Kurztest: Welcher Roboter-Staubsauger ist der Beste?

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Längst gibt es Roboter, die unsere Fußböden reinigen können - doch noch sind diese Geräte nicht sehr verbreitet. Das mag an ihren relativ hohen Preisen hängen aber auch an der Verunsicherung, welche Roboter etwas taugen. Wir stellen deshalb einige Exemplare vor.

Ein Staubsaugerroboter soll den Dreck vom Boden entfernen – egal ob es sich dabei um Parkett, Laminat, Fliesen, Auslegeware oder Teppiche handelt. Und dabei soll er natürlich die Einrichtung nicht beschädigen, nicht von Treppenabsätzen herunter fallen und vollkommen selbstständig reinigen.

Wir stellen drei Vertreter dieser Robotergattung vor:

3. Platz: Mint Plus

Der Mint Plus ist kein Staubsauger – sondern ein Roboter-Wischmob. Damit ist er natürlich für Teppiche ungeeignet, aber auf Fliesen, Steinböden, Laminat und Parkett ist er zu Hause.

Der Mint saugt nicht, er wischt. Dazu werden Wegwerf-Wischtücher eingespannt, mit denen er dann losfährt. Leider ist diese Fahrt ziemlich unkoordiniert – der Mint Plus fährt hin und her, verhindert Zusammenstöße aber zuverlässig. Leider fällt gelegentlich die Verbindung zu der Navigationseinheit aus, die bei diesem Gerät nicht an Bord ist, sondern als separates Kästchen im Raum aufgestellt wird. Beim Wischen sammelt der Mint natürlich auch den Staub auf und wenn es zuviel wird, schiebt er einen Schmutzballen vor sich her.

Durch das Wischen wird der Dreck vom Boden entfernt – zwar nicht auf dem elegantesten Weg, aber immerhin. Am Ende steht der Mint mit einem mehr oder minder großen Schmutzhaufen wieder an der Ausgangsstelle. Das Gerät kostet 300 US-Dollar, wiegt ungefähr 1,8 kg. Die Navigation erfolgt per Infrarotabtastung der Umgebung.

Mintcleaner

2. Platz: Neato Robotics XV-12

Der XV-12 von Neato Robotics, der in Europa auch unter dem Namen Neato Robotics XV-15  bekannt ist, hat nur einen ernsthaften Konkurrenten: Die Roomba-Saugroboter.

Optisch wirkt der Neato eher wie ein kleiner Modellpanzer. Er ist eckig und nicht wie die meisten seiner Verwandten mit einem runden Gehäuse ausgestattet. Die Seitenbürste des Roombas fehlt zwar dem XV-12 und dem XV-15, aber Vorwerk hat sie neben einer leicht modifizierten Bürste und einem gedämmteren Gehäuses mit eingebaut.

In Punkto Saugkraft ist der Neato dem Roomba 770 deutlich überlegen. Er saugt sowohl Münzen, Nägel und andere harte Gegenstände ein und natürlich auch Staub und Dreck. Die Saugkraft hat jedoch einen Preis und der ist die hohe Arbeitslautstärke. Das Gerät navigiert mit einer Laser-Abtasteinheit um Gegenstände, Menschen und Tiere herum. Sensoren verhindern, dass der Roboter einen Treppenabsatz herunterstürzt. Dennoch fährt der Neato wie auch der Roomba sich gelegentlich fest. Auch herumliegende kleinteilige Gegenstände und auf dem Boden liegende Zeitungen erkennt er nicht.

Der Roomba fährt jedoch häufiger zurück, wenn er an an ein Hindernis stößt, während der XV-12 häufiger “volle Kraft voraus” befielt und versucht die Hürde zu überfahren. Das sorgt gelegentlich für Situationen, aus denen sich der Roboter nicht mehr alleine befreien kann.

Das Interface des Neato ist sehr einfach. Neben dem Startknopf gibt es ein Menü, in dem die gewünschten Putzzeiten eingegeben werden können. Am besten lässt man das Gerät dann arbeiten, wenn niemand im Haus ist, denn der Roboter ist sehr laut. Der Preis des Netto XV-12 liegt bei 400 US-Dollar. Es besteht die Möglichkeit, den baugleichen XV-12 über deutsche Händler für unter 500 Euro zu beziehen. Vorwerk bietet den VR-100 für rund 550 Euro an.

Neato Robotics

Vorwerk

1. Platz: iRobot Roomba 770

iRobot hat mittlerweile eine ganze Armee von Staubsaugerrobotern im Angebot. Der Roomba 770 ist das bislang schlaueste Gerät des Herstellers, das mit Hilfe von Infrarot die Umgebung abtastet. Damit fährt er um Möbelkanten und Teppichleisten herum. Die Kollissionserkennung ist gut gelungen. Das Gerät kann auch über hohe Teppiche fahren, aber böse Zusammenstöße kamen nicht vor. Das Gerät überfährt auch keine herumliegenden Socken, Bücher und Schuhe.

Leider verfängt sich das Gerät gelegentlich bei der Rückkehr zur Aufladestation. Oft steht der Roboter hilflos im Raum herum – mit leerem Akku. Das ist ärgerlich, denn richtig autonom ist das Gerät dadurch natürlich nicht.

Neben einer rotierenden Bürste ist der 770 mit einem Saugmechanismus ausgestattet. Auch wenn der Boden vielleicht gar nicht schmutzig aussah, der Roomba kommt dennoch mit einem gut gefüllten Staubbeutel zurück. Auch hier gibt es eine Zeitsteuerung und leider ist auch dieses Gerät recht laut. Der Preis liegt bei rund 550 Euro.

iRobot Roomba

[Sam Biddle / Andreas Donath]

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  1. Ich habe mich letztendlich für den iRobot entschieden und bin bis jetzt glücklich.
    Bis jetzt hat er auch Gott sei Dank immer zur Ladestation zurückgefunden ;)

  2. Ich bin auch ein Fan von der iRobot Roomba Reihe. Das er allerdings mit leerem Akku im Raum rumsteht und seine Aufladstation nicht mehr erreicht, ist mir bisher auch noch nicht passiert.

  3. Ich bin und bleibe Roomba- und Scooba-Liebhaber. Seitdem ich diese beiden Roboter zu Hause nutze, ist mein Aufwand im Haushalt auf ein Minimum gesunken und das obwohl ich zwei Katzen habe. Kann wirklich nur jedem empfehlen die paar Euro mehr auszugeben. Am Ende des Tages lohnt es sich auf jeden Fall.

  4. ich hab mich jetzt auchmal ein bisschen informiert, der irbot wird auch von anderen seiten empfholen. Allerdings sind die beiträge schon älter. Vlt schau ich mich nochmal weiter um, wer aktuell ein guter Roboter-staubsauger ist.

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