funktionen her. Allerdings ist die ungewöhnliche Gehäuseform nicht immer praktisch und Sony verzichtet auf Features wie HDMI-Ausgang und vollwertigen Speicherkartensteckplatz. Die Performance stimmt aber, das Display ist gut und die Bilder der 5-Megapixel-Kamera sehr brauchbar, auch wenn sie ziemlich träge auslöst.

Bislang gibt es das Sony Tablet nur mit WLAN, eine 3G-Version soll aber demnächst folgen. Die WLAN-Variante mit 16 GByte Speicher kostet derzeit etwa 480 Euro, die mit 32 GByte gibt es für rund 100 Euro mehr.

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    1. Das Tablet kann keine Daten direkt auf der Speicherkarte ablegen, du kannst nur auf dem internen Speicher gespeicherte Daten mit einer Sony-App rüber auf die SD-Karte kopieren. Und umgekehrt lassen sich auch keine Dateien von der SD-Karte direkt mit Apps auf dem Tablet öffnen, denn sie müssen erst per Sony-App auf den internen Speicher kopiert werden.

  1. @ER: weil man nicht wie in anderen Tablets die Karte wie eine „richtige“ Speichererweiterung nutzen kann.

    Zitat: „Die Speicherkarte lässt sich nicht als normale Erweiterung des internen Speichers nutzen – der Anwender kann Daten nur per Sony-App zwischen Speicherkarte und Tablet hin- und herkopieren. Das nervt!“

  2. @Daniel: Nur so als Frage, welche Tablets nutzen die SD Karte als native Speichererweiterung? Dachte das geht mit Android so gar nicht?!?

      1. Also Du meinst, beim Ziio kann ich ohne Zusatzsoftware wie App2SD Apps auf der Speicherkarte speichern oder was genau meinst Du mit „normale Erweiterung“? Weil Filme kann ich ohne weiteres von der Karte schauen und mit dem ES-Datei-Explorer kann ich auf alles zugreifen was drauf is bzw hin und herschieben…

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